Bütema, Ferrero + Galaxus, Gartenmöbel.de, Konsumklima, Ralph Lauren, Thrasio, Ebay, Wonder + Blue Apron, Online-Handel Niederlande, Amazon, All Saints, Soziale Medien, Nachhaltigkeitskosten

Bütema, Ferrero + Galaxus, Gartenmöbel.de, Konsumklima, Ralph Lauren, Thrasio, Ebay, Wonder + Blue Apron, Online-Handel Niederlande, Amazon, All Saints, Soziale Medien, Nachhaltigkeitskosten

Aktuelle E-Commerce-News zu Bütema, Ferrero + Galaxus, Gartenmöbel.de, Konsumklima, Ralph Lauren, Thrasio, Ebay und weiteren Themen des Tages im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Bei P&C kaufen, bei Galeria umtauschen
Für Lutz Hollmann-Raabe ist die Entwicklung absehbar: „Warum sollte ich das bei P&C gekaufte Sweatshirt nicht bei Galeria umtauschen können?“, fragt sich der CSO/COO der Bütema AG. Zwar seien von Annahme und Rücksendung bis hin zur Erstattung noch viele Hindernisse zu überwinden. Doch der Wunsch der Kundschaft nach Seamless Commerce werde auch das Retouren-Management umwälzen, meinte der Handelsexperte auf dem diesjährigen trendforum retail in Frankfurt am Main.

IAW-Messe bringt Best Deals in Retail nach Köln
Auf Europas führender Ordermesse für Aktionswaren und Importartikel finden Einkäufer aus allen Handelsbereichen preiswerte Waren für die kommende Saison. Mehr lesen

Ferrero verklagt Galaxus wegen Raffaello-Parodie
Die deutsche Tochter des führenden Schweizer E-Commerce-Händlers Plattform Galaxus, der zu 70 Prozent der Migros gehört, wird von Ferrero verklagt, berichtet Lebensmittelzeitung.net. Gegenstand des Rechtsstreits ist ein Galaxus-Spot, der im Kino, Fernsehen und Internet läuft und einen Spot für Ferreros Marke Raffaello parodiert – abwertend, wie Ferrero findet. Das Landgericht Hamburg entscheidet am 17. Oktober, ob Galaxus seine Version weiter ausstrahlen darf.

BHG trennt sich wieder von Gartenmöbel.de
Die schwedische BHG-Gruppe, die vor allem in den Bereichen Wohnmöbel und Do It Yourself aktiv ist, hat ihre Anteile an Gartenmöbel.de für den symbolischen Preis von einem Euro an den Gründer zurückgegeben. Wie Exciting Commerce berichtet, hatte BHG vor zwei Jahren noch 36 Mio. Euro für 80 Prozent der Anteile bezahlt. Laut einer Pressemitteilung der BHG ist die Aktion Teil einer Fokussierung des eigenen Markenportfolios.

Deutsche sparen beim Einkauf
Laut dem aktuellen GfK-Konsumklima hat sich die Konsumneigung im August nicht wesentlich verändert – die Ursachen wie Inflation, steigende Bauzinsen und Rezessionsängste liegen auf der Hand. Gewinner im August waren vor allem die Discounter, während die Supermärkte zu kämpfen hatten. Für den E-Commerce ergab die Studie laut Lebensmittelzeitung.net im August ein Umsatzplus von 15 Prozent bei einer Inflationsrate von 7,9 Prozent. Kumuliert für die Monate Januar bis August ergibt sich noch ein Umsatzplus von 12,4 Prozent bei einer Preissteigerung von 8,9 Prozent.


HANDEL INTERNATIONAL

Ralph Lauren expandiert nach Kanada
Das Modeunternehmen Ralph Lauren mit Hauptsitz in New York expandiert nach Kanada, berichtet Retail Dive. Bisher dort nur in 12 Outlet-Stores und bei Hudson’s Bay, Sporting Life und Harry Rosen vertreten, eröffnet es nun eine eigene Filiale in Toronto. Außerdem startet am 11. Oktober ein kanadischer Webshop, in dem alle Eigenmarken aus den Bereichen Herren-, Damen- und Kinderbekleidung, Accessoires und Schuhe angeboten werden.

Drei Faktoren, die nachhaltigem Konsum im Wege stehen
Nachhaltigkeit“ ist mittlerweile Bestandteil von sämtlichen Kommunikationsmaßnahmen in Unternehmen. Doch Konsumenten sind skeptisch.Zu oft wurde der Begriff als Buzzword genutzt. Wie stehen Konsumenten also zum Thema? Und wie können Unternehmen den Konsum von umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen fördern? Mehr lesen

Amazon-Aggregator Thrasio erwägt Insolvenz
Das US-amerikanische E-Commerce-Unternehmen Thrasio steht nach Informationen des Wall Street Journal vor Liquiditätsproblemen und erwäge die Insolvenz, falls kein Investor gefunden werde. Wie die Wirtschaftswoche berichtet, besteht das Geschäftsmodell von Thrasio darin, Unternehmen aufzukaufen, die das Fulfillment-Programm von Amazon nutzen, um deren Shops und Produkte weiterzuentwickeln. Diese Strategie erweise sich nach der Pandemie und bei einbrechenden Umsätzen im Online-Handel als zunehmend schwierig.

Ebay will Probleme mit unbezahlten Artikeln reduzieren
Wie Ebay seinen Händlern in einer Verkäuferbenachrichtigung mitteilte, will das Unternehmen die Preisschwelle anheben, bis zu der Händler „Sofort Kaufen“ anbieten können, so ChannelX. Kunden müssten bei normalen Auktionen vorab angeben, welche Zahlungsmethode sie verwenden wollen, die im Falle des Zuschlags automatisch abgebucht wird. Der Nachteil für Händler bei dieser Lösung sei allerdings, dass sie den kombinierten Versand mehrerer Artikel nicht mehr realisieren können. Ebay arbeitet nach eigenen Angaben bereits an einer Lösung dieses Problems.

Wonder kauft Blue Apron
Der amerikanische Kochboxen-Pionier Blue Apron, dessen Umsatz seit 2018 rückläufig ist, hat in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass er einer Übernahme durch die Wonder Group zugestimmt habe. Die Kaufsumme beläuft sich auf 103 Mio. Dollar und entspricht einem Aktienwert von 13 Dollar, was 137 Prozent über dem letzten Kurs liegt. Wonder, ein Lieferservice für Luxuslebensmittel, wurde von Marc Lore (ehemaliger CEO von Walmart) gegründet und hat im Dezember 2021 von Investoren eine Finanzierung von 500 Millionen Dollar erhalten.

Online-Handel der Niederlande um 2 Prozent gewachsen
Im ersten Halbjahr dieses Jahres gaben niederländische Verbraucher online 16,3 Mrd. Euro aus, was einem Anstieg von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht, berichtet E-Commerce News. Der Online-Anteil an den Gesamtausgaben bleibe damit bei 31 Prozent, obwohl diese um drei Prozent gesunken seien. Laut dem zitierten Thuiswinkel Market Monitor konnten online vor allem Dienstleistungen ein Wachstum verzeichnen. Die Niederländer investierten dafür zehn Prozent mehr, insbesondere für Pauschalreisen und Veranstaltungen.

Amazon verstößt gegen Vereinbarung mit US-Arbeitsbehörde
Die US-Arbeitsbehörde wirft Amazon vor, gegen eine Vereinbarung aus dem Jahr 2021 verstoßen zu haben, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Diese hätte das Unternehmen verpflichtet, den Beschäftigten die Bildung von Gewerkschaften zu ermöglichen. Insbesondere hätten dafür Räumlichkeiten auf dem Firmengelände zur Verfügung gestellt werden müssen, was nicht geschehen sei. Amazon ließ die Vorwürfe der Klage durch einen Sprecher zurückweisen.


Händler All Saints setzt auch stationär auf Technologie von New Store
Der britische Modehändler All Saints hat die mobile Point-of-Sale-Lösung des Software-Anbieters New Store in 200 Filialen eingeführt, berichtet FashionUnited. Die Lösung ermögliche es dem Verkaufspersonal, Kunden abseits vom Kassen-Terminal mit Hilfe einer Händler-App auf dem iPhone oder iPad zu beraten und dabei in Echtzeit auf relevante Daten zuzugreifen. Bereits im März wurde eine Kunden-App auf Basis der New-Store-Technologie eingeführt, die nach Angaben des Händlers den Online-Umsatz im Vergleich zur Vorgängerversion verdoppelt habe. Beide Softwarelösungen ließen sich nun nahtlos integrieren.
Studie zu E-Commerce in Europa: Alle wollen es günstiger
Der niederländische Zahlungsdienstleister Mollie hat seinen „European Ecommerce Report“ veröffentlicht. Demnach geben satte 99 Prozent der Befragten an, dass sich ihr Einkaufsverhalten in den letzten zwölf Monaten verändert hat, oder umgekehrt: Nur 41 der 5.000 Befragten sagen das Gegenteil. Preisbewusster scheinen die Online-Shopper insgesamt geworden zu sein: 54 Prozent geben an, jetzt immer das günstigste Produkt zu kaufen. Für 39 Prozent sind die Rücksendebedingungen ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Händlers. Und 92 Prozent finden es wichtig, dass Händler ihre bevorzugte Zahlungsmethode anbieten.


NACHHALTIGKEIT

Nachhaltigkeit darf nicht mehr kosten
Laut der DHL-E-Shopper-Umfrage sprachen sich 66 Prozent der 5.000 Befragten für nachhaltiges Einkaufen im Internet aus. Allerdings waren nur 20 Prozent bereit, dafür höhere Preise zu zahlen. Auch für umweltfreundlichere Verpackungen wollte nur jeder Fünfte mehr bezahlen. Immerhin die Hälfte der Verbraucher würde für mehr Nachhaltigkeit eine langsamere Lieferung in Kauf nehmen.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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