Was macht eigentlich der Amazon Dash Button? Liegt Ihrer auch vergessen in einer Schublade? Das israelische Start-up Kwik kommt nun mit einer Lösung, die aus dem One-Klick-Shopping ein Zero-Klick-Shopping macht und damit ein gutes Stück nutzwertiger ist.
Während die gebrandeten Einkaufsknöpfe von Amazon, Hersteller wie beispielsweise Persil an Amazon binden, bot Kwik sein Alternativ-Modell seit jeher als offenes System an, das damit auf unterschiedlichen Plattformen eingesetzt werden kann. Damit könnten also auch Bestellungen direkt an lokale Händler geschickt werden.
Die neue Lösung von Kwik, das unter anderem mit Procter & Gamble und Kimberley Clark zusammenarbeitet, geht nun noch einen Schritt weiter.
Bringt man den Button, beispielsweise gesponsert vom Waschmittel-Anbieter, an der Waschmaschine an, erkennt ein Sensor anhand der Vibrationen, wie oft die Maschine gelaufen ist und wann neue Waschmittel bestellt werden müssen. Ähnlich funktioniert das Modell beispielsweise auch mit Spülmaschinen, Kaffeemaschinen oder einem Sodastream.
Dies ist quasi die Spar-Version der vernetzten Haushaltsgeräte. Denn Amazon bietet mit seinem Dash Replenishment Service, also autonom bestellenden Geräten, längst eine eingebaute Bestellfunktion. Die aber ist technisch aufwändiger und versetzt Hersteller - und Kunden - obendrein in eine noch größere Abhängigkeit des Online-Behemoth.
Dabei sind die Hersteller, und darauf vertraut Kwik, durchaus mehr als interessiert an derartigen Lösungen. Schließlich locken Kundendaten und langfristige Kundenbindung auf Knopfdruck. Allein an Amazon sollen die Markenanbieter, quasi als Werbekostenzuschuss, für jeden verkauften Dash Button 15 Dollar zahlen.Trotz der Kosten wirft Amazon denn auch ständig neue Marken-Buttons auf den Markt. Hierzulande wird der Dash Button, im Sommer 2016 gestartet, mittlerweile für über 50 Produkte angeboten. Im Sommer 2017 Sommer sortierten sich unter anderem das Magazin »Playboy« Afri Cola, Duracell, Heineken und Nivea im Sortiment der Plastikknöpfe ein.
