
Metro korrigiert Umsatz- und Ertragsprognose
Der größte deutsche Einzelhändler korrigiert seine Prognosen für das Jahr 2011 nach unten. Die Metro sieht aufgrund des schlechten Weihnachtsgeschäfts und der Schuldenkrise keine Chance, das Vorjahresergebnis zu halten.
Björn BöerChefredakteurSchwacher Verlauf des Weihnachtsgeschäfts enttäuscht
Sollte sich der bisher schwache Verlauf des wichtigen Weihnachtsgeschäfts fortsetzen, gehe man von einem Umsatz leicht unterhalb des Vorjahresniveaus von 67,3 Milliarden Euro aus. Beim operativen Ergebnis (EBIT) vor Sonderfaktoren erwartet das Unternehmen ein Ergebnis leicht unterhalb des Vorjahresniveaus von 2,4 Milliarden Euro.
"Ursprünglich sind wir davon ausgegangen, dass aufgrund der schwachen Vorjahresbasis das diesjährige Weihnachtsgeschäft wächst. Der Start ins Weihnachtsgeschäft blieb bisher aber deutlich hinter den Vorjahreswerten zurück", sagte Dr. Eckhard Cordes, Vorstandsvorsitzender der METRO AG.
In vielen Ländern Europas seien die Kunden infolge der sich verschärfenden Staatsschuldenkrise, hoher Arbeitslosigkeit und Sparprogramme stark verunsichert. Über die Vertriebslinien und Landesgrenzen hinweg spüre der Konzern eine Kaufzurückhaltung.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
Alle Beiträge