
Metro-Chef Koch erwartet hohe Investitionen für Kaufhof
Metro-Chef Olaf Koch sieht nach der Abgabe von Kaufhof an Hudson's Bay nur Vorteile für das Warenhausunternehmen. Wieviel Geld die Kanadier investieren wollen, ist bisher nicht bekannt.
Björn BöerChefredakteur40 Kaufhof-Immobilien in ein Gemeinschaftsprojekt
Ein Hudson's Bay-Sprecher wollte auf Anfrage keine konkreten Angaben zur Höhe der geplanten Investitionen in die Kaufhof-Häuser machen. Das kanadische Unternehmen hatte nach Bekanntwerden der Entscheidung angekündigt, 40 der 59 zu Kaufhof gehörenden Warenhaus-Immobilien in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem US-Immobilienkonzern Simon Property einbringen zu wollen.
Den Wert des Immobilienpakets hatte HBC mit rund 2,4 Milliarden Euro beziffert. Auch nach dem Verkauf werde das kanadische Unternehmen die Mehrheit an dem Gemeinschaftsunternehmen behalten, hieß es. HBC habe damit nicht vor, die Kontrolle über die Immobilien abzugeben, sagte ein Unternehmenssprecher. In Unternehmenskreisen hieß es, dass HBC so günstigere Kredite erhalten könnte, um etwa in die Filialen zu investieren. Die "Börsenzeitung" und die "WAZ" hatten über das Geschäft berichtet.
Mit ihrem Angebot für Kaufhof hatten die Kanadier den Karstadt-Eigentümer Signa ausgestochen, der ebenfalls für Kaufhof geboten hatte. Hudson's Bay hatte angekündigt, keine Standorte zu schließen und keine Mitarbeiter entlassen zu wollen. Die Zusagen sollen zunächst für drei Jahre gelten.
Hudson's Bay, gegründet 1670, ist nach eigenen Angaben Nordamerikas ältestes Unternehmen. Der Konzern betreibt in den USA und in Kanada mehr als 300 Warenhäuser und Fachgeschäfte. Zum Firmenimperium gehört auch die bekannte US-Warenhauskette Saks Fifth Avenue. Die Übernahme von Kaufhof wäre ein erster Schritt auf den europäischen Markt.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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