Einfachbacken.de, OpenAI in München, Amazon + Workation, Dazn, Exporte, De-Minimis wieder gültig, Meta entlässt, Mistral, Shopify

Einfachbacken.de, OpenAI in München, Amazon + Workation, Dazn, Exporte, De-Minimis wieder gültig, Meta entlässt, Mistral, Shopify

Aktuelle E-Commerce-News: Einfachbacken.de, OpenAI in München, Amazon + Workation, Dazn, Exporte, De-Minimis wieder gültig und weitere Themen im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Aus Burdas Einfachbacken.de wird ein Shop
Burdas großes Back-Portal „Einfachbacken.de“ (28 Mio. Visits laut IVW Dezember 2024) startet in Kooperation mit Dekoback einen eigenen Online-Shop, wie das Unternehmen mitteilt. Während Dekoback den operativen Betrieb, die Logistik und den Kundenservice übernimmt, stellt der Burda-Verlag die reichweitenstarke Plattform und hochwertigen Content bereit. Der Shop startet mit 200 Produkten, die nach den Qualitätsstandards von Einfachbacken.de ausgewählt sind, eine kontinuierliche Sortimentserweiterung und eigene Markenprodukte sind in Planung.

Amazon verbietet auch Workation
Nachdem Amazon alle Mitarbeiter in Büro zurückgepfiffen hat – sofern es die jeweilige Gesetzlage erlaubte – wird nun auch „Workation“ für die deutschen Mitarbeiter komplett und ersatzlos gestrichen, berichtet Businessinsider.de. Die Regelung ermöglichte flexible Regelungen rund um Auslandsaufenthalte oder Ferien. Ab jetzt heißt es: Fünf Tage im Büro in Deutschland, Punkt. Konzernchef Andy Jassy begründet die Entscheidung mit den signifikanten Vorteilen der Zusammenarbeit vor Ort. Eine Umfrage von PwC zeigt dabei die Brisanz der Entscheidung: Für 81 Prozent der Unter-40-Jährigen ist die Option, aus dem Ausland zu arbeiten, ein wichtiges Kriterium bei der Jobwahl.

OpenAI eröffnet deutsches Büro in München
OpenAI eröffnet in den kommenden Monaten seine erste deutsche Niederlassung in München, berichtet Techinasia.com. Deutschland sei mit der höchsten Zahl an Nutzern, zahlenden Abonnenten und Entwicklern der wichtigste europäische Markt für das Unternehmen. Die Entscheidung folge auf Gespräche mit deutschen Behörden seit 2023 und werde von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Germany Trade & Invest unterstützt. Andere europäische Standorte sind Paris, Brüssel und Dublin.

Sammelklage gegen Dazn
Der Verbraucherzentrale Bundesverband teilt mit vor dem Oberlandesgericht Hamm eine Sammelklage gegen den Sportstreaming-Dienst Dazn wegen umstrittener Preiserhöhungen in den Jahren 2021 und 2022 eingereicht zu haben. Die Preise stiegen zunächst von monatlich 11,99 auf 14,99 Euro und später auf 29,99 Euro, bei Jahresabonnements von 119,99 über 149,99 auf 274,99 Euro. Betroffene Nutzer können sich ab sofort kostenlos im Klageregister beim Bundesamt für Justiz anmelden und erhalten im Erfolgsfall eine direkte Rückerstattung der zu viel gezahlten Beträge.

Exporte überraschend um 2,9 Prozent gestiegen
Die deutschen Exporte sind im Dezember 2024 überraschend um 2,9 Prozent auf 131,7 Mrd. Euro gestiegen, berichtet das Statistische Bundesamt. Die Importe legten im gleichen Zeitraum um 2,1 Prozent auf 111,1 Mrd. Euro zu, wodurch sich ein Handelsüberschuss von 20,7 Mrd. Euro ergab. Im Gesamtjahr 2024 verzeichnete Deutschland allerdings einen Exportrückgang von einem Prozent, während die Importe um 2,8 Prozent sanken, was zu einem Jahresüberschuss von 241,2 Mrd. Euro führte.


HANDEL INTERNATIONAL

Aussetzung der De-Minimis-Regel ausgesetzt
Die US-Regierung hat die geplante Aussetzung der zollfreien Einfuhr von Kleinsendungen aus China vorerst ausgesetzt, berichtet Reuters.com. Die überraschende Änderung hatte zuvor bei Zoll, Paketdiensten und Online-Händlern für erhebliche Störungen gesorgt, besonders am New Yorker JFK-Flughafen, wo sich über eine Million Pakete stauten. Die Regelung hätte mehr als eine Milliarde jährlicher Paketsendungen unter 800 Dollar betroffen, die bisher vereinfacht und zollfrei eingeführt werden konnten, darunter Lieferungen von Temu und Shein.

Entlassungswelle bei Meta beginnt heute
Der Facebook-Konzern Meta plant laut internen Mitteilungen, die Reuters.com einsehen konnte, eine neue Entlassungswelle, die in den meisten Ländern am Montag um fünf Uhr morgens (Ortszeit) beginnen solle. Die Kündigungen beträfen etwa fünf Prozent der leistungsschwächsten Mitarbeiter, wobei Beschäftigte in Deutschland, Frankreich, Italien und den Niederlanden aufgrund lokaler Vorschriften ausgenommen seien. Gleichzeitig forciere Meta im Zeitraum vom 11. Februar bis 13. März 2025 die Einstellung von Fachingenieuren für maschinelles Lernen und andere geschäftskritische Positionen.

Amazons Zahlen überzeugen Analysten nicht
Amazon erwirtschaftete im vierten Quartal 2024 einen Rekordumsatz von 187,8 Mrd. Dollar, was einem Anstieg von zehn Prozent entspricht, während sich der Gewinn auf 21,2 Mrd. Dollar nahezu verdoppelte. Im Gesamtjahr 2024 steigerte der Konzern seinen Umsatz um elf Prozent auf 638 Mrd. Dollar und den Gewinn um 86 Prozent auf 68,6 Mrd. Dollar. Die Wachstumsaussichten für 2025 trüben sich jedoch ein, denn laut CNBC.com könnte das erste Quartal mit einer prognostizierten Umsatzsteigerung von nur fünf bis neun Prozent das schwächste Wachstum seit 1997 bringen. Zusätzliche Unsicherheit bringt die Ankündigung, weitere 100 Mrd. Dollar in die KI-Infrastruktur zu investieren.

Global Fashion Group schrumpft acht Prozent
Der Luxemburger Online-Modehändler Global Fashion Group verzeichnete 2024 einen Rückgang des Nettowaren-Volumens um acht Prozent auf 1,18 Mrd. Euro, wie Textilwirtschaft.de berichtet. Während die Geschäfte in Australien und Neuseeland um neun Prozent sowie in Lateinamerika um zwei Prozent zulegten, schrumpfte das Transaktionsvolumen in Südostasien um 20 Prozent. Der bereinigte operative Verlust sank dabei deutlich auf etwa 22 Mio. Euro, was einer Verbesserung von mehr als 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.


Mistral peppt seinen Chatbot „le Chat“ auf
Der französische KI-Entwickler Mistral hat laut Heise.de seinen Chatbot „le Chat“ mit neuen Funktionen ausgestattet und als kostenlose App für Android und iOS veröffentlicht. Das Unternehmen aus Paris integriert für die Bildgenerierung das deutsche KI-Modell „Flux Ultra“ von Black Forest Labs und wirbt mit einer Verarbeitungsgeschwindigkeit von bis zu 1.000 Wörtern pro Sekunde. Der Chatbot, der Dokumente und Bilder analysieren sowie Code interpretieren kann, ist in der Basisversion kostenfrei nutzbar, während das Premium-Abonnement für intensive Nutzung 15 Dollar monatlich kostet.

Shopify wendet sich gegen die Abschaffung der Zollfreigrenze
Weltweit schaffen kleine und mittlere Unternehmen mehr als zwei Drittel aller Arbeitsplätze und treiben damit die Beschäftigung voran, argumentiert Shopify in einem offenen Blogbeitrag. Man setze sich deshalb für einen offenen Welthandel und die Beibehaltung der Zollvereinfachungen für Kleinunternehmen ein, die derzeit ein Handelsvolumen von über 24 Billionen Dollar ermöglichen. Anstelle von Zollerhöhungen oder der Abschaffung von Freigrenzen empfehle Shopify, die Zollabwicklung zu digitalisieren und die Wettbewerbsfähigkeit des globalen Handels zu stärken.

Ein Drittel der Internetnutzer shoppt wöchentlich online
Ein Drittel der deutschen Internetnutzer kauft mindestens einmal pro Woche online ein, wie eine Bitkom-Umfrage unter 1.006 Personen ab 16 Jahren zeigt. Nur drei Prozent gaben an, niemals online zu kaufen. Acht von zehn Online-Käufern prüfen bei Rabattaktionen genau die Bedingungen, dennoch haben zwei Drittel aufgrund solcher Angebote schon mehr gekauft als geplant. 38 Prozent fühlen sich im Geschäft stärker zum Kauf gedrängt als im Internet.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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