3D-Illustration zu Lieferdiensten, Prime Day, globalen Marktplätzen und Second-Hand-Handel
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Wolt, Shopnow24, Otto, Amazon Prime Day, Alphabet, Digitec Galaxus, Walmart, Indien, Allegro, US-Second-Hand-Markt, Lieferoptionen

Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen. Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen die Redaktion von etailment.de.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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HANDEL NATIONAL

Wolt liefert Frischeparadies-Feinkost an Prenzelberger
Wolt und Frischeparadies starten laut Medienmitteilung ein gemeinsames Pilotprojekt für die Lieferung von Premium-Lebensmitteln. Der Berliner Standort Prenzlauer Berg mache den Anfang: Rund 2.500 Produkte – frischer Fisch, Fleisch, Feinkost und Wein – ließen sich über App und Webseite bestellen und würden innerhalb einer Stunde geliefert. Bei Erfolg solle das Angebot auf weitere deutsche Frischeparadies-Märkte wachsen.

Shopnow24 bringt den Supermarkt um die Ecke ins Netz
Lokale Lebensmittelmärkte werden online bestell- und lieferbar: Das Pilotprojekt Shopnow24 ist laut Pressemitteilung in Bergisch Gladbach und Koblenz gestartet. Über eine App für iOS und Android könnten Kunden aus dem gesamten Sortiment wählen, digital zahlen und ein Lieferfenster buchen. Möglich mache das die Anbindung an die Kassensoftware ISS POS. Man verstehe sich dabei als digitaler Verkaufsraum des Händlers, nicht als Lieferdienst, sagt Geschäftsführer Ihsani Sahbaz. Ein Ausbau auf über 600 Standorte sei vorbereitet.

Otto schickt zwei KI-Assistenten in die App
Otto setzt laut Pressemitteilung künftig auf „AI Commerce“ und bringt zwei neue KI-Assistenten in seine App. Der erste, gemeinsam mit Google entwickelt, ersetze die Schlagwortsuche durch ein Gespräch in natürlicher Sprache, stelle Rückfragen und führe besonders bei beratungsintensiven Käufen wie Waschmaschinen durch die Auswahl. Der zweite, eine Eigenentwicklung, kümmere sich um Lieferungen, Rechnungen und Retouren. KI sei beim größten deutschen Online-Shop seit über 15 Jahren im Einsatz.

Vier Tage Rabattmarathon: Prime Day startet am 23. Juni
Amazon zieht den Prime Day 2026 über vier volle Tage, vom 23. bis 26. Juni, obwohl frühe Deals den Aktionszeitraum zusätzlich dehnen, meldet Channelx.world. Das seit 2015 laufende Rabattereignis finde heuer in 26 Ländern statt, darunter Deutschland, Österreich, UK und die USA; Australien, Brasilien, Indien und Japan folgten später im Sommer. Der Prime Day 2025 sei mit Rekordumsätzen über mehr als 35 Kategorien der bislang erfolgreichste gewesen, auch die Drittanbieter hätten neue Bestmarken erreicht.


HANDEL INTERNATIONAL


Alphabet pumpt 80 Mrd. Dollar in den KI-Ausbau
Alphabet nimmt 80 Mrd. Dollar auf, um den teuren Ausbau seiner KI-Infrastruktur zu finanzieren, meldet Manager-Magazin.de. Die Nachfrage nach KI-Lösungen übersteige die verfügbaren Kapazitäten, so der Konzern. Berkshire Hathaway übernehme Aktien für zehn Mrd. Dollar, 30 Mrd. kämen über Platzierungen und Wandelanleihen, weitere 40 Mrd. über ein Verkaufsprogramm im dritten Quartal. Die Aktie gab zwei Prozent nach.

Digitec Galaxus bietet B2B-Rabatte schon ab zwei Stück
Digitec Galaxus streicht den Mindestbestellwert für B2B-Spezialkonditionen bei Offertenanfragen, meldet ITMagazine.ch. Der Rabatt greife damit schon ab zwei Stück pro Artikel, unabhängig vom Warenkorbumfang. Das hauseigene Angebots-Tool stehe Firmenkunden seit Ende 2024 zur Verfügung und solle die Beschaffung verschlanken; zuvor liefen größere Mengenanfragen nur per E-Mail. Die Rabatte richteten sich nach Menge, Produkttyp, Verfügbarkeit und Lieferantenkonditionen.

Walmart fliegt die millionste Bestellung an die Haustür
Walmart hat eine Million Drohnenlieferungen überschritten, meldet Retail-News.de. Der Service bringe kurzfristig benötigte Alltagsware – Lebensmittel, Haushaltswaren, Medikamente – binnen durchschnittlich 23 Minuten zur Haustür, die schnellste Zustellung gelang in 4 Minuten und 44 Sekunden. Walmart betreibe gemeinsam mit Wing und Zipline 66 Standorte in vier US-Bundesstaaten. Texas führe mit über 200.000 Lieferungen. Rund 40 Prozent aller bisherigen Flüge seien im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 angefallen.

Indien: Amazon, Eternal, Meesho, Swiggy und Zepto koalieren
Fünf E-Commerce-Schwergewichte – Amazon, Eternal, Meesho, Swiggy und Zepto – haben in Indien die „Digital Commerce Coalition“ gegründet, berichtet Livemint.com. Auffällig: Flipkart fehle. Das Bündnis wolle Kundenvertrauen, Lieferketten und Unternehmertum kleiner Betriebe stärken; als Sekretariat fungiere die Beratung Koan Advisory Group. Antrieb sei das rasante Wachstum in indischen Mittelstädten, wo neue Anbieter sowie steigende Smartphone- und Internetnutzung den Online-Handel beflügelten.

Allegro borgt sich 240 Mio. Dollar für KI-Ausbau
Allegro sichert sich einen Kredit über 240 Mio. Euro von der Europäischen Investitionsbank, meldet Indiatimes.com. Polens führende E-Commerce-Plattform wolle damit Forschung, Entwicklung und KI finanzieren, darunter einen Hub für Machine-Learning und große Sprachmodelle. Der Kredit, Teil der Initiative TechEU, decke knapp 40 Prozent der von Allegro geplanten Ausgaben und senke zugleich die Kapitalkosten des Marktplatzes.

Österreichs E-Commerce verzeichnet neuen Rekord
Österreichs Online-Handel erreichte 2025 mit 11,5 Mrd. Euro Bruttoumsatz ein Allzeithoch, berichtet Gabot.de. Der B2C-Umsatz sei um 9,5 Prozent gewachsen, während der Einzelhandel insgesamt nur 2,6 Prozent zugelegt habe. Seit 2017 summiere sich das Online-Plus auf 67 Prozent, gegenüber 28 Prozent im Einzelhandel. Amazon führe mit 29,6 Prozent, dahinter habe sich Temu mit 5,6 Prozent an Zalando vorbeigeschoben.


Wie Gen Z den US-Second-Hand-Markt zur Normalität macht
Der US-Markt für Second-Hand-Mode steuert bis 2029 auf rund 74 Mrd. Dollar zu, meldet Fashionunited.com. Schon heute entfielen etwa 40 Prozent des globalen Resale-Umsatzes auf die USA; der Marktanteil klettere bis dahin auf knapp 20 Prozent. Treiber seien vor allem Gen Z und Millennials: 66 Prozent der Erwachsenen kauften regelmäßig gebraucht, getrieben vom Zwang zu sparen, aber auch von der Jagdlust nach besonderen Einzelstücken.

Lieferoptionen bleiben das wichtigste Argument
Zwei von drei Online-Käufern brechen den Kauf wegen unpassender Lieferoptionen ab, zeigt der E-Commerce Trends Report 2026 von DHL.com. Mehr als jeder Dritte gebe auf, wenn die Nachhaltigkeitsnachweise fehlten. Stärkster Kaufanreiz bleibe immer noch der kostenlose Versand. Außerdem kauften mittlerweile 70 Prozent grenzüberschreitend ein, zehn Punkte mehr als 2025. Zwar nutzten bereits 38 Prozent KI-Assistenten, die Sprachsuche aber lehnten 41 Prozent rundheraus ab.
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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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