Alibaba kauft Berliner Start-up, Amazon-Key, Wish, Konsum-Stimmung

Alibaba kauft Berliner Start-up, Amazon-Key, Wish, Konsum-Stimmung

Liebe Leserin, lieber Leser, Svend Brinkmann, dänischer Psychologie-Professor, der mit "Pfeif drauf!" ein munteres Buch gegen den Selbstoptimierungswahn bietet, veröffentlicht nun "The Joy of Missing Out". Kurz: JOMO. Das sollten Sie aber nicht verpassen.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Alibaba kauft Berliner Start-up Alibaba kauft in Deutschland ein und übernimmt für 90 Millionen Euro das Berliner Start-up data Artisans. data Artisans baut Software für Live-Datenanwendungen. Zu den Investoren des Start-ups gehörten unter anderem btov Partners, Tengelmann Ventures und Intel Capital.

INTERNATIONAL


Amazon-Key wird ausgeweitet
Der "Amazon-Key"-Dienst, bei dem Paketboten dank einem speziellen Schließ- und Kamerasystem die Wohnung öffnen können um Lieferungen abzulegen, bietet Amazon nun auch für Garagen an. Falls dem Kunden die offene Wohung zu gruselig ist. Zudem soll Key nun auch für Dienstleister wie Handwerker genutzt werden können.
Wish erreicht 350 Millionen Kunden
Wish, Erfolgsvorbild einer Shopping-App für billige und teils abstruse Artikel, bringt es auf 350 Millionen Kunden und bewegt als Marktplatz täglich 3 Millionen Produkte. Umsatz der Shopping-App 2018: rund 2 Milliarden Dollar. Exciting Commerce fasst Zahlen und das Phänomen Wish zusammen. Hier erklärt etailment den Erfolg des US-Start-ups.


Konsum gestiegen, aber Stimmung trüb
Das Statistische Bundesamt sieht das Wachstum im Einzelhandel 2018 zwischen 3,1 und 3,3 Prozent im Vergleich zu 2017. Preisbereinigt (real) betrug das Wachstum aber nur knapp 1,5 Prozent. Der Internet- und Versandhandel legte um 6,2 Prozent zu. Basis der Zahlen sind die Daten für die ersten elf Monate. Ob das so bleibt? Der HDE meldet nämlich, die Verbraucherstimmung sei im HDE-Konsumbarometer auf das niedrigste Niveau seit dem Start der Messung im Oktober 2016 gefallen.
Amazon und Co haften jetzt für Umsatzsteuer-Betrug
Ob es wirken wird? Seit Jahresbeginn sollen alle Betreiber elektronischer Marktplätze wie Amazon oder eBay, eine Reihe von Daten der Händler erfassen, die auf ihren Plattformen Geschäfte machen. Das Ziel: Die Finanzämter sollen durch das neue Steuergesetz besser prüfen können, ob die Händler ordnungsgemäß Steuern zahlen. Plattformbetreiber haften nun, wenn ihre Händler keine Umsatzsteuer abführen. Sie können zudem ein Verkäufer-Konto sperren, wenn eine deutsche Steuerbehörde meldet, dass ein Verkäufer sich nicht an seine steuerrechtlichen Pflichten hält. Das Gesetz soll vor allem steuerunwilligen Händlern in Fernost das Leben schwerer machen, die sich so einen Wettbewerbsvorteil gegenüber hiesigen Händlern verschaffen. Hier kann man die Details nachlesen.
Zahl des Tages
Der europäische Markt für Künstliche Intelligenz wird von derzeit rund drei Milliarden Euro bis auf 10 Milliarden Euro im Jahr 2022 wachsen. Das glaskugelt man beim Branchenverband Bitkom auf Grundlage der Studie „AI in Europe – Ready for Take-off“.

Start-up des Tages Eine Inventur bedeutet für Einzelhändler immer viel Arbeit. Das Start-up doks.innovation bietet automatische Lösungen, die die Prozesse vereinfachen.
Favorit der Leser am Vortag
Ein Gespenst geht um im internationalen Handel. Und das heißt Alibaba. In China eine Macht, in Europa noch belanglos. Aber wer demnächst in Belgien ein gigantisches Logistikzentrum baut und noch eine globale Handelsplattform entwickelt, hat Großes vor. Da bleibt kein Platz mehr für Kleine.

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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