
Merkel lehnt Überregulierung im Handel ab
In ihrer Rede beim Deutschen Handelskongress hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel dafür ausgesprochen, den Einzelhandel nicht mit zu vielen Vorschriften zu belasten.
Björn BöerChefredakteurMerkel wandte sich gegen neue Berichtspflichten für Arbeitgeber, wie sie derzeit in der EU-Kommission diskutiert werden. Deutschland lehne dies ab. Die EU sollte sich darauf konzentrieren, die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken, sagte die Kanzlerin.
Bundeskanzlerin lobt den "ehrbaren Kaufmann"
Angesichts von Finanzmärkten "außer Rand und Band" sollte sich der Einzelhandel treu bleiben: "Was sich bei Ihnen nicht ändern darf, ist das Bild des ehrbaren Kaufmanns", sagte Merkel vor den Branchenvertretern.
Der Präsident des Handelsverbands Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser, bekannte sich zum EU-Binnenmarkt und zum Euro, der "zu deutlich messbaren Erfolgen geführt" habe.
Das Konsumklima in Deutschland sei bislang stabil. Wenn aber das Vertrauen der Verbraucher schwinde, hätte darunter besonders der Einzelhandel zu leiden, sagte Sanktjohanser.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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