Amazon muss mehr Zahlen herausrücken, Schnäppchen als billiger Trojaner, Instagram, Netto, Walmart, Uber

Amazon muss mehr Zahlen herausrücken, Schnäppchen als billiger Trojaner, Instagram, Netto, Walmart, Uber

Das nächste Start-up macht ganz sicher Milliarden mit einem Feature, das den Youtube-Premium-Spam, den Cookie-Quatsch, die App-Nachfrage, Pop-ups, Captcha, Newsflash-Abo-Gebimmel und alle anderen nervigen Klickhürden des Internet einfach mit einem Add-on verschwinden lässt und das Web wieder nutzbar macht. Bis dahin: Klicken Sie sich gut durch die Woche.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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HANDEL NATIONAL


Schnäppchen als billiger Trojaner Es sind ja gerade wieder die Black-Cyber-alles-außer-Tiernahrung-Montag-bis-Friday Schnäppchendauerwochen. Was dabei besonders auffällt: Auch eine ganze Reihe Amazon-Geräte sind zu deutlich reduzierten Preisen zu haben. Amazon verschafft sich so wieder billig, quasi mit dem trojanischen Pferd "Smart Home", Zugang zu unseren Wohn- und Schlafzimmern und unseren dortigen Gewohnheiten. Auf dass sich die Signale von dort für weitere Konsumempfehlungen nutzen lassen.

Instagram eröffnet Pop-up-Store
Mit zehn Marken eröffnete Instagram am Wochenende einen temporären Laden in Berlin. Was das Ziel des Pop-up-Stores war und was die beteiligten Händlerinnen davon haben, lesen Sie um 11 Uhr bei etailment.

Netto will digital mehr bieten
Die Edeka-Tochter Netto will durch mehr Stringenz im Sortiment und einen stärkeren Fokus auf Preiskracher mit dem Webshop mehr Umsatz machen. Aus den Archiven der dotcom-Ära stammt zudem die Idee für eine Gruppenbestell-Funktion, die dann mehr Rabatt bietet. Vermutlich, weil der Einkauf von Toilettenpapier beim Discounter so ein irres Gemeischaftserlebnis ist. Mehr zur Strategie liest man bei der Lebensmittel Zeitung (Paywall).

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INTERNATIONAL

Jet.com stoppt Frische-Lieferung
Food-Lieferung zu akzeptablen Kosten ist vermutlich die Quantentheorie des Handels. Selbst Walmart muss da noch passen und beerdigt bei der Digital-Tochter Jet.com ein Jahr nach dem Start die Lieferung mit frischen Lebensmitteln.

Amazon muss Zahlen herausrücken
Im Rahmen der US-Wettbewerbsuntersuchungen musste Amazon jetzt einige spannende Zahlen herausrücken: Unter anderem, dass es rund 898.000 Händler auf dem US-Marktplatz gibt und Amazon Prime weltweit mehr als 100 Millionen Mitglieder hat. Außerdem hat Amazon 158.000 Produkte unter einem Eigenmarken-Label. Im pdf für die Untersuchungskommission gibt es auf 69 Seiten weitere Zahlen und Fakten



Uber will Medikamente bringen
Uber will in den USA künftig auch verschreibungspflichtige Medikamente ausliefern. Das würde den Dienst Uber Health, einen Fahrdienst zum Arzt, abrunden.

Lesetipp des Tages
Gerade in Krisenzeiten müssten Unternehmen in die Digitalisierung investieren, doch viele streichen aktuell lieber Stellen, kappen Projekte oder kürzen Budgets. Das Handelsblatt plädiert stattdessen für die digitale Dividende, mehr Mut und Ausdauer.
Favorit der Leser
Werber, aufgepasst: Gut gemeint ist oft nicht gut gemacht - wenn die Idee geklaut wirkt. Aktuell fühlt sich der Cartoonist Martin Perscheid (bekannt als "Perscheids Abgründe") von Lidl bestohlen. Bisschen blöd für den Discounter in einer Woche, in der ihm beim Handelskongress 2019 viel Ehre zuteil wurde. Ob Ideendiebstahl Trend ist, ist noch unklar. Welche Trends wirklich auf den Handel zukommen, sagen sechs Fachleute, die es wissen müssen im Video.

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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