
Länder blocken Bürgschaft für Schlecker ab
Es geht Schlag auf Schlag: Die meisten Bundesländer wollen nicht für Schlecker bürgen. Es gibt nur noch schwache Hoffnung für das Zustandekommen einer Transfergesellschaft.
David WöllensteinRedakteurZunächst könnte der Südwesten wie geplant dafür in Vorleistung treten und dann Rückbürgschaften von Bayern über 20,5 und Nordrhein-Westfalen über 24,1 Millionen Euro erhalten.
Doch nun erhielt diesen Plan einen Dämpfer: Bayern wird sich wohl nicht an einer Bürgschaft von lediglich drei Ländern für eine Schlecker-Transfergesellschaft beteiligen.
"Für die bayerische Staatsregierung ist eine Drei-Länder-Lösung wie von Baden-Württemberg vorgeschlagen nicht darstellbar. Das würde zu einer Verdoppelung des bayerischen Anteils führen", sagte ein Sprecher von Finanzminister Markus Söder (CSU) am Mittwoch auf Anfrage.
Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) hatte sich bereits pessimistisch zu einer Staatsbürgschaft für Schlecker geäußert. "Die Lage ist ernst. Einige Länder verweigern sich", sagte er.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
Alle Beiträge