
Mobile Commerce-Studie: Die griffbereite Einkaufstüte wird Alltag
Douglas MacArthur ist der meistdekorierte Soldat in der Geschichte der US-Streitkräfte. Der Mann hat der Nachwelt auch einige interessante Überlegungen hinterlassen, wie man Schlachten gewinnt. Quasi eine amerikanisierte Variante von der "Kunst des Krieges" von Sunzi. "The history of the failure of war can almost be summed up in two words: too late", lautet so ein Satz. Er könnte eine Studie von Google und der Otto Group einleiten, die belegt, wie weit sich Mobile schon in unserem Alltag eing...
Andere Studien-Zahlen von Google zeigen, dass 67 Prozent der Smartphone-Nutzer ohne Handy gar nicht mehr aus dem Haus gehen (jedenfalls nicht freiwillig). Beinahe jeder nutzt es zuhause, 72 Prozent auch im Geschäft.
Eine Untersuchung von Google zur Mobile Purchase Journey belegt zudem, dass 53 Prozent der deutschen Smartphone-Nutzer auch mit dem Handy shoppen. 95 Prozent tun das rund um Fashion und Lifestyle, 80 Prozent bei Consumer Electronics. Dabei wird das Smartphone vor allem abends vor dem TV zur Produktinformation und zum Kauf genutzt.
Wichtig zu wissen: Dabei ist der Kunde selten direkt im Kaufrausch, sucht eher Infos und Inspiration. Dem sollte die Gestaltung des mobilen Shops Rechnung tragen.
Doch gerade auf mobilen Websites hapert es da noch. Etwas mehr als jeder Zweite beklagt, dass er auf mobilen Websites nicht genügend Informationen findet. Das sagen Studienergebnisse von ExactTarget aus den USA. Dabei lassen sich gerade diese Nutzer gut aktivieren. 84 Prozent der Konsumenten, die sich in den letzten 6 Monaten für E-Mails einer Marke angemeldet haben, haben basierend auf diesen Mails bereits Käufe getätigt. Beinahe die Hälfte davon nutzte für den Einkauf ein Mobilgerät. Kein Wunder: 91 Prozent der Anwender rufen mit dem Smartphone mindestens einmal täglich ihre E-Mails ab.
Gut zu wissen für stationäre Händler: 73 Prozent der Befragten halten das Freigeben der Standortdaten für ziemlich oder sehr nützlich. Natürlich müssen die Händler dann auch etwas bieten. Aber um das zu wissen, muss man ja kein Sterne-General sein.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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