AB Inbev, Ebay Kleinanzeigen, Casa, Witt, Ebay, EPI, Amazon, Sichere Produkte, Klarna, EU, Start-ups, DM

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Lieferdienste bringen Glück. In Großbritannien hat eine neue Untersuchung ergeben, dass der Pulsschlag bei der Ankunft eines Lieferanten um 46 Prozent ansteigt, wenn Partner oder Partnerin dagegen ins Zimmer kommen, geht er nur um 26 Prozent nach oben. Glücklich fühlen sich die Kunden schon bei der Bestellung, die Rate erhöht sich von 60 Schlägen pro Minute auf 72. Es gibt keine Zahlen, aber bei beschädigten Paketen oder der Enttäuschung durch eine falsche Lieferung könnten die Glücksgefühle ...

WMWolfram MarxRedakteur
7 Min.· Aktualisiert am
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HANDEL NATIONAL

Der Online-Marktplatz Bees öffnet die Tore
Im vergangenen Herbst kündigte der Getränkekonzern AB Inbev den Online-Marktplatz Bees für Deutschland an, nun erfolgt der Start der Plattform für Großkunden und Fachhändler. Zu ihnen gehören kleine, mittelgroße und lokal ansässige Unternehmen, meldet die Lebensmittelzeitung. Dabei gehe es auch um den Aufbau strategischer Partnerschaften mit großen Unternehmen. Das Produktangebot umfasse Marken aus dem eigenen Haus, aber auch von externen Herstellern. Das Mutterunternehmen unter anderem von Beck‘s und Franziskaner hatte in den vergangenen rund zwei Jahren rund eine Milliarde US-Dollar in den Aufbau der Plattform investiert und sie in 20 Ländern eingeführt. Deutschland ist nach Großbritannien der zweite Markt in Europa.

Mitte Mai streicht Ebay Kleinanzeigen das "Ebay"
Wer Ebay Kleinanzeigen noch nie mit Ebay verwechselt hat, werfe die erste Rubrik – am 16. Mai 2023 hat das ein Ende: Dann wird (wie im Juli 2022 angekündigt) aus Ebay Kleinanzeigen einfach nur Kleinanzeigen. Das kündigt das Unternehmen an, das seit etwa zweieinhalb Jahren zu Adevinta gehört, einem Betreiber mehrerer Online-Anzeigenmärkte. Die neue Adresse werde entsprechend Kleinanzeigen.de lauten, die bisherige aber "noch mehrere Jahre erreichbar" bleiben. Mit dem neuen Namen kommt auch ein neuer Auftritt, das neue Logo ist ein grafisch gestaltetes K, das – so die Pressemitteilung – "sinnbildlich für Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft steht – und damit zugleich für den Kern von Kleinanzeigen". Für Kunden ändere sich nichts, weder bei Nutzerkonten noch Bezahlmethoden, Chats, Registrierungen oder Apps.

Casa startet in Deutschland
Der belgische Möbel- und Einrichtungshändler Casa geht mit einem eigenen deutschen Online-Shop an den Start. Die ersten Schritte auf dem deutschen Markt führen nur in den digitalen Handel, stationäre Geschäfte sind laut einem Bericht von Möbelmarkt.de nicht geplant. Ladengeschäfte betreibe Casa bislang in acht europäischen Ländern. Die Lieferung der Bestellungen nach Deutschland erfolge vom Zentrallager in Belgien.

Umsatz der Witt-Gruppe sinkt um 4,3 Prozent
Die Witt-Gruppe erreichte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 1,178 Milliarden Euro, ein Rückgang um 4,3 Prozent. Die Geschäftsführung des Modehändlers stuft das Ergebnis beim Blick auf die ungünstigen Rahmenbedingungen als zufriedenstellend ein, der Omnichannel-Anbieter habe sich besser entwickelt als der Markt. Der Umsatzschub durch den Online-Handel aus den vergangenen zwei Jahren habe 2022/23 gefehlt. Das Kaufverhalten habe sich normalisiert. Der digitale Handel habe bis heute einen Anteil von 38 Prozent des Gesamtumsatzes erreicht. Die Unternehmensgruppe aus dem Otto Konzern werde den Online-Vertrieb im In- und Ausland weiter ausbauen.


HANDEL INTERNATIONAL

Ebay weist auf Reparaturindex bei Lieferungen nach Frankreich hin
Nach Angaben von Ebay müssen gewerbliche Verkäufer beim Handel mit Frankreich einen Reparaturindex vorlegen. Die französischen EPR-Gesetze (Extended Producer Responsibility) gelten für insgesamt neun Gruppen elektrischer Geräte. Der Index ermögliche Kunden auf einer Skala von eins bis zehn die Einstufung des Aufwands für Wartung und Reparatur. Händler könnten den Index vom jeweiligen Hersteller erhalten.

EPI kündigt ein europäisches Zahlungssystem für 2024 an
Die Pläne für europäisches Zahlungssystem als Gegenelement zu Visa, Mastercard und Paypal gibt es schon seit einigen Jahren, Ende 2020 entstand die "European Payments Initiative" (EPI). Nun kündigt die aus 16 Banken bestehende Kooperation die ersten Elemente für das Zahlungssystem an. Ende 2023 sei für Deutschland und Frankreich eine Digital Wallet mit einer Person-zu-Person-(P2P)-Zahlungsfunktionalität geplant. Anfang 2024 soll der Service auf Belgien ausgedehnt werden, dann folge die Erweiterung auf weitere Länder in Europa. Die Implementierung werde vorbereitet, zu den dann folgenden Leistungen mit unterschiedlichen Transaktionstypen gehörten Zahlungen von Person-zu-Geschäftsperson (P2Pro), Online-Zahlungen im E- und M-Commerce sowie Zahlungen im stationären Handel.

Amazon umgeht Gewerkschaftsneugründung
In den USA haben 84 Fahrer, die über einen externen Anbieter für Amazon unterwegs sind, eine neue Gewerkschaft gegründet und sich der Transportarbeitergewerkschaft Teamsters angeschlossen. Die Organisation hat sich mit ihrem Arbeitgeber Battle-Tested Strategies (BTS) mit Sitz im Raum Los Angeles auf einen Vertrag über Bezahlung und Arbeitsbedingungen geeinigt. Dieser Vertrag muss aber auch von Amazon akzeptiert werden, berichtet Business Insider. Der Konzern habe die Zusammenarbeit mit BTS aber bereits vor Abschluss des Vertrags gekündigt. BTS habe keine guten Ergebnisse erzielt, so die Begründung von Amazon.

EU einigt sich auf Regeln für sichere Produkte
Die Mitgliedstaaten der EU haben sich auf Regeln für sichere Produkte geeinigt und den Plänen des EU Parlaments zugestimmt. In Zukunft können die Verbraucher zwischen Reparatur, Ersatzprodukt oder Rückgabe mit Erstattung des Kaufpreises auswählen. Grundsätzlich müssen immer zwei der drei Optionen verfügbar sein, meldet Fashion United. Mit der Regelung sollten besonders Kunden im Online-Handel mehr Sicherheit erhalten, so müssten die großen Online-Plattformen enger mit den Behörden kooperieren. Nationale Behörden könnten für eine Entfernung der Produkte sorgen.


Klarna stattet die App mit einem personalisierten Shopping-Feed aus
Klarna hat die App rund zwei Wochen nach dem Start des Preisvergleichs mit einem weiteren technischen Element ausgestattet. Nun erhalten die Nutzer Produktempfehlungen und Angebote, deren Aufbau mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erfolgt, teilt der Finanzdienstleister mit. Grundlage seien die Verkaufsdaten der Kunden. Mit dem Shopping-Feed solle die App so zum Startpunkt für den Einkauf werden und die KI ein neues Maß an Personalisierung ermöglichen. Für den Start hat Klarna Schweden, die USA und Großbritannien ausgewählt, Deutschland soll im Laufe des Jahres folgen. In den vier Ländern sei bereits die Funktion Creator Shop verfügbar. Mit ihm können die Creator ihre eigenen Portale auf der Klarna-Webseite einrichten und ihre Auftritte in den sozialen Medien an einem Platz, über den der Einkauf möglich ist, verbinden.

EU teilt sehr große Online-Plattformen ein
Im Zusammenhang mit dem Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act - DSA) hat die EU-Kommission eine erste Gruppe von sehr großen Online-Plattformen aufgelistet. Zu den Very Large Online Platforms gehören insgesamt 17 Webseiten aus sozialen Medien, Marktplätzen und Online-Shops. Zusätzlich hat die Kommission mit Bing und Google zwei sehr große Suchmaschinen festgelegt. Grundlage für Einteilung in die Rubriken sind mindestens 45 Millionen monatlich aktive Nutzer. Die Kommission wolle mehr Transparenz für die Verbraucher erreichen und ihnen mehr Kontrolle über ihr Online-Leben geben, erklärt Vizepräsidentin Margrethe Vestager. Die Unternehmen müssen innerhalb von vier Monaten die Bedingungen des DSA erfüllen.

Start-ups: Vier Fulfillment-Tipps für Erfolg in der Krise
Die Korrektur des Pandemiebooms, dazu Energiekrise, explodierende Inflation und Konsumzurückhaltung: Auch E-Commerce-Start-ups müssen sich mehr anstrengen als früher, um sich im Markt zu behaupten. In einem Gastbeitrag für Etailment gibt Fabian Sedlmayr von Warehousing1 Tipps, wie sich junge Unternehmen in einem umkämpften Umfeld von der Konkurrenz abheben können.


NACHHALTIGKEIT

DM liefert in Bonn mit E-Fahrzeugen
DM hat in Bonn für die Belieferung der 15 dort liegenden Drogeriemärkte drei E-Lkws in Betrieb genommen. Partner ist das Logistikunternehmen DSV, die Fahrzeuge verfügen nach Unternehmensangaben über eine Reichweite von 300 Kilometern. Ziel sei es, die Filialen in Bonn vom Verteilzentrum in Weilerswist komplett emissionsfrei zu beliefern, die Fahrzeuge würden ausschließlich mit Öko-Strom geladen. So sei die Einsparung von bis zu vier Tonnen CO₂ möglich. Seit März setzen die beiden Partner in Nürnberg vier Wasserstoff-Lkw als Lieferfahrzeuge ein.

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WM
Geschrieben vonWolfram Marx

Redakteur

Wolfram Marx ist Journalist und schreibt für etailment unter anderem das Morning Briefing mit den täglichen Nachrichten aus Handel und E-Commerce. Seine Beiträge erschienen zudem in weiteren Fachtiteln der dfv Mediengruppe wie TextilWirtschaft, ahgz und Food Service sowie in der Rheinischen Post und im Reisefachmedium Travel ONE.

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