
Google Shopping: Kein Grund zur Panik
Als Google die Umstellung von Google Product Search zu einem kostenpflichtigen Modell mit sogenannten Produkt Listing Ads (PLAs) ankündigte, da machten die Online-Händler erst einmal eine kummervolle Miene. Doch nach dem ersten Reflex, schließlich geht es um Geld und Sichtbarkeit, hat sich die Angst vor der Umstellung gelegt. Mehr als jeder zweite Shopbetreiber steht der Umstellung positiv bis neutral gegenüber (56 Prozent).
Allerdings: Alle anderen Branchenexperten sehen die Entwicklung durchaus noch eher negativ. Aber nur vier Prozent fürchten um ihre Existenz. intelliAd (www.intelliAd.de) hatte im Juni per Online-Umfrage ein Meinungsbild von 116 Branchenexperten eingeholt, wie sie den Vorstoß von Google bewerten, die Produktsuche kostenpflichtig zu machen.
Vorteile für kleine Shops
Als positiv wird vor allem bewertet, dass über die bezahlten Suchtreffer in Google Shopping zukünftig mehr Kontrolle und Einfluss auf das Ranking (66 Prozent) genommen und das Trafficvolumen gezielter gesteuert (57 Prozent) werden kann. Nach Meinung von jedem zweiten Befragten können sich nun auch kleine Shops mit der Buchung von PLAs gegen die großen Player im Ranking behaupten.
Obwohl PLAs jetzt schon buchbar sind, gaben 44 Prozent der befragten Agenturen und Shopbetreiber an, dieses Werbeformat noch nicht zu schalten. Neun Prozent kennen PLAs noch gar nicht. Sie verlassen sich bislang auf den kostenlosen Traffic aus Google Shopping.
„Mit der Einführung von bezahlten Anzeigen in der Google Shopping Suche wird es jetzt immens wichtig, den bislang kostenlosen Traffic aus Google genau zu bewerten und dann zu entscheiden, ob sich eine Investition in Produkt Listing Ads lohnt“, rät Mischa Rürup, COO der intelliAd Media GmbH. Er empfiehlt, die Zeit bis zur offiziellen Einführung in Deutschland in 2013 zu nutzen und als First-Mover Erfahrungen mit PLAs zu sammeln.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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