Mittelstand mit schlechten Prognosen

Mittelstand mit schlechten Prognosen

Die schlechte Stimmung im Land teilt nun auch der Mittelstand offiziell. Die Unternehmen wollen weniger Mitarbeiter einstellen - und kritisieren die Steuerpolitik der Bundesregierung.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Das Barometer zeige seit Jahresmitte 2008 einen deutlichen Abschwung an. Verhalten optimistisch stimme lediglich, dass über 60 Prozent der Teilnehmer die Zahl ihrer Arbeitsplätze stabil halten wollten. Nur knapp sieben Prozent denken über eine Verringerung ihrer Beschäftigtenzahl nach. Zudem habe sich das Gründungsklima deutlich verschlechtert.

Kleine Firmen sollen Gewinne behalten dürfen

Besondere Sorgen machten sich die befragten Unternehmer beim Konjunkturklima. Dieses wird den Angaben zufolge mit 45,62 Punkten um 13 Punkte schlechter beurteilt als im Vorjahr. Dies zeige sich vor allem in den Branchen Einzelhandel und Handwerk. Sie bewerteten ihre Lage als "sehr schlecht". Negativ entwickle sich auch die Finanzierung im Mittelstand. Nach Entspannung im letzten Jahr litten insbesondere Kleinstunternehmen an einer "rigiden Finanzierungspolitik" der Banken.

Der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, fordert,  dass kleinere und mittlere Betriebe einbehaltene Gewinne nicht mehr versteuern müssten. Das soll die die Liquidität und Investitionsmöglichkeiten der Firmen verbessern. "Das ist eine Steuerstundung und kein Steuergeschenk", sagte Ohoven.

Das Mittelstandsbarometer, für das über 2.400 Unternehmer befragt wurden, ist eine Kooperation der Forschungsstelle Mittelständische Wirtschaft der Universität Marburg, der BDO Deutsche Warentreuhand AG und des BVMW.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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