Metro korrigiert Ergebnisprognose nach oben

Metro korrigiert Ergebnisprognose nach oben

Der Handelsriese Metro geht mit Schwung in das Weihnachtsgeschäft. Der Düsseldorfer Konzern erzielte im dritten Quartal 2010 dank Einsparungen und besser laufender Geschäfte einen Gewinnsprung.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Der Vorstand hob die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2010 an. Bereinigt um Kosten für den Konzernumbau und anderen Sonderfaktoren werde das operative Ergebnis im Gesamtjahr 2,3 Milliarden Euro betragen. Zuvor war der Vorstand davon ausgegangen, dass das Ergebnis das Vorkrisenniveau von 2,2 Milliarden Euro erreichen wird. 2009 war es auf gut zwei Milliarden Euro gesunken.

Keine Angaben zum Jahresumsatz

Zum erwarteten Jahresumsatz machte Metro keine Angaben. Früheren Angaben zufolge rechnet der Konzern mit einem Umsatzplus, das aber nicht so stark ausfallen sollte wie es die mittelfristige Prognose von sechs Prozent vorsieht.

Der Gewinnsprung geht zum Großteil auf die Metro-Großhandelsmärkte für Gewerbetreibende zurück. Dank Kostensenkungen, neuer Strukturen und stärker klingender Kassen stieg ihr operativer Gewinn (EBIT) um knapp 46 Prozent auf 247 Millionen Euro. Die Metro-Großhandelstochter richtete unter anderem einen Lieferservice ein.

Media-Saturn mit Gewinnsprung, real mit schwarzen Zahlen

Die Elektronikketten Media Markt und Saturn steigerten ihren operativen Gewinn um gut 9 Prozent auf 124 Millionen Euro. Die Lebensmitteltochter Real schrieb mit einer Million Euro operativ schwarze Zahlen nach einem operativen Verlust von 30 Millionen Euro im dritten Quartal des Vorjahres.

Die zum Verkauf stehende Warenhauskette Kaufhof legte ebenfalls deutlich zu. Die Kölner Metro-Tochter steigerte ihren operativen Gewinn um fünf Millionen auf sieben Millionen Euro. Kaufhof sei es im vierten Jahr in Folge gelungen bereits im jeweiligen dritten Quartal profitabel zu sein. Für Warenhäuser ist erfahrungsgemäß das Weihnachtsgeschäft besonders wichtig.

Branchenkreise gehen davon aus, dass Metro den Kaufhof nicht mehr in diesem Jahr verkaufen wird. Der Düsseldorfer Konzern wolle die Entwicklung bei Karstadt abwarten. Da Kaufhof Immobilien besitzt, will Metro bei einem Kaufhof-Verkauf einen Milliardenerlös erzielen.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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