
"Let's go malling"
Einkaufen in Shoppingcentern ist der neue Trendsport der Philippiner. Sie sind derart begeistert davon, dass sie dafür sogar ein eigenes Wort erfunden haben.
Thomas RehmRedakteurSM, das ist das Shopping-Imperium "SM Prime" mit inzwischen 34 Malls im ganzen Land. "Wir wollen vier bis fünf neue Center im Jahr eröffnen", sagt Tan. Und SM kontrolliert bereits 70 Prozent des Einzelhandels.
Mall of Asia
200.000 Menschen kommen jeden Tag in die "Mall of Asia", am Wochenende sind es sogar zwischen einer halben und einer Million Besucher. Damit in dem katholisch geprägten Land auch der obligatorische Kirchgang das Mall-Vergnügen nicht trübt, hat SM auf dem Gelände gleich die Kirche "Shrine of Jesus" gebaut.
Dafür muss der Käufer hier tief in die Tasche greifen. Eine Jeans für 100 Euro, Schuhe für 80 Euro sind in einigen der mehr als 500 Shops keine Seltenheit.
Malling für alle
"30 Prozent unserer Gäste kommen aus den höheren Einkommensklassen", sagt Tan. Doch sei das "malling" nicht nur den Reichen vorbehalten: Für Kunden aus den unteren Einkommensklassen habe das Center auch etwas zu bieten: "Billigrestaurants zum Beispiel", sagt er. Dazu gibt es umsonst Konzerte mit Popstars, Versteigerungen, Showkämpfe in Kickboxen, auch mal einen Trödelmarkt.
Für die Kinder gibt es sogar ein Wissenschaftsmuseum mit Planetarium und einer äußerst populären Ecke für "Ekel-ogie", wo alles von Schweißgeruch bis Rülpsen anschaulich erklärt wird.
Tan tut viel für die Kinder - die Konsumenten von morgen. Und natürlich auch für die Wohlbetuchten: Neben der "Mall of Asia" entstehen gerade Hochhäuser mit Luxuswohnungen. Mit Brücken werden sie direkt mit der Mall verbunden.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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