Black Friday, Otto, Inflation, Singles‘ Day, Meta, Boohoo + Frasers, Mirakl + Mangopay, Ecosia + Qwant, Influencer, BNPL, Handysucht

Black Friday, Otto, Inflation, Singles‘ Day, Meta, Boohoo + Frasers, Mirakl + Mangopay, Ecosia + Qwant, Influencer, BNPL, Handysucht

E-Commerce kompakt: Aktuelle News zu Black Friday, Otto, Inflation, Singles‘ Day, Meta, Boohoo + Frasers, Mirakl + Mangopay und weiteren Themen des Tages.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

Certificate of Advanced Studies (CAS) in International Retail Management an der Universität St.Gallen – Seien Sie dabei!
Ab dem 11. Februar 2025 startet die nächste Durchführung des englischsprachigen CAS in International Retail Management! Hochkarätige Referenten aus Forschung und Praxis vermitteln das Rüstzeug, um Ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Das flagship Programm orientiert sich an aktuellen Managementherausforderungen im Handel und fördert den informellen Austausch zwischen Branchenkollegen:innen. Weitere Details und Anmeldung bis 1. Januar 2025

HANDEL NATIONAL

Für 63 Prozent sind Black Friday und Cyber Monday wichtig
63 Prozent der Deutschen halten laut einer aktuellen Trustpilot-Umfrage die November-Rabattaktionen für wichtig beim weihnachtlichen Shopping. 73 Prozent der 1.000 Befragten planen, bei Black Friday und Cyber Monday mindestens genauso viel auszugeben wie im Vorjahr und 76 Prozent haben bei günstigen Angeboten bereits spontan zugeschlagen. 78 Prozent prüfen vor der Kaufentscheidung die Online-Bewertungen, 68 Prozent vertrauen Unternehmen mehr, die aktiv auf negative Bewertungen reagieren, als solchen mit einem perfekten Bewertungsscore.

Otto will 50 Prozent Anwesenheit im Büro
Der Onlinehändler Otto führt ab Januar für seine 5.000 Hamburger Beschäftigten eine 50-prozentige Anwesenheitspflicht im Büro ein und beendet damit die bisherige flexible Homeoffice-Regelung. Das Unternehmen begründet laut NDR.de die Änderung damit, dass bestimmte Absprachen in Präsenz einfacher und schneller getroffen werden können, aber plant zunächst eine Testphase zur Evaluation. Morgen ist ein Meeting aller Beschäftigten und des Vorstands geplant, um Fragen zu beantworten und die zu erwartenden Gegenargumente zu besprechen.

Inflationsrate bei zwei Prozent
Die Inflationsrate in Deutschland stieg laut Statistischem Bundesamt im Oktober 2024 auf zwei Prozent, nachdem sie in den Vormonaten knapp darunter gelegen war. Preistreibend wirkten vor allem Nahrungsmittel mit durchschnittlichen Preissteigerungen von 2,3 Prozent sowie Dienstleistungen mit einem Plus von vier Prozent; die Energiepreise sanken um 5,5 Prozent. Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel lag mit 2,9 Prozent weiterhin über der Gesamtteuerung, wobei besonders Versicherungen mit plus 15,2 Prozent und Gaststättendienstleistungen mit plus 6,8 Prozent zu Buche schlugen.


HANDEL INTERNATIONAL

China: Singles‘ Day lief besser als erwartet
Der chinesische Singles‘ Day 2024 verlief trotz angeschlagener Verbraucherstimmung besser als in allen Prognosen erwartet. Die Forschungsfirma Syntun schätzt das Verkaufswachstum bei den Plattformen Tmall, JD.com und PDD auf über 20 Prozent und den Gesamtumsatz auf umgerechnet 150 Mrd. Dollar, berichtet Cnbc.com. Besonders stark entwickelten sich die Bereiche Outdoor, Haustierbedarf und Sammelspielzeug. Experten erwarten eine Erholung des allgemeinen Konsumklimas in China frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2025.

Meta schraubt am „Bezahlen-oder-Zustimmen“-Modell
Vor dem Hintergrund laufender EU-Untersuchungen zum „Bezahlen-oder-Zustimmen“-Modell hat sich Meta für Facebook und Instagram laut Engadget.com drei neue Angebote ausgedacht: 1) Werbefreiheit kostet immer noch, allerdings nun 40 Prozent weniger: Sechs Euro fürs Web, acht Euro mobil. 2) Personalisierte Werbung unter Nutzung aller Daten, dafür keine Kosten. 3) Weniger personalisierte Werbung auf Basis der aktuellen Sitzung, Alter und Standort – großes Aber: Es laufen manchmal Werbeclips im Vollbildmodus, die man nicht überspringen kann. Ob dieses Modell die Europäische Kommission überzeugt, ist fraglich.

Boohoo und Frasers im Clinch
Die Frasers Group gerät in einen eskalierenden Konflikt mit dem britischen Online-Modehändler Boohoo, an dem sie – wie auch bei Asos – substanzielle Anteile hält. Der Streit spitzte sich zu, als Boohoo einen von Frasers nominierten Geschäftsführer ablehnte. Seitdem schreibt man sich öffentliche Briefe. Boohoo wehrt sich vehement gegen den zunehmenden Einfluss und bezeichnet Frasers als Wettbewerber, der eigene kommerzielle Interessen verfolge. Laut Excitingcommerce.de wird über eine baldige Übernahme spekuliert.

Mirakl integriert Mangopay
Der Marktplatzsoftware-Anbieter Mirakl integriert die Zahlungstechnologie von Mangopay in seine europäische Auszahlungslösung „Mirakl Payout“. Mangopay hat laut Channelx.world bereits mehr als 100 Mrd. Euro an Transaktionen abgewickelt und betreut über 250 Mio. Nutzer. Die Partnerschaft ermögliche Marktplatzbetreibern eine vollautomatische und transparente Verwaltung komplexer Zahlungsströme, einschließlich Händler-Onboarding, Identitätsprüfung, Auszahlungen und Rückerstattungen.


Ecosia und Qwant starten europäischen Suchmaschinenindex
Die Suchmaschinenbetreiber Ecosia und Qwant gründen laut Golem.de das Gemeinschaftsunternehmen „European Search Perspektive“, um eine von US-Konzernen unabhängige Suchmaschineninfrastruktur in Europa aufzubauen. Bisher werten beide Unternehmen, die nur niedrige einstellige Marktanteile erreichen, hauptsächlich Bing- und Google-Ergebnisse aus. Die „grüne“ Suchmaschine Ecosia und ihr französischer Partner Qwant – „die Suchmaschine, die nichts über Sie weiß“ – wollen den entstehenden Suchindex als Ressource für die europäische Datenindustrie bereitstellen, insbesondere als Datenquelle für KI-Technologien.

Die Hälfte der Jugendlichen hören auf Influencer
54 Prozent der Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren haben laut Jugend-Digitalstudie der Postbank im letzten Halbjahr Produkte auf Empfehlung von Influencern gekauft – 2020 waren es erst 41 Prozent. Die monatlichen Online-Ausgaben der Jugendlichen sind im Vergleich zum Vorjahr um 43 Prozent auf 167 Euro gestiegen, wobei männliche Jugendliche mit durchschnittlich 217 Euro fast doppelt so viel ausgeben wie weibliche mit 116 Euro. Während WhatsApp und YouTube mit jeweils 73 Prozent allgemein die wichtigsten sozialen Medien sind, liegt beim Social Shopping mit 56 Prozent Instagram an der Spitze, gefolgt von TikTok mit 41 Prozent.

Auch Ältere greifen vermehrt auf BNPL zu
Die starke Zunahme von BNPL-Angeboten im Onlinehandel führt dazu, dass nicht mehr nur junge, sondern zunehmend auch ältere Menschen Kleinkredite unter 1.000 Euro nutzen, wie Tagesschau.de aktuelle Daten der Schufa zitiert. Insgesamt wurden 4,35 Mio. neue Verträge abgeschlossen, ein Plus von 14 Prozent zum Vorjahr. Besonders in den mittleren Altersgruppen zwischen 35 und 49 Jahren erhöhte sich die Zahl der laufenden Ratenkredite unter 1.000 Euro um etwa 30 Prozent, während die Zahl der Kredite über 1.000 Euro um acht Prozent auf 4,84 Mio. sank. Die Rückzahlungsquote bleibt mit 98,1 Prozent stabil.

40 Prozent der Schweizer zeigen Handysucht-Symptome
Gut 40 Prozent der Erwachsenen in der Schweiz zeigen deutliche bis ausgeprägte Anzeichen von Smartphone-Abhängigkeit, wobei die 16- bis 35-Jährigen mit 54 Prozent besonders betroffen sind, zitiert ITMagazine.ch eine Studie des Vergleichportals Comparis. Während in der Romandie 47 Prozent der Menschen unter der sogenannten „Nomophobie“ (Kofferwort: „No-Mobile-Phobie“) leiden, sind es in der Deutschschweiz 37 Prozent, auch zeigt sich ein Stadt-Land-Gefälle von 43 zu 34 Prozent. Bildungsstand, Einkommen oder Geschlecht haben erstaunlicherweise keinerlei Einfluss.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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