
Mittelstädte bieten gute Wachstumschancen
Trotz der Krise kann es dem Einzelhandel gelingen, stabile Umsätze insbesondere in den Mittelstädten zu erzielen, sagt die GfK. Jedoch nicht überall in der Republik.
Thomas RehmRedakteurHohe Umsätze in den Mittelzentren
Auch angesichts der geringen Inflationsrate könnten die Einzelhändler dieses Jahr noch passable Ergebnisse erzielen.
Besondere Wachstumschancen erkennt Petersen für viele Mittelzentren mit 50 bis 100.000 Einwohnern, die eine immer wichtigere Rolle im Konsumverhalten der Bevölkerung einnehmen würden: "Dank ihrer relativen Nähe bieten Mittelzentren bei guter verkehrstechnischer Erreichbarkeit eine attraktive Mischung aus Anbietern von Nahversorgung und einem Hauch von überregionalem Flair, was sich in weit überdurchschnittlichen Einzelhandelsumsätzen niederschlägt."
Im Gegensatz zu anderen Städtegrößenklassen funktioniere dieses Anziehungsprinzip bei Mittelzentren in Ost und West vergleichbar gut.
Kaufkraft im Osten geringer
Jedoch zeige sich, dass die westdeutschen Städte bessere relative Umsätze erzielen als die ostdeutschen. "Trotz der wirtschaftlichen Angleichung in den letzten Jahren spiegeln sich hierin vor allem die noch bestehenden Kaufkraftunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland wider", so Petersen.
Zudem sei auch die urbane Struktur im Osten zu berücksichtigen, die wesentlich weniger dicht ist als im Westen Deutschlands sei: "Es gibt dort schlicht weniger Großstädte und Mittelzentren." Den 17 Metropolen mit mehr als 300.000 Einwohnern im Westen stünden beispielsweise nur drei im Osten gegenüber.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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