
Metro korrigiert Ergebnisprognose nach oben
Der Handelsriese Metro geht mit Schwung in das Weihnachtsgeschäft. Der Düsseldorfer Konzern erzielte im dritten Quartal 2010 dank Einsparungen und besser laufender Geschäfte einen Gewinnsprung.
Thomas RehmRedakteurKeine Angaben zum Jahresumsatz
Zum erwarteten Jahresumsatz machte Metro keine Angaben. Früheren Angaben zufolge rechnet der Konzern mit einem Umsatzplus, das aber nicht so stark ausfallen sollte wie es die mittelfristige Prognose von sechs Prozent vorsieht.
Der Gewinnsprung geht zum Großteil auf die Metro-Großhandelsmärkte für Gewerbetreibende zurück. Dank Kostensenkungen, neuer Strukturen und stärker klingender Kassen stieg ihr operativer Gewinn (EBIT) um knapp 46 Prozent auf 247 Millionen Euro. Die Metro-Großhandelstochter richtete unter anderem einen Lieferservice ein.
Media-Saturn mit Gewinnsprung, real mit schwarzen Zahlen
Die Elektronikketten Media Markt und Saturn steigerten ihren operativen Gewinn um gut 9 Prozent auf 124 Millionen Euro. Die Lebensmitteltochter Real schrieb mit einer Million Euro operativ schwarze Zahlen nach einem operativen Verlust von 30 Millionen Euro im dritten Quartal des Vorjahres.
Die zum Verkauf stehende Warenhauskette Kaufhof legte ebenfalls deutlich zu. Die Kölner Metro-Tochter steigerte ihren operativen Gewinn um fünf Millionen auf sieben Millionen Euro. Kaufhof sei es im vierten Jahr in Folge gelungen bereits im jeweiligen dritten Quartal profitabel zu sein. Für Warenhäuser ist erfahrungsgemäß das Weihnachtsgeschäft besonders wichtig.
Branchenkreise gehen davon aus, dass Metro den Kaufhof nicht mehr in diesem Jahr verkaufen wird. Der Düsseldorfer Konzern wolle die Entwicklung bei Karstadt abwarten. Da Kaufhof Immobilien besitzt, will Metro bei einem Kaufhof-Verkauf einen Milliardenerlös erzielen.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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