
Lebensmittelangebot im Web hat noch Schwächen
Lebensmittelhandel online - das ist weiterhin eine Nische. Und das wird sie auch bleiben, wenn das Sortiment nicht ausgebaut wird. So lautet eine Studie des EHI.
David WöllensteinRedakteurSüßwaren und Getränke
Auch das Sortiment Süßwaren und Snacks (Salzgebäck oder Nüsse) liegt mit 59 Prozent weit vorne. Getränke (alkoholfrei mit 48 und alkoholisch mit 47 Prozent) spielen ebenso eine größere Rolle im Online-Sortiment.
Erst danach folgen die frischen Produkte: Käse- /Käseersatz (35 Prozent), Fleisch/Wurst (33 Prozent), frische Backwaren (24 Prozent), Milch-/Milchersatz (23 Prozent) und Obst/Gemüse (21 Prozent). Schlusslichter bilden frischer Fisch (14 Prozent) und Tiefkühlprodukte (10 Prozent).
DHL ist beliebtester Logistikpartner
Eine große Chance im Onlinegeschäft sieht der EHI-Experte Sascha Berens für die Nischenhändler. So sind unter den untersuchten Shops auffallend viele Metzger und Käsehändler (zwischen 6 und 7 Prozent), deren Anteil am stationären Markt abnimmt.
Die meisten Onlineshops beauftragen einen Logistikpartner, um die Ware zum Kunden zu bringen. Das ist häufig sinnvoll, vor allem wenn Trockenprodukte oder reine Tiefkühlwaren ausgeliefert werden. "Sobald jedoch mehrere Kühlzonen abgedeckt werden müssen, lohnt es sich, einen eigenen Lieferdienst in Erwägung zu ziehen", meint Sascha Berens. Diesen haben bei den untersuchten 250 Onlineshops bisher nur 13 Prozent.
Logistikpartner der Wahl ist ganz klar DHL: 77 Prozent haben die Lieferung mit DHL im Angebot. Weit abgeschlagen folgen die Auslieferung mit UPS (13 Prozent) und DPD (10 Prozent). Nur wenige bieten den Versand via Hermes (4 Prozent), Kurier (3 Prozent) oder GLS (2 Prozent) an.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
Alle Beiträge