Amazon verkommt zum Handzettel

Amazon verkommt zum Handzettel

Amazon macht inzwischen vermutlich mehr als die Hälfte aller E-Commerce-Umsätze aus. Der Online-Riese ist die wichtigste Produktsuchmaschine der Kunden. Und eine gewaltige Werbeplattplattform. Diese Macht spielt Amazon aus. Auch zum eigenen Vorteil. Nicht immer zum Vorteil der Kunden.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Amazon ist kaputt. Werbebanner, gesponserte Produkte, Eigenmarken. Wer die Produktsuche bei Amazon nutzt, der fühlt sich beim Blick auf die Ergebnisseite immer öfter, als hätte er einen Handzettel aus dem Zeitalter der Schweinebauchanzeigen bestellt.
Statt klassischer Sucherergebnisse gibt es nämlich zunächst Werbeflächen, bezahlte Empfehlungen und prominent platzierte Hinweise auf passende Eigenmarken.

Das kann man machen. Aber entspricht das auch dem Mythos vom kundenfreundlichsten Unternehmen der Welt?

Hersteller und Händler sollte vor allem die immer aggressivere Darbietung der Eigenmarken erschrecken. Als Schlüsselkomponente für eine bessere Kundenbindung, für mehr Marge, für niedrige Preise und damit eine höhere Attraktivität beim Verbraucher, stärken sie vor allem die Plattform und könnten sich, siehe Batteriesegment, zum First Choice der Kunden entwickeln.

Angriff auf Handel und Hersteller mit Ansage


Es ist ein Angriff mit Ansage. Denn Amazon hat sich bereits eine gewaltige Basis an Eigenmarken geschaffen. Darunter Alltagsprodukte, aber auch zunehmend Artikel und Label im Lifestyle-Segment.

Wenn man nun sieht, wie Amazon Marken und Produkte präsentiert, die es fördern möchte, kann man sich ausmalen, welche Macht es mit Alexa als Gatekeeper im Voice Commerce ausüben kann.

Unsere Bildergalerie zeigt Beispiele, wie sehr Amazon zum Handzettel verkommt:

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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