Mobile Commerce: Lahme Webshops verprellen Kunden

Mobile Commerce: Lahme Webshops verprellen Kunden

Im Mobile Commerce verschenken die Online-Händler Umsätze, verscheuchen Kunden und lassen jede Menge Potenzial brach liegen. Dieses Fazit kann man aus einer Studie über mobile Webshops ziehen, die "Der Handel" gemeinsam mit dem Softwareherstellers Compuware erstellte. Lange Antwortzeiten, schlechte Verfügbarkeit des Webshops und Mängel in der Konsistenz sorgen dabei dafür, dass Kunden verprellt werden.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Lange Antwortzeiten, schlechte Verfügbarkeit des Webshops und Mängel in der Konsistenz sorgen dabei dafür, dass Kunden verprellt werden.

Kunden sind ungeduldig. Sieben von zehn Nutzern, die in Deutschland mobil ins Web gehen, erwarten, dass sich die mobile Webseite in fünf Sekunden aufbaut, so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Softwareherstellers Compuware. Doch diesen Wert erreicht keiner der getesteten Shops. Am besten schneidet da noch Bauer ab mit 5,8 Sekunden. Amazon benötig beinahe die doppelte Zeit. Schlusslicht Neckermann.de (Willkommen in der Welt der Akustikkoppler) gar 13 Sekunden.

Auch bei der Verfügbarkeit ("Availability") der mobilen Website, also wie erfolgreich komplette Seitenaufrufe sind, gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede. Am besten schneidet hier Amazon ab.

Bei der Konsistenz ("Consistency") wurde die Standardabweichung der Antwortzeit von erfolgreichen Seitenaufrufen gemessen. "Wenn sich der Shop an einem Tag schnell, an einem anderen Tag aber langsam aufbaut, merken die Mobile Surfer das und denken sich, 'was ist der Webshop XY heute wieder so langsam'", so Studienleiter Frank Hereygers, Senior Solution Engineer bei Compuware. "Auch damit kann der Händler Kunden verprellen, im besten Fall für diese eine Gelegenheit, schlimmstenfalls aber für länger." Baur liegt hier einmal mehr an Platz 1. Überraschend: Das schlechte Abschneiden von Amazon.

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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