
Mehr als die Hälfte des Umsatzes im Internet erzielt
Gegen den Branchentrend konnte der Versandhandel im vergangenen Jahr Umsätze gewinnen. Das boomende Geschäft im Internet bescherrt den Versendern neue Rekorde.
Bedeutung der klassischen Bestellwege sinkt
Der Umsatzanteil der klassischen Bestellwege Telefon, Brief oder Fax sank hingegen von 46,5 Prozent im Jahr 2008 auf 40,9 Prozent im Jahr 2009. Der Anteil des Versandhandels am Einzelhandel insgesamt stieg auf ein neues Rekordhoch von 7,4 Prozent.
"Die Branche hat alle Schwierigkeiten gemeistert", sagte Lipke. "Die Quelle-Insolvenz erwies sich nicht als Fanal. Mehr noch: Der Distanzhandel verzeichnete in 2009 das dritte Jahr in Folge Wachstum."
Das Internet sei zudem nicht nur der umsatzträchtigste Bestellweg für die Versender, sondern auch der meist genutzte. Insgesamt orderten im vergangenen Jahr laut Lipke 61 Prozent aller Versandkunden ihre Waren über das Internet - zehn Prozent mehr als im Vorjahr.
Optimistisch für neue Rekordmarken im Jahr 2010
Auch für das laufende Jahr ist der Verband optimistisch: "Wir rechnen erneut mit zweistelligem Umsatzwachstum im Internet und einem Branchenwachstum von rund zwei Prozent - auf dann 29,7 Milliarden Euro, von denen mindestens 17,1 Milliarden Euro online erzielt werden", prognostizierte Lipke.
Die Umsatzdaten des Verbandes basieren auf der repräsentativen Verbraucherstudie "Distanzhandel in Deutschland 2009" des Forschungsinstitut TNS Infratest, die im Auftrag des bvh erstellt wird.