
Mobile Commerce lässt Internet-Kunden noch kalt
Man kann es ein klares Voting nennen: Mittlerweile ziehen über 40 Prozent der Deutschen das Shoppen im Web dem stationären Bummel vor. Die Zahl ist umso gewichtiger, als 57 Prozent keine eindeutigen Präferenzen bei der Wahl des Einkaufskanals haben. Hinzu kommt: Lediglich 4 Prozent bevorzugen den Einkauf im lokalen Handel. Das mobile Shoppen via Smartphone oder Tablet ist aber weiter ein Stiefkind.
Hinzu kommt: Lediglich 4 Prozent bevorzugen den Einkauf im lokalen Handel. Das mobile Shoppen via Smartphone oder Tablet ist aber weiter ein Stiefkind.
Die Umfrage des Preisvergleichsportals guenstiger.de unter 940 Personen darf man angesichts von 77 Prozent männlicher Teilnehmer aber nicht als repräsentativ ansehen. Dennoch zeigt die Umfrage eine klare Tendenz zum hybriden Kunden mit Online-Präferenz: Laut Umfrage kauft die Mehrheit (52 Prozent) die Hälfte ihrer Gebrauchswaren ausschließlich im Netz ein. Ein Drittel (33 Prozent) nutzt Onlineshopping, um bis zu 75 Prozent der gewünschten Produkte zu bestellen. Lediglich 4 Prozent geben an, sämtliche ihrer Einkäufe online zu tätigen.
Trotz Web-Affinität ist Mobile Commerce dabei nur ein Randphänomen und könnte es auf Sicht auch bleiben. Fast 70 Prozent der Studienteilnehmer haben noch nie mit dem Smartphone eingekauft. Rund die Hälfte (47 Prozent) gab außerdem an, es zukünftig auch nicht versuchen zu wollen.
Auch eine Studie von Comscore hat den Deutschen soeben attestiert, dass sie im EU-Vergleich eher zurückhaltend in Sachen Smartphone sind. Die Marktdurchdringung der Smartphones ist in Deutschland mit 51 % unter dem EU5-Durchschnitt (Frankreich, Deutschland, Spanien, Großbritannien, Italien) von 57 % und liegt deutlich hinter Großbritannien mit 64 %. Dort kommt mittlerweile rund ein Drittel aller Pageviews über mobile Endgeräte. Hierzulande sind es gerade mal knapp 10 %.
photo credit: Johan Larsson via photopin cc
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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