Douglas, unbemannte Stores, Talabat, Pineca, Convenience, Amazon, Ebay, Chatbots, Studien von Remazing, OMR, Okta, Sumup

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Kann Pickleball die Lösung sein? Auch durch den Erfolg des E-Commerce stehen Warenhäuser und Einkaufszentren unter Druck, wenn nicht gar leer. Businessinsider.com glaubt zu wissen, wer die Lücken füllen könnte, jedenfalls in den USA: Pickleball-Zentren. Die Mischung aus Tennis, Tischtennis und Federball finde in großen Laden-Immobilien mit ihren hohen Decken und zentralen Lagen perfekte Orte. So werde ein Macy's-Kaufhaus in Richmond, Virginia, gerade zu einem Zentrum mit zwölf Plätzen umgebau...

SBStefan BeckerRedakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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HANDEL NATIONAL

Douglas: Ein Drittel des Umsatzes kommt online herein
Der E-Commerce macht bei Douglas "nach wie vor" mehr als ein Drittel des Gesamtumsatzes aus. Das geht aus der Pressemitteilung zum zweiten Quartal des Geschäftsjahrs hervor (Januar bis März). Insgesamt wuchs das Online-Geschäft im Quartal mit 20 Prozent etwas stärker als das stationäre (19,5 Prozent), auf vergleichbarer Fläche allerdings deutlich weniger stark (12,1 vs. 24,5 Prozent). Douglas spricht denn auch von "der spürbar anziehenden Nachfrage nach persönlicher Beratung und dem Einkaufserlebnis vor Ort" und fügt hinzu, "dass unser Omnichannel-Modell genau der richtige Ansatz ist". Der Konzernumsatz stieg um 19,3 Prozent auf 858,5 Mio. Euro (vergleichbare Fläche: um 19,9 Prozent). Die Douglas-App habe insbesondere zum Wachstum beigetragen: 27 Prozent mehr Umsatz, zudem mehr Bestellungen und mehr monatliche Nutzer.

DHBW: Tagung zu unbemannten Stores
Die Duale Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn (DHBW) organisiert eine Tagung zu einem Ladenkonzept, das sich auch gegen Lieferdienste stellt: "Smart Stores 24/7 – Autonom in die Zukunft?" heißt die Tagung am 11. und 12. Juli 2023 in Heilbronn. Es geht unter anderem um Grab & Go, Self-Scanning und automatische Ladenboxen, also "um die gesamte Bandbreite der unbemannten Store-Konzepte".


HANDEL INTERNATIONAL

VAE: Delivery Hero führt KI-gestützte Einkaufshilfe ein
Der Lieferdienst Talabat aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, eine Tochter von Delivery Hero, ergänzt seine App um die Chat-GPT-gestützte Einkaufshilfe "Talabat AI": Talabat-Kunden können nach Rezepten suchen, das Tool findet dann die nötigen Zutaten, nennt Nährwertangaben und passende Beilagen, so die Pressemitteilung. Bisher stehe die Beta-Version Talabat-Pro-Kunden in den VAE zur Verfügung, eine Ausweitung auf Kuwait und andere Märkte sei für das laufende Jahr geplant.

Pineca expandiert in die Niederlande
Pineca, litauischer Online-Anbieter vorgefertigter Holz-Gartenhäuser, eröffnet einen Online-Shop in den Niederlanden, schreibt Ecommercenews.eu. Das Unternehmen sei auch in Deutschland unterwegs, außerdem in Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Portugal. Zwei weitere Märkte sollen 2023 noch folgen.

USA: Lieferdienste nehmen für Convenience zunehmend Geld
"Lieferungen waren mal billig, aber das war zu Zeiten, als die Unternehmen in der Start-up-Phase und auf neue Kunden aus waren, ohne sich Gedanken über die Kosten zu machen": Bloomberg analysiert die Zunahme von Serviceentgelten für Lebensmittel-Lieferungen in den USA. Inzwischen gebe es Zuschläge für kleine Bestellungen, für Benzin und für die Lieferung in bestimmte Gegenden. Zusammen mit dem Trinkgeld könne eine Sechs-Dollar-Bestellung auf 14 Dollar kommen. Nach Konsolidierung des Marktes seien Doordash, Uber Eats und Grubhub übrig geblieben, da bleibe Kunden nicht viel Wahl. "Wir werden meckern, aber wir sind süchtig nach Bequemlichkeit geworden – und das ist der Preis der Bequemlichkeit", so das Fazit.

Pro und Contra Amazon

  • Pro: Eltern und Großeltern, die in den britischen Amazon-Verteilzentren arbeiten, können sich in Zukunft dafür entscheiden, nur während der Schulzeit zu arbeiten und während der Schulferien frei zu haben. Das berichtet TheGuardian.com. Amazon zufolge sei ein Test in drei Verteilzentren vorausgegangen.
  • Contra: In den USA klagen Fahrerinnen und Fahrer gegen Amazon, weil sie keine Zeit für Toilettenpausen hätten und gezwungen seien, ihre Notdurft in Flaschen und Beuteln zu verrichten. Wie Forbes.com schreibt, seien die Mülleimer an den Fulfillment-Centern "überfüllt" mit Flaschen voller Urin. (Via Amazon-Watchblog.de.)

Ebay testet Produktbeschreibung per Chat GPT
Ausgewählte Händler können in der Ebay-App eine neue Funktion für Produktbeschreibungen testen: Der "Generative AI Description Generator" nutze Chat GPT für die Texterstellung. Das berichtet ChannelX.world und warnt: Bereits selbst erstellte Beschreibungen würden dabei unwiederbringlich überschrieben. Erste Reaktionen zeigten, dass vielen Händlern die Texte nicht gefielen. Aber es ist ja noch die Beta-Version für Android. Ob die ausformulierten Beschreibungen wirklich mehr verkaufen als Stichwörter, stehe zudem noch dahin, so die Website.

Conversational Commerce: Wo Chatbots punkten – und wo sie an ihre Grenzen stoßen
KI und Fachkräftemangel machen sie immer beliebter: Chatbots. Doch was bringen Chatbots im Kaufprozess von Onlinekunden tatsächlich? Können sie heute oder zukünftig die Kommunikation mit Menschen ersetzen? Diesen Fragen geht Felix Schirl, CEO der Trbo GmbH, in einem Expertenbeitrag für Etailment nach.

Einige Studien in Kürze

  • "Im Onlinehandel fällt die Inflation weitgehend aus" – zu diesem Schluss kommt Handelsblatt.com aufgrund einer Untersuchung von Remazing. Der E-Commerce-Dienstleister habe die Preise auf dem Amazon-Marktplatz untersucht. Die Preise für Babywaren, Kosmetik und Körperpflege lägen sogar unter Vorjahr. Haushaltswaren und Möbel seien dagegen teurer geworden. Ähnliches habe Adobe für die USA ermittelt.
  • Die Marketing-Blogger von OMR haben ermittelt, welche Unternehmen auf Tiktok die meisten Follower zählen. Unter den Top 25 ist kein einziger Händler vertreten, Sport- und Medien-Unternehmen dominieren. Werden sie herausgerechnet, dann sind Zara, Shein und Shopee Philippines in den Top 20 zu finden.
  • 75 Prozent der 20.000 befragten Verbraucher in 14 Ländern wollen mehr Selbstbestimmung für ihre persönlichen Daten, sie seien weder bei Regierungen noch bei Unternehmen hinreichend geschützt. Das ergab der "Customer Identity Trends Report" von Okta, zitiert von Ibusiness.de.
  • 51,3 Prozent der befragten deutschen Händler suchen sich lokale Zulieferer, 40,3 Prozent machen Nachhaltigkeit zum Auswahl-Kriterium. Das berichtet das Fintech Sumup. 30 Prozent der kleinen Händler entschieden sich zudem für Strom aus erneuerbaren Energiequellen. (Umfrage unter insgesamt 2.681 Sumup-Händlern in Deutschland, Großbritannien, Italien und Frankreich.)

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SB
Geschrieben vonStefan Becker

Redakteur

Stefan Becker arbeitet seit Sommer 2022 als Redakteur für „Der Handel“ und Etailment.de, nachdem er zuvor ein gutes Jahr als freier Mitarbeiter dabei war. Der Diplom-Journalist (TU Dortmund) kommt aus dem Lokaljournalismus („Recklinghäuser Zeitung“, Volontariat beim „Solinger Tageblatt“) und verbindet im Deutschen Fachverlag seine Erfahrungen aus dem Verbraucher- (sieben Jahre „Öko-Test“) und dem Fachzeitschriften-Journalismus (sechs Jahre „Touristik-Report“).

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