Metro schreibt rote Zahlen und spart bei Investitionen

Metro schreibt rote Zahlen und spart bei Investitionen

Das drittgrößte Handelsunternehmen der Welt, die Metro Group, ist im ersten Quartal 2012 in die roten Zahlen gerutscht. Preissenkungen bei Media-Saturn werden als Ursache genannt. Nun will der Konzern sparen, sparen und sparen.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Umfangreiche Preissenkungen - vor allem bei Media-Saturn - hätten das Ergebnis belastet. "Wir haben in den vergangenen Monaten massiv in bessere Preise und zusätzliche Kundenservices investiert. Unsere Maßnahmen zur Steigerung des Umsatzes auf vergleichbarer Fläche beginnen in vielen Bereichen bereits die gewünschte Wirkung zu zeigen", erklärte der Vorstandschef Olaf Koch in einer Mitteilung. Analysten hatten Verluste im ersten Quartal erwartet.

Mit Preisenkungen und Einsparungen zu Umsatzwachstum

Nach Kochs Darstellung greift die neue Strategie, die Metro mit Preissenkungen und Einsparungen auf einen profitablen Wachstumskurs zu bringen. "Unsere Maßnahmen zur Steigerung des Umsatzes auf vergleichbarer Fläche beginnen in vielen Bereichen bereits die gewünschte Wirkung zu zeigen", erläuterte er. Der Vorstandschef erwartet, dass auf Basis des Umsatzwachstums das Ergebnis im Gesamtjahr 2012 "in etwa auf der Höhe des Vorjahres liegen wird."

Media Markt und Saturn, die die zweitwichtigste Ertragsquelle des Konzerns nach dem Großhandel darstellen, schrieben im ersten Quartal 2012 rote Zahlen. Das operative Ergebnis (EBIT) der Elektronikketten verschlechtete sich drastisch um 85 Millionen Euro auf minus 20 Millionen Euro. Das ist der zweite Quartalsverlust der einst so erfolgsverwöhnten Elektronikketten, nachdem Preissenkungen bereits im zweiten Quartal des vergangenen Jahres zu roten Zahlen führten.

Sparkurs für IT, Logistik und Immobilien verordnet

Der Handelsriese nun setzt seinen Sparkurs fort: "Wir müssen daran arbeiten, auch bei den zentralen Verwaltungsaufgaben der Metro AG, den Bereichen IT, Logistik und Real Estate sowie weiteren Funktionen effiziente und kostenorientierte Organisationen zu schaffen", unterstrich Koch. Wieviele Arbeitsplätze im Düsseldorfer Konzern wegfallen könnten, nannte er erneut nicht. Im vergangenen Jahr hatten allein Media-Saturn 3.000 Stellen europaweit gestrichen.

Die Expansion des Großhandels nach Indonesien wird nicht weiter verfolgt. Hintergrund sei die Entscheidung, sich zunächst in den bestehenden Märkten auf eine Umsatzsteigerungen zu konzentrieren sowie die Expansion in ausgewählten Ländern zu beschleunigen.

Außerdem gab Metro bekannt, dass das Investitionsbudget für 2012 um 200 Millionen Euro auf 1,8 Milliarden Euro gekürzt wird.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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