
Logistik: Es muss nicht gleich der Roboter sein
Es ist nicht allein die schiere Masse der Online-Bestellungen, die die Logistikbranche vor immer größere Herausforderungen stellt. Nicht nur beim Transport. Kleinere Stückzahlen bei immer kürzeren Lieferzeiten und der Zwang zu maximaler Verfügbarkeit erhöhen den Druck auf die Branche, effizientere Logistiksysteme mit einer fehlerfreien Kommissionierung schon im Lager bereitzustellen.
Doch auch hierzulande arbeiten die Logistiker an Detailllösungen für mehr Effizienz.
Das fängt schon bei Systemen an, die nicht so aufregend wie Roboter sind, gleichwohl aber enorm praktisch. So stellt SSI Schäfer auf der Intralogistik-Messe CeMAT mit der 3D-Matrix Solution ein System zur Lagerung und Kommissionierung von Behältern, Kartons und Tablaren vor, das den Lagerkubus als ein nach allen Seiten hin offenes System begreift und damit eine optimaler Raumdichte bieten soll und auch hinsichtlich Sequenzierung und Skalierbarkeit extrem flexibel ist.
Es muss ja ohnhin nicht immer gleich eine technische Lösung sein, die nach Roboter klingt. Auch bei herkömmlichen Shuttle-Modellen, wahrlich keine Neuheit in der Intralogistik, lassen sich mit dynamischen und energiesparenden Lösungen Kosten senken und die Effizienz steigern.
Der Großteil solcher Shuttles wird bekanntlich zur Versorgung von sogenannten Ware-zur-Person Arbeitsplätzen eingesetzt. Das spart Wegezeiten.
Mit der 3D-Matrix Solution von SSI Schäfer wird dieses Prinzip verfeinert und auf die Konzeption von Großanlagen übertragen. Beeline, Anbieter von Modeschmuck- und Accessoires, hat so den Durchsatz seines Logistikzentrums „um ein Vielfaches gesteigert“, so beeline-Gründer und Geschäftsführer Ulrich Beckmann. Die Anlage schafft nun Durchsätze von bis zu 10 Millionen Artikel pro Monat.
Und auch Roboter sind im Grunde in der Intralogistik ja nicht neu. Einen Roboter, wenn es denn unbedingt etwas mit Roboter sein muss, bieten Dienstleister wie SSI Schäfer ja auch. Schon seit 2010. Für die vollautomatische Kommissionierung. Allerdings sieht der nicht so schick aus wie der Kollege von Kiva.
Foto oben: Dial B for Blog
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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