3D-Illustration zu E-Commerce-Themen: Handel, Inflation, Krypto-Daten und App-Abos
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Otto, Krypto-Daten, Inflation, Preisdruck, Viking, Softbank, Sport 2000, KI + Lebensmittel, Einkaufslisten, Verpackung, App-Abos

Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen. Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen die Redaktion von etailment.de.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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HANDEL NATIONAL

Otto investiert sein Plus in KI und Robotik
Die Otto Group hat ihr Geschäftsjahr 2025/26 trotz schwacher Konsumstimmung mit deutlichem Ergebnisplus abgeschlossen, berichtet T3N.de. Das Ebit sei von 276 auf 641 Mio. Euro geklettert, der Umsatz sei bei 13,8 Mrd. Euro vergleichbar stabil. Bei Otto selbst wachse der Plattformumsatz um sechs Prozent auf rund 7,5 Mrd. Euro. Rund 350 Mio. Euro flössen künftig in Technik und KI, etwa einen Gemini-Einkaufsassistenten und Nvidia-Robotik in der Logistik. Agentic Commerce sei in der Vorbereitung. Der Ausblick aber bleibe verhalten.Sport 2000 repariert jetzt auch im Online-Shop
Die Verbundgruppe Sport 2000 bietet ihre Reparatur- und Reinigungsservices künftig auch im E-Commerce an, meldet Fashionunited.de. Gemeinsam mit dem Technologiepartner Simplysolve habe man eine White-Label-Plattform entwickelt, die sich direkt in die Online-Shops der Handelspartner einfüge. Kunden markierten die Reparaturstelle, wählten den Service und sähen den Preis sofort. Der Verband wolle so Umsatz erschließen und sich für kommende Regularien wappnen.

Anonymität ade: Krypto-Daten wandern zum Fiskus
Krypto-Börsen, Broker und Verwahrer müssen künftig Kundendaten ans Finanzamt melden, berichtet Tarnkappe.info. Erfasst würden Name, Steuer-ID, Wohnsitz sowie Kauf-, Verkaufs- und Tauschgeschäfte samt Marktwert sowie Transaktions-Zeitpunkt. Betroffen seien auch Plattformen wie Coinbase, Kraken oder Binance. Die Daten flössen ans Bundeszentralamt für Steuern und wären ab September 2027 grenzüberschreitend verfügbar. Das Entdeckungsrisiko für nicht deklarierte Gewinne steige spürbar.

Unterlassungserklärungen gegen Ido sind kündbar
Unterlassungserklärungen gegenüber dem Ido-Verband lassen sich kündigen, meldet Haendlerbund.de. Das Landgericht Augsburg habe der HB-E-Commerce Kanzlei recht gegeben: Der Verband habe 2022 den Eintrag in die Liste der Wirtschaftsverbände verfehlt, wodurch ihm die Befugnis fehle, Abmahnungen gerichtlich durchzusetzen. Das OVG Münster stufe Idos Vorgehen als vorwiegend rechtsmissbräuchlich ein. Händler mit alter Erklärung sollten eine Kündigung prüfen – am besten anwaltlich abgesichert.

Teuerung sinkt im Mai auf 2,6 Prozent
Die Inflationsrate in Deutschland dürfte im Mai voraussichtlich 2,6 Prozent betragen, meldet das Statistische Bundesamt. Gegenüber April sänken die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent. Die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie liege bei voraussichtlich 2,5 Prozent. Die Energiepreise zögen gegenüber dem Vorjahr um 6,6 Prozent an, was allerdings gegenüber dem April-Wert von 10,1 Prozent eine Verbesserung darstelle.

Preisdruck bröckelt – aber die Entwarnung bleibt aus
Der Preisdruck in Deutschland lässt nach, wie die Ifo-Preiserwartungen zeigen, die im Mai einen Punkt auf 30,3 Punkte fielen. Im Handel sackte der Indikator von 54,3 auf 48,7 Punkte. Dennoch dürften Produzenten- und Verbraucherpreise spürbar steigen: Teurere Energie und knappere Vorprodukte trieben die Produktionskosten, die Unternehmen an ihre Kunden weiterreichten. Das Niveau bleibe trotz des Rückgangs hoch.


HANDEL INTERNATIONAL


Viking eröffnet Marktplatz für Second-Hand-Schuhe
Die norwegische Outdoor-Schuhmarke Viking hat auf ihrer Website den Second-Hand-Marktplatz „ReExplore“ gestartet, meldet Fashionunited.de. Dort könnten Kunden gebrauchte Kinder- und Erwachsenenschuhe der Marke weiterverkaufen, wobei Viking den gesamten Ablauf vom Einstellen bis zur Bezahlung begleite. Man wolle einen vertrauenswürdigen Ort schaffen und Familien den Zugang zu hochwertiger Ausrüstung erleichtern. Verfügbar sei der Marktplatz vorerst in Deutschland, Norwegen, Schweden und Dänemark.

Softbank pumpt 75 Mrd. Euro in französische Rechenzentren
Der japanische Tech-Investor Softbank investiert bis zu 75 Mrd. Euro in französische Rechenzentren, meldet Techcrunch.com. Geplant seien bis zu fünf Gigawatt zusätzliche Kapazität, davon bis 2031 alleine 3,1 Gigawatt für die Region Hauts-de-France. Es handle sich um Softbanks größte KI-Infrastrukturinvestition in Europa. Parallel plane der OpenAI-Geldgeber ein Rechenzentrum in Ohio, betrieben mit einem neuen 9,2-Gigawatt-Gaskraftwerk.


Die KI vor dem Lebensmittelkauf
Mehr als ein Drittel der Verbraucher hat in den vergangenen sechs Monaten KI-Werkzeuge beim Lebensmittelkauf eingesetzt, zitiert Channelx.world eine Studie von Rithum. Zwei Drittel davon nutzten die Tools für Preisvergleiche, 47 Prozent für Produktrecherche, 28 Prozent hätten bereits einen kompletten Einkauf darüber abgeschlossen. KI werde so zum Entdeckungskanal, noch bevor Kunden eine Händlerseite erreichten. Speziell für Lebensmittelhändler wachse damit der Druck, in KI-Umgebungen überhaupt sichtbar zu bleiben.

Die Einkaufsliste vor dem Lebensmittelkauf
Die Planung des Lebensmittelkaufs beginnt im Schnitt 52 Stunden vor dem eigentlichen Einkauf und endet erst 19 Stunden davor, zitiert Carpathia.ch den „Shopper Guide 2026“ der Einkaufslisten-App Bring!. Online-Händler mit eigenen Merklisten im Shop könnten dieses Fenster mit personalisierten Vorschlägen und Abomodellen bespielen. Obwohl 81 Prozent Artikel auf ihrer Liste spontan ergänzten, kaufe die Hälfte gezielt bei Angeboten auf Vorrat. Als Trendkategorie wachse besonders Functional Food, der Begriff „Protein“ habe in Bring! um 370 Prozent zugelegt.

Der Karton entscheidet über den Wiederkauf
Über den Wiederkauf im Online-Handel entscheidet auch der Karton, zitiert Print.de eine Studie von Mondi. Für 67 Prozent der Befragten beeinflusse die Verpackung, ob sie erneut bestellten. So verzichteten 72 Prozent bei überdimensionierten Paketen auf eine weitere Order. Fast jeder nenne Produktschutz als oberste Priorität bei der Verpackung, 86 Prozent erwarteten Nachhaltigkeit. Vier von zehn bemerkten bei ihren Lieferungen bereits Fortschritte bei der Materialeffizienz.

Die Abo-Schlacht endet, bevor sie beginnt
Hat eine App mit Jahresabo eine dreitägige Testphase, finden über die Hälfte der Kündigungen am ersten Tag statt, zitiert Heise.de eine Studie von Revenuecat. Ausschlaggebend sei der sofortige Aha-Moment beim Onboarding. Der Abo-Zeitraum sei entscheidend: Jahresabos würden zu 83,4 Prozent wieder verlängert, Monatsabos nur zu 39,2 Prozent. Dafür kehrten 20 Prozent der Monatskündiger wieder zurück, aber nur fünf Prozent der Jahreskündiger.
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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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