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Aktuelle E-Commerce-News: Autodoc, Der Handel, Payone, Ebay, Rewe + Publitas, Monster, Südostasien, Social-Media-Werbung und weitere Themen im Überblick.
Thomas RehmRedakteurDas müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
Fließende Einkaufserlebnisse – Optimierte Omnichannel-Strategien schaffen Mehrwerte für Kunden und Unternehmen
Mit einer durchdachten Omnichannel-Strategie holen Sie Ihre Kunden dort ab, wo diese einkaufen. Die dafür essenzielle ganzheitliche Sicht auf den Kunden steigert Ihre Wettbewerbsfähigkeit und lässt Sie flexibel auf die Anforderungen und Chancen von heute und morgen reagieren. Lesen Sie hier, wie Sie nahtlose Shopping-Erlebnisse schaffen, die begeistern.
HANDEL NATIONAL
Autodoc bläst zweiten Börsengang ab
Der Berliner Online-Autoteilehändler Autodoc hat gestern seinen zweiten Börsengang-Versuch abgebrochen, berichtet Manager-Magazin.de. Das Unternehmen und seine Großaktionäre – die Gründer sowie US-Finanzinvestor Apollo – hätten kurz nach Ablauf der Zeichnungsfrist einen Rückzieher gemacht. Zu wenige Investoren seien interessiert gewesen. Die Aktien sollten zwischen 58 und 59 Euro kosten und 450 Mio. Euro einbringen. Autodoc wäre in diesem Jahr das erste neue Unternehmen im Prime Standard der Deutschen Börse gewesen.
„Der Handel“ 3/2025 – das E-Paper ist online
Wohin sich die Zölle entwickeln, kann niemand sagen – aber Fachleute wissen, wie sich Händler unempfindlicher gegen das Auf und Ab machen. Das neue Heft von „Der Handel“ (3/2025) fasst nicht nur die Ratschläge zum Handeln trotz Zöllen zusammen, sondern auch Empfehlungen für die Wahl des richtigen Lastenrads, und wägt das Für und Wider von E-Transportern ab. Außerdem geht es um das Dauerthema Nachhaltigkeit: Erstens darum, warum sich viele Elektrohändler auf das Recht auf Reparatur freuen. Und zweitens um die richtige ESG-Software zur Digitalisierung der gebotenen Lieferketten-Transparenz. Die „Visibility Charts E-Commerce“ nennen diesmal die sichtbarsten Social-Commerce-Pioniere. Das E-Paper mit allen Inhalten des gedruckten Heftes können Sie kostenfrei hier herunterladen.
Payone: Umgehung der Geldwäsche-Auflagen vermutet
Der Zahlungsdienstleister Payone steht wegen problematischer Zusammenarbeit mit Dating- und Pornoseiten-Anbietern in der Kritik, berichtet Stern.de. Über Jahre habe das Unternehmen mit 277.000 Kunden und 5,4 Mrd. jährlichen Transaktionen Geldwäsche-Vorgaben missachtet. Nach einer BaFin-Intervention 2023 trennte sich Payone von Hunderten Hochrisikokunden. Interne Dokumente deuteten jedoch darauf hin, dass fragwürdige Zahlungen weiterhin über eine Schwestergesellschaft der Mehrheitseigentümerin Worldline abgewickelt würden. Payone versichert, das Hochrisikogeschäft komplett eingestellt und Kontrollen verschärft zu haben.
Jeder zweite Deutsche kauft online Second-Hand-Artikel
Der deutsche Re-Commerce erreichte im letzten Jahr laut einer Studie von BEVH.org einen Umsatz von 9,9 Mrd. Euro und wuchs um 7,2 Prozent. 55 Prozent der Deutschen hätten im vergangenen Jahr online gebrauchte Waren gekauft. Als Hauptmotive nannten 71,5 Prozent Nachhaltigkeit und 71,2 Prozent günstige Preise. Second-Hand-Produkte sparten 60 bis 80 Prozent der CO2-Äquivalente gegenüber Neuware ein. Drei Viertel der Befragten planten weitere Käufe. Unternehmen beklagten jedoch rechtliche Hürden wie unklare Gewährleistungsregeln und steuerliche Probleme bei Differenzbesteuerung.
Fehlerhafte Zustellmeldungen bringen Ebay-Händler in Bedrängnis
Ebay zeigt fehlerhafte Zustellbestätigungen an, obwohl sich Sendungen noch in der Zustellung befinden, berichtet Onlinehaendler-News.de. Händler würden fast täglich Kundenbeschwerden erhalten, da die Plattform Pakete als zugestellt markiere, bevor diese tatsächlich ankämen. Das Problem bestehe bereits seit Monaten oder Jahren und entstehe vermutlich, weil Ebay die Zustellbestätigung bereits bei der Übergabe an den Versanddienstleister aktiviere. Ebays Community-Team habe mittelfristige Lösungen angekündigt, bezeichne die Anpassung jedoch als komplex. Bis dahin sollten Händler transparent kommunizieren und Versandzeitpunkte dokumentieren, um rechtliche Probleme zu vermeiden.
Rewe und Publitas personalisieren Digital-Prospekte
Rewe kooperiert mit dem niederländischen Tech-Uunternehmen Publitas, um die digitale Angebotskommunikation strategisch weiterzuentwickeln, wie eine Pressemitteilung ankündigt. Der Lebensmittelriese habe als erster großer deutscher Händler bereits im Sommer 2023 gedruckte Werbeprospekte abgeschafft und setze nun auf datengetriebene Personalisierung. Die Partnerschaft solle interaktive Features wie Einkaufslisten und Produkt-Overlays ermöglichen, die das veränderte Kundenverhalten widerspiegelten. Verbraucher informierten sich zunehmend online über Angebote, bevor sie Geschäfte besuchten.
HANDEL INTERNATIONAL
Monster meldet Insolvenz an – Jobportal zerlegt sich
Das bekannte Jobportal Monster meldet Insolvenz an, wie Golem.de berichtet. Das US-Unternehmen zerlege sich in Einzelteile und verkaufe seine Sparten an verschiedene Käufer. Die Jobanzeigen-Abteilung wandere zu Jobget, während kanadische Firmen die Software-Services und diverse Domains übernähmen. Bei Schulden von bis zu 500 Mio. Dollar brächten die Assets aber nur 50 bis 100 Mio. Dollar. CEO Jeff Furman führe das herausfordernde makroökonomische Umfeld als Grund an, doch die wahren Totengräber seien Linkedin, Instagram und andere soziale Netzwerke, die das traditionelle Jobportal überrollt hätten.
Südostasiens E-Commerce erreicht 128 Mrd. Dollar
Südostasiens E-Commerce-Plattformen erreichten 2024 einen Warenwert von 128,4 Mrd. Dollar, meldet Technode.com unter Berufung auf Momentum Works. Das Wachstum von zwölf Prozent falle moderater aus, da die Plattformen mittlerweile auf nachhaltigere Strategien setzten. Shopee behaupte mit 52 Prozent weiterhin die Spitzenposition, Lazada erreiche erstmals Ebitda-Profitabilität durch den Fokus auf KI. Thailand und Malaysia glänzten als Wachstumschampions mit über 19 Prozent Zuwachs.
Thailand: Central Online wählt Algolia-KI
„Central Online“, der E-Commerce-Bereich des thailändischen Einzelhändlers „Central Department Store“, hat laut Retail-Insight-Network.com seine Produktsuche auf Algolias KI-Plattform umgestellt. Der Wechsel von Elasticsearch zu Algolia ermögliche es Kunden, Millionen Produkte binnen Millisekunden zu durchsuchen. Besonders herausfordernd sei die Verarbeitung thailändischer Suchanfragen gewesen, da Wörter ohne Abstände geschrieben werden. Algolias „Natural Language Processing“ löse dies durch Tokenisierung.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Werbung nervt 63 Prozent der Social-Media-Nutzer
Nur knapp ein Drittel der Verbraucher informiert sich in sozialen Netzwerken über Marken und Produkte, wie eine Studie von IFH Media Analytics und Media Central laut Lebensmittelzeitung.net zeigt. Bei jungen Erwachsenen bis 29 Jahre seien es 48 Prozent. Unterhaltung bleibe jedoch das Hauptmotiv für die Plattform-Nutzung, gefolgt von Inspiration und Alltagsflucht. Werbung werde besonders häufig auf Youtube, Instagram und Facebook wahrgenommen, störe aber 63 Prozent der Nutzer. Zwar habe schon jeder Vierte bereits beworbene Produkte gekauft, doch die Hälfte blockiere irrelevante Werbung.
US-Verbraucher tauschen Daten gegen bessere Shopping-Erlebnisse
Trotz jüngster Datenlecks bei Adidas, Dior und The North Face zeigen sich 69 Prozent der US-Verbraucher weiterhin bereit, persönliche Daten für bessere Einkaufserlebnisse zu teilen, so laut Fashionunited.com die Studie „The Trust in CX“. Paradoxerweise vertrauten nur 19 Prozent der 2.000 Befragten darauf, dass Händler ihre Daten verantwortlich nutzen würden. Die Untersuchung identifiziert eine neue Verbrauchermentalität namens „Experience Exchange“, bei der Daten gezielt gegen konkreten Mehrwert getauscht werden. 71 Prozent würden vertrauensvolle Marken sogar bei höheren Preisen bevorzugen; 30 Prozent würden einen Händlerwechsel für personalisiertere Erfahrungen erwägen.
Copilot-Verkauf stockt: Mitarbeiter bleiben ChatGPT treu
Microsoft kämpft damit, seine KI-Lösung Copilot an Unternehmen zu verkaufen, weil Mitarbeiter immer noch ChatGPT bevorzugen, berichtet Techradar.com. Selbst nach dem Kauf von 20.000 Lizenzen nutzten beispielsweise Amgen-Angestellte weiterhin ChatGPT. Obwohl beide KIs ähnliche Funktionen böten, verschaffe die Heimnutzung OpenAIs Chatbot einen entscheidenden Vorsprung. Momentan dominiere ChatGPT mit 800 Mio. wöchentlichen Nutzern und drei Mio. zahlenden Geschäftskunden, während Copilot bei 20 Mio. wöchentlichen Nutzern stagniere – trotz Großverträgen mit Volkswagen, Accenture und Barclays.
Jede zweite Kundenregistrierung ist Betrug
Jede zweite Kundenregistrierung im Internet sei mittlerweile betrügerisch, warnt Okta laut Infosecurity-Magazine.com. Der Authentifizierungsspezialist habe in seiner Studie mit 6.750 Verbrauchern weltweit ermittelt, dass Bots im letzten Jahr für 46 Prozent aller Anmeldeversuche verantwortlich gewesen seien. KI-gestützte Angriffsmethoden würden den drastischen Anstieg befeuern. Online-Händler träfen die Attacken besonders hart: 69 Prozent aller betrügerischen Registrierungen entfielen auf den Online-Handel. Speziell Belohnungen für die Registrierung oder Mitgliedervorteile lockten die digitalen Schädlinge an.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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