
Kartellamt prüft Ende des Preiszwangs bei Amazon, Bonayou, Internetstores, Lodenfrey, E-Food
Amazon: Jetzt ist es offiziell: Amazon kippt seinen Preiszwang, schafft die Preisparitäts-Klausel ab. Laut Bundeskartellamt wurden die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Amazon Marketplace für einen Teil der Händler bereits geändert. Nun werde geprüft, ob "ob die Maßnahmen nach Form, Inhalt und Umfang ausreichen, das Verfahren gegen Amazon zu erledigen." Bislang hatte Amazon seinen Händlern vorgeschrieben, dass der Gesamtpreis jedes Artikels, den sie beim Amazon verkaufen, nicht höher sein ...
Jetzt lesen: Bonayou bekommt frisches Kapital und Facebook lockert die Regeln.
BonaYou: Der Geschenkgutschein-Anbieter BonaYou holt sich in einer zweiten Finanzierungsrunde frisches Risikokapitel in knapp siebenstelliger Höhe von Lead-Investor Redalpine Venture Partner AG, sowie von den Business Angels Mike Siebert und Andreas Berninger. Auch der bisherige Investor Peter Schüpbach beteiligt sich mit neuem Kapital. Bei BonaYou können Kunden personalisierte Geschenkgutscheine einkaufen und via Facebook oder Email Freunde zum Mitschenken einladen. Seit der Markteinführung im März 2012 hat BonaYou bereits über 16.000 Gutscheinkarten verkauft und damit mehr als eine halbe Million Euro Umsatz generiert.
Internetstores: Im Geschäftsjahr (1. September 2012 - 31. August 2013) hat Internetstores (u.a. Fahrrad.de) einen Umsatz von rund 90 Millionen Euro erwirtschaftet (Vorjahr: 60,5 Millionen Euro). Ende Mai hatte das Unternehmen zudem den Outdoor-Onlinehändler Addnature übernommen. Exciting Commerce
Zitat des Tages: "Manchmal fragt man sich, wozu Amazon eigentlich eine Pressestelle hat. Nur um einmal im Leben zu kommunizieren, dass die Arbeitsbedingungen im eigenen Unternehmen gar nicht so schlecht sind, wie ein Filmbeitrag sie darstellt, und einmal pro Jahr zum Pre-Christmas-Event einzuladen, ist eine derartige Abteilung eigentlich überbesetzt. Und andere Anfragen seitens der Presse werden notorisch ignoriert." Internet World Business ist von der Transparenz-Verhinderungsstrategie bei Amazon genervt. Im Falle der Preisparitätsklausel überließ Amazon nämlich anderen - wie beipielsweise dem Kartellamt - das kommunikative Feld.
Amen: Amen, es war von Anbeginn eines dieser monströs übertrieben gehypten Start-ups aus Berlin, dem schon von weitem anzusehen war, dass es allein nicht lebensfähig ist. Das Prinzip des Start-ups, auf einer Plattform beliebig Dinge zu Top und Flop zu erklären - "Frankfurt ist die schönste Stadt aller Zeiten" - hätte etwas mehr gebraucht, als ein wenig PR von Hollywood-Star Ashton Kutcher. etailment fand das Tool und das Business-Modell schon Anfang 2012 zweifelhaft. Jetzt kommt Amen beim Musikvideosender tape.tv ins Hospiz. Verkauft wird das Ganze in der "Wiwo" als "Liebeshochzeit". Amen
Anzeige
Hier könnte Ihre Textanzeige stehen! Diese Anzeigenplatzierung interessiert Sie? Dann klicken Sie einfach hier: www.etailment.de/textanzeigen!
Lodenfrey: Rund 7 Millionen Euro Umsatz macht Lodenfrey im E-Commerce. Das sind knapp 7 Prozent des Gesamtumsatzes von 101 Millionen Euro des Münchner Modehauses. Diese Zahl nannte E-Commerce-Leiter Ralf Mager auf einem Vortrag bei der Webchance in Frankfurt. Mager ist auch Referent auf dem etailment-Summit im November in Berlin.
Digitale Welt:
Twitter: Twitter holt Nathan Hubbard, einst President der Ticketing-Plattform Ticketmaster, als Head of Commerce an Bord. Man darf also zusammen mit AdAge demnächst so einige Initiativen in Sachen Social Shopping bei Twitter erwarten.
E-Food: Jeder zweite Lebensmittelhändler in den USA bietet inzwischen die Online-Bestellung und Abholung von Lebensmitteln an. Laut IDC-Studie will etwa jeder Dritte diesen Dienst in den kommenden 12 Monaten anbieten. 37,5 Prozent der Händler liefern auch nach Hause. eMarketer
Digitales Wissen:
Mailings: Nach der Bestätigungsmail noch eine Begrüßungsmail mit Infos und Angeboten verschicken? Das kommt bei manchen Kunden gut an. EConsultancy gibt 11 Tipps, wie sich ein Welcome-Mailing ansprechend gestalten lässt.
Web-Wunderland: Auf der "Webchance" am Rande der Messe "Tendence " in Frankfurt durfte ich einen kleinen Impulsvortrag darüber halten, wie kleine Händler im Web punkten können. Die Präsentation zum Web-Wunderland gibt es bei Slideshare zu sehen.
JustDeleteMe: Hübsche Service-Idee, wenn Sie auch zu denen gehören, die sich immer mal wieder testweise bei irgendwelchen Web-Diensten und Plattformen anmelden. JustDeleteMe sagt ihnen, wo sie den verflixten Button finden, mit dem sie sich abmelden können und verlinkt ihn auch geich.
Facebook: Facebook lockert erheblich seine Gewinnspielregeln. Nun können Gewinnspiele auch ohne eine lästige App in der Chronik der Fanpage durchgeführt werden.
Digitale Trends & Fakten:
Zahl des Tages: 90% aller Deutschen über 14 Jahre haben ein Handy, 40% ein Smartphone. Das ergab eine neue Erhebung für den Hightech-Verband BITKOM.
Grafik des Tages: Was gehört wo hin? Ob G+, Twitter oder Facebook: Manche Inhalte sind nicht in jedem Netzwerk gleichermaßen gut aufgehoben. "How to get your content shared" - Infografik
Lesetipp des Tages: 10 Handlungsempfehlungen für den stationären Handel samt Slideshare-Präsentation.
Beliebtester Beitrag am Vortag: Nicht zufrieden mit dem Umsatz? Probieren Sie es mit diesen Tipps
Sie wollen mit uns werben? Unsere Mediadaten.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
Alle Beiträge