Mit Instagram Kunden zu Botschaftern im Webshop machen

Mit Instagram Kunden zu Botschaftern im Webshop machen

Sind Kundenbewertungen nicht längst ein alter Hut, haben deutlich an Reputation und Glaubwürdigkeit verloren? Wirken Fotos der (glücklichen) Nutzer mit ihren Produkten nicht weitaus authentischer? Solcherlei Bildwerke kann man bei Amazon schon lange sehen. Wenn auch selten die von Amazon erhofften Fotos, auf denen ein Kunde mit einem Schlauchboot über den Atlantik rudert.Nutzerbildern haftet nicht nur dort oft etwas steriles an Wie viel schöner wäre es, lebensnahe Fotos der Nutzer mit ihrem n...

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Bislang haben Onlinehändler Instagram immer eher als Einbahnstraße gedacht. Promo für den Shop und Produktfotos, die dann über Instagram verteilt und hoffentlich multipliziert werden. Warum nicht aber auch Fotos der Instagram-Nutzer im Webshop einbinden? Gerade im Mode und Lifestyle-Segment gibt es da reichlich Anknüpfungspunkte zu der - in Deutschland zugegeben eher überschaubaren - Zahl der Instagram-Fans.

So nutzt Boticca, ein Webshop der ehemaligen eBay-Managerin Avid Larizadeh, das Tool Olapic. Damit kann Boticca die Bilder vom Netzwerk Instagram in die eigene Website integrieren, sofern sie mit dem Hashtag #boticca gekennzeichnet wurden. Auf diesen Bildern zeigt Boticca eine Auswahl von Kunden, die sich selbst mit Boticca-Produkten abbilden und somit zu Markenbotschaftern werden. Der Bilder-Feed lässt sich sogar auf einzelnen Produktseiten einbinden. Fotos werden so zu einem visuellen Statement der Kunden. Aussagekräftiger als jedes Empfehlungssternchen.

Man kann die Teilnahme durch Wettbewerbe anstacheln. Glaubwürdiger aber ist es, wenn die Nutzer aus Lust an der Marke zur App greifen. Sinnvoll ist es zudem, die Bilder zu kuratieren.

Olapic ist nur eine Option, Nutzern der Shop-Software Shopify beispielsweise bietet sich eine App namens "Instagration", mit der sich Instagram in den Shop integrieren und moderieren lässt. Auch für Magento gibt es passende Erweiterungen, die teilweise auch eine Moderation der Bilder erlauben.

Vorsicht aber: Vor der automatisierten werblichen Verwendung eines Bildes sollten Händler hierzulande einen Juristen um Rat fragen. Ein Hashtag allein ist schließlich noch keine Einverständniserklärung.
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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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