Amazon, Otto, Zalando, Bevh, HDE, Kaufland, Edeka, Inflation, Allegro, Binnenschifffahrt, Twint, RFID-Schlösser, Wasserstoffimporte

Amazon, Otto, Zalando, Bevh, HDE, Kaufland, Edeka, Inflation, Allegro, Binnenschifffahrt, Twint, RFID-Schlösser, Wasserstoffimporte

Aktuelle E-Commerce-News: Amazon, Otto, Zalando, Bevh, HDE, Kaufland, Edeka, Inflation, Allegro, Binnenschifffahrt, Twint und weitere Themen im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Amazon, Otto oder Zalando?
Das EHI Retail Institute hat wieder einmal den erfolgreichsten deutschen Online-Shop gekürt, und weil es um die reine Umsatzstärke geht, steht erneut Amazon ganz oben auf dem Siegertreppchen. 14,4 Mrd. Euro Umsatz sind eine stolze Summe und dreimal so viel wie des Silbermedaillengewinners Otto. Noch ein paar Millionen später sprintet Zalando sportlich die Treppe hinauf und holt Bronze. Es folgen die Plätze ohne Edelmetall: Media Markt, Apple, Ikea, Lidl, H&M, Saturn und About You.

Bevh als Streithelfer vor dem EuG zugelassen
Der E-Commerce-Verband Bevh hat sich als Streithelfer in zwei Verfahren vor dem Gericht der Europäischen Union (EuG) engagiert, um offene Streitfragen im Zusammenhang mit dem europäischen Digital Services Act (DSA) zu klären. Der Bevh hatte sich bereits direkt und über seinen europäischen Dachverband Ecommerce Europe in das Gesetzgebungsverfahren eingebracht und Bedenken gegen die grundsätzlich befürwortete Regulierung geäußert. Im Wesentlichen bemängelt der Bevh, dass einige der im DSA verankerten Pflichten auf Social-Media-Plattformen zugeschnitten wurden und in Bezug auf den Onlinehandel kaum bis wenig Sinn ergeben, dafür aber zu einer ungerechtfertigten Ungleichbehandlung von digitalen und stationären Geschäftsmodellen führen, die sich potenziell auch in anderen Gesetzen fortsetzen könnte.

HDE kritisiert EU-Zahlungsverzugsverordnung
Nach der heutigen Verabschiedung des Berichts zum Vorschlag der EU-Kommission für eine Zahlungsverzugsverordnung im zuständigen Ausschuss des Europäischen Parlaments hat der Handelsverband Deutschland (HDE) scharfe Kritik geübt. Vorgesehen sind Zahlungsfristen von 30 Tagen im B2B- und G2B-Bereich. Im B2B-Bereich sollen nach Absprache auch 60 Tage und bei langsam drehenden oder saisonalen Produkten 120 Tage eingeräumt werden können. „Starre Zahlungsfristen von beispielsweise 60 Tagen hätten hier erhebliche negative finanzielle Auswirkungen auf die Liquidität und die Kostenstruktur der Handelsunternehmen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

„The Kraken“ ist ständig ausverkauft
Auf einem Teller erhält der Kunde für 5,99 Euro drei Krakenarme, die etwa 35 Gramm wiegen. Das Besondere an dem Gericht ist, dass kein Oktopus mehr mit drei Krücken herumlaufen muss, denn das Krakenfleisch kommt aus dem Drucker. Wie gut der vegane Fleischersatz ankommt, zeigt sich laut TZ.de daran, dass er online immer ausverkauft ist, aber noch niemand eine Bewertung abgegeben hat. Schön anzusehen sind die Fleisch- und Fischersatzprodukte im Onlineshop auf jeden Fall.

Deutschlands beste IT-Dienstleister
Das Handelsblatt Research Institute hat die renommiertesten IT-Dienstleister Deutschlands ermittelt. Die Branche wächst dank beschleunigter Digitalisierung zweistellig. Es sind: Accenture, Accso, Adesso, Adweko, Ajco Solutions, Amazon Web Services, Arvato, Atos, Aye 4 Fin, Bain & Company, BCG Platinion, Bearing Point, Bechtle, Bettercall Paul, Bosch IO, Cancom, Capgemini, Cisco, Codecentric, Computacenter, Consileon, Deloitte, Double Slash, ELO Digital Office, Exxeta, EY, Fiantec, Google Cloud, IBM Deutschland, Ikor, Infosys, Inno Q, Inovex, Isacon, Iteratec, KPMG, Maiborn, Wolff, Materna, McKinsey & Company, Medialine, MHP, Microsoft Cloud-Services, PwC, Q Beyond, Q Prior, QA Ware, Quin Scape, Red hat, Reply, Roland Berger, SAP, Senacor, Siemens Digital Industries Software, Sopra Steria, Starke + Reichert, Syracom, Systemhaus Cramer, Tata Consultancy Services, Thoughtworks, T-Systems, Valtech und Xenium.

Kaufland und Edeka nehmen Olivenöle aus dem Angebot
Bedingt durch die schlechte Ernte letzten Jahres sind die Preise für Olivenöl laut FR.de ziemlich hoch. Aber auch hohe Preise führen nicht zu Spitzenqualitäten. Bei einem Test der Stiftung Warentest bei Kaufland und Edeka, erreichten nur vier der 23 getesten Öle die Note „gut“, während sechs Produkte mit „mangelhaft“ bewertet wurden. Das „Edeka Gut & Günstig Native Olivenöl extra“, das „Kaufland K-Bio Native Olivenöl extra“ sowie das „Kaufland K-Classic Natives Olivenöl extra“ flogen ganz aus dem Sortiment und sind auch im Onlineshop nicht verfügbar.

Aktionskäufe gegen die Inflation
Der Inflationsausgleich fiel 2023 im Schnitt mit 38 Prozent um zwei Prozentpunkte höher als in 2022 (36 Prozent). Das zeigt der „Lebensmittel-Angebotspreisentwicklungs-Index“ (LAI) des Shopper-Marketing-Spezialisten Marktguru. Im zweiten Halbjahr schloß sich die Schere zwischen Aktionspreisniveau und Normalpreisniveau von +54 Prozent auf +6,2 Prozent. Kostenersparnisse durch Sonderangebote waren bei Discounter geringer als in Supermärkten und das Preisniveau ist bei Sonderangeboten von Handelsmarken weiterhin unter dem von Herstellermarken und abermals mit moderaterem Preisanstieg. Der Handel realisiert Mitnahmeeffekte bei Genussmitteln wie Eiscreme (+44,2 Prozent), Pralinen (+29,9 Prozent), Erdnüsse (+17,3 Prozent) und Schlagsahne (+14,2 Prozent) sowie Convenience-Produkte wie Tomatenketchup (+32,8 Prozent), Fertigpizzen (+11,5 Prozent), Pommes Frites (+37,9 Prozent) und Fischstäbchen (+18,8 Prozent).


HANDEL INTERNATIONAL

Rotes Meer immer noch Belastung für den Warenverkehr
Laut Datenanalyse der Supply Chain Plattform von Infor hat sich die Krise am Roten Meer eher noch verschärft, die durchschnittliche Transitzeit beträgt derzeit 12 Tage. Auch die US-amerikanische Ostküste ist mit einer Transitzeit von 11 Tagen betroffen. Waren aus Asien werden nun an der Westküste abgeladen und per Schiene und Straße geliefert, was zu leeren Schiffen ohne Folgeaufträge führt. Derzeit würden nur noch 40 Containerschiffe das Rote Meer befahren, letztes Jahr waren es noch über 100.

Allegro ist in der Slowakei gestartet
Der polnische Online-Marktplatz Allegro, der im vergangenen Jahr in die Tschechische Republik expandierte, bietet seine Dienste nun auch in der Slowakei an, berichtet Ecommercenews.eu. In Polen hat Allegro im vergangenen Jahr 1,8 Mrd. Euro umgesetzt, ein Plus von 19,7 Prozent. Mehr als 150.000 Händler sollen ihre Produkte bereits über Allegro verkaufen. In Tschechien seien bereits 1,6 Mio. Kunden erreicht worden.

Binnenschifffahrt mit 5,9 Prozent Auftragsrückgang
Die Binnenschifffahrt hat im vergangenen Jahr 5,9 Prozent weniger Güter befördert als im Vorjahr, teilt das Statistische Bundesamt mit. Mit 172 Millionen beförderten Gütern wurde der historische Tiefstand des Vorjahres nochmals unterschritten. Die Beförderungsmenge im innerdeutschen Verkehr ging um 4,8 Prozent zurück, der Versand ins Ausland sank um vier Prozent und der Empfang aus dem Ausland um neun Prozent.

Twint ist das schweizerische Unternehmen mit der höchsten Reputation
Im jährlichen Swiss Reputationsranking, das von der GfK angeboten wird, landete zum ersten Mal die Payment-App Twint auf der ersten Position. Platz zwei erreichte der Lebensmittelhersteller Zweifel, gefolgt von der Migros, die an sozialmoralischer Wertschätzung einbussen musste. Es folgen noch Ricola auf Platz vier, die SBB, Rivella, die Mobiliar und Coop, Lindt & Sprüngli und Gerberit.


Mehr als drei Millionen Türen können gehackt werden
Sicherheitsexperten haben laut Golem.de herausgefunden, dass RFID-Schlösser des Herstellers Dormakaba, die auf dem Saflok-System basieren, gravierende Sicherheitsprobleme aufweisen. Die betroffenen Schlösser seien in mehr als drei Millionen Türen in über 13.000 Gebäuden in 131 Ländern eingebaut. Angreifer müssten in den betroffenen Häusern die Schlüsselkarten auslesen und fälschlicherweise reaktivieren, um alle Türen öffnen zu können. Ob es bereits zu kriminellen Übergriffen gekommen ist, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden.


NACHHALTIGKEIT

Wasserstoffimporte müssen nachhaltig sein
Grüner Wasserstoff ist ein wichtiger Baustein im Kampf gegen den Klimawandel, berichtet Telepolis.de. Derzeit sind wir in Deutschland aber noch auf Importe angewiesen, so dass auch die sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Förderländern wichtig werden. So könnten Kredite, Bürgschaften, Entwicklungshilfe und Klimaschutzverträge in Verbindung mit der EU-Lieferkettenrichtlinie geeignet sein, anspruchsvolle Nachhaltigkeitskriterien für Wasserstoffprojekte zu verankern. Eine auf diese Weise politisch gesteuerte globale Wasserstoffwirtschaft bietet die Chance, den Sektor mit bestehenden politischen Zielen in Einklang zu bringen.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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