
Mittelstandsexperten blasen Trübsal
Laut einer Studie wird sich die Finanzmarktkrise schon bald auf den deutschen Mittelstand auswirken. Noch herrscht aber Optimismus.
David WöllensteinRedakteurFür die kommenden zwölf Monate rechnet nur noch jeder Zehnte damit, dass Mittelständler neue Arbeitsplätze schaffen. Die Hälfte erwartet keine Veränderung und etwa 38 Prozent gehen sogar von einer Verringerung der Arbeitsplätze im Mittelstand aus.
Belastungen für den Mittelstand
Ein zentrales Hindernis für Mittelständler sind die durch die Finanzmarktkrise zu erwartenden negativen Effekte auf die Konjunktur und die Kreditvergabe von deutschen Banken.
Störende Rahmenbedingungen belasten zusätzlich das Handeln der Unternehmer. Besonders negativ werden die Regulierung des Arbeitsmarktes, Bürokratie sowie die Steuer- und Abgabenbelastungen beurteilt.
Die Mittelstandsexperten befürchten, dass von der verbleibenden Amtszeit der Großen Koalition nicht mehr viel zu erwarten ist. Durch den nahezu völligen politischen Stillstand werde der Rückgang beim Wirtschaftswachstum und die Abkühlung am Arbeitsmarkt noch forciert.
Forderungen an die Politik
„Um die erlahmende Konjunktur anzukurbeln, sollte die Steuer- und Abgabenbelastung des Mittelstands noch vor Ende der Legislaturperiode spürbar reduziert werden”, fordert Professor Michael Lingenfelder von der Forschungsstelle für Mittelständische Wirtschaft, Studienleiter des Deutschen Mittelstands-Barometers.
Die Expertenbefragung wird zweimal jährlich von der Philipps-Universität Marburg in Kooperation mit der BDO Deutsche Warentreuhand AG und dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) durchgeführt.
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Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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