Geschenkekauf, Amazon, Bruttoinlandsprodukt, Konsumklima, Alexa, Klarna, Revolve, Bigbasket, Naspers, Schweiz, Similarweb, Shein

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Aktuelle E-Commerce-News: Geschenkekauf, Amazon, Bruttoinlandsprodukt, Konsumklima, Alexa, Klarna, Revolve, Bigbasket und weitere Themen im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Geschenke werden hauptsächlich online gekauft
Knapp 60 Prozent der Ausgaben für Geschenke in Deutschland fließen in den Online-Handel, wie eine GfK-Studie für Otto zeigt. Gutscheine, Spielwaren und Bücher sind die beliebtesten Präsente, gefolgt von Bargeld und Kleidung. Ein Viertel achtet beim Geschenkeshopping auf Nachhaltigkeit, für 36 Prozent kommen durchaus auch Secondhand-Produkte in Frage. Bei Geburtstagsgeschenken planen 22 Prozent der Deutschen, 2024 mehr auszugeben als im Vorjahr, 63 Prozent wollen ihr Budget nicht verändern.

Amazon: Versand an Abholstationen kostet 1,99 Euro
Amazon verlangt neuerdings 1,99 Euro für den Standardversand an Abholstationen und Schließfächer bei Bestellungen unter 39 Euro, berichtet Spiegel.de. Diese Änderung gilt nicht für Prime-Mitglieder und bestimmte Produkte wie Bücher. Das Unternehmen begründet die Anpassung mit regelmäßigen Überprüfungen der Preisstruktur, um „Kunden einen größeren Mehrwert“ zu bieten.

Bruttoinlandsprodukt sinkt leicht
Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ist im 2. Quartal 2024 um 0,1 Prozent gesunken, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Die Konsumausgaben blieben mit einem leichten Anstieg von 0,1 Prozent stabil, wobei aber der private Konsum um 0,2 Prozent sank und die Staatsausgaben um 1,0 Prozent zunahmen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich das preisbereinigte BIP um 0,3 Prozent. Auch die Investitionen gingen deutlich zurück – die Ausrüstungsinvestitionen um 6,5 Prozent und die Bauinvestitionen um 3,2 Prozent.

Konsumklima trübt sich deutlich ein
Das Konsumklima in Deutschland hat im August einen Rückschlag erlitten, wie das GfK-Konsumklima zeigt. Der Indikator sinkt in der September-Prognose um 3,4 Punkte auf minus 22,0 Punkte. Vor allem die Einkommenserwartung bricht mit einem Minus von 16,2 Zählern auf 3,5 Punkte ein. Die Anschaffungsneigung fällt moderat um 2,5 Punkte auf minus 10,9 Punkte, während die Konjunkturerwartung um 7,8 Punkte auf 2,0 Punkte nachgibt.


HANDEL INTERNATIONAL

Alexa-Abo wahrscheinlich ab Oktober
Amazon plant laut einem Bericht von Washingtonpost.com die Einführung eines kostenpflichtigen Alexa-Abos Mitte Oktober. Der monatliche Preis könnte bis zu 10 Dollar betragen, wobei die genaue Abostruktur noch nicht feststeht. Das Premium-Angebot soll verbesserte Funktionen wie eine erweiterte Nachrichtenzusammenfassung, bessere Rezeptsuche und einen Kinder-Chatbot beinhalten. Amazon verkaufte laut Golem.de bis 2023 weltweit über 500 Mio. Alexa-fähige Geräte, wobei die Anzahl aktiver Nutzer unbekannt ist.

Klarna wächst 27 Prozent
Klarna verzeichnete im ersten Halbjahr 2024 ein Umsatzwachstum von 27 Prozent. Das Unternehmen schloss Partnerschaften mit großen Unternehmen wie Uber und Airbnb und erreichte mit 575.000 Händlerpartnerschaften in den letzten 12 Monaten einen GMV von über 88 Mrd. Euro. Mit einem Net Promoter Score von 75 und über 31 Mio. monatlich aktiven Nutzern hat Klarna sein Angebot um Funktionen wie „Cashback“ und „Klarna Balance“ erweitert, um die Kundenbindung zu stärken. Ziel ist es laut Pressemitteilung, an jedem Checkout verfügbar zu sein.

Revolve eröffnet stationäres Geschäft
Der amerikanische Online-Modehändler Revolve erweitert seine Strategie um stationäre Geschäfte, und eröffnet seinen ersten Laden in Aspen, berichtet Fashionunited.com. Diese Entscheidung basiere auf veränderte Erwartungen der Verbraucher, die sich greifbare Einkaufserlebnisse wünschten. Revolve plane weitere Filialen in Schlüsselorten wie den Hamptons oder in Beverly Hills. Die neue Hybridstrategie wird von Analysten gemischt aufgenommen, was sich in einer gesunkenen Unternehmensbewertung widerspiegelt.

Bigbasket stellt auf Quick-Commerce um
Der Online-Lebensmittelhändler Bigbasket will ab nächstem Monat vollständig auf ein Quick-Commerce-Modell mit Lieferzeiten von 10 bis 30 Minuten umstellen, berichtet Inc42.com. Über seine Sparte BBNow, die bereits 50 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht, will das Unternehmen künftig nicht nur Lebensmittel, sondern auch Großgeräte und teurere Produkte liefern. Die strategische Neuausrichtung erfolgt vor dem Hintergrund eines für 2025 geplanten Börsengangs.

Südafrika: Naspers erwartet 5,2 Mrd. Dollar E-Commerce-Umsatz
Naspers prognostiziert, dass der E-Commerce bis 2035 mehr als 5,2 Mrd. Dollar zur südafrikanischen Wirtschaft beitragen wird, berichtet Biznews.com. Das entspräche 1,38 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und könnte 340.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Naspers, Eigentümer des größten Online-Händlers „Takealot“, hat kürzlich seine Dienstleistungen um Ein-Stunden-Lieferungen erweitert, um mit Amazon zu konkurrieren. Der E-Commerce-Arm von Naspers erzielte im Geschäftsjahr bis März 2024 erstmals einen Jahresgewinn von 38 Mio. Dollar.


Personalisierte Werbung – diese Grenzen setzt der EU AI Act
Künstliche Intelligenz kann neue Türen zu persönlicher Kundenansprache aufstoßen. Der frisch in Kraft getretene EU AI Act macht allerdings einige Türen gleich wieder zu. Welche, das erläutert KI-Experte Helmut van Rinsum auf Etailment.de.

75 Prozent der Schweizer kaufen online
75 Prozent der von der Schweizerischen Post Befragten kaufen mindestens einmal im Monat online ein, berichtet Carpathia.ch. Suchmaschinen sind der häufigste Ausgangspunkt für die Produktsuche, gefolgt von Digitec Galaxus (36 Prozent), Amazon (21 Prozent), Zalando (19 Prozent) und Ricardo (16 Prozent). Die Beliebtheit chinesischer Onlineshops stieg von 37 auf 47 Prozent, wodurch Temu hinter Digitec Galaxus und Zalando zum drittbeliebtesten Onlineshop aufstieg. Twint bleibt mit 81 Prozent die beliebteste Zahlungsmethode in der Schweiz.

Similarweb kann KI-Übersichten vorhersagen
Similarweb hat ein Update für seinen „Rank Tracker“ veröffentlicht, mit dem Marketer und SEO-Profis vorhersagen können, welche Suchbegriffe Googles KI-Übersicht anstelle der bekannten Linklisten auslösen werden, berichtet Channelx.world. Diese neu eigeführte Funktion von Google könnte das Nutzerverhalten und damit auch die SEO grundlegend verändern. Das Update ermöglicht es nun, Keywords nach dem Vorhandensein von KI-Überblicken zu filtern, um Marketingstrategien entsprechend anzupassen.


NACHHALTIGKEIT

Sheins Emissionen 45 Prozent gestiegen
Die Treibhausgasemissionen der chinesischen Fast-Fashion-Plattform Shein sind laut dem eigenen Nachhaltigkeitsbericht 2023 um 45 Prozent auf 16,68 Mio. metrische Tonnen CO2-Äquivalente gestiegen, berichtet Fashionunited.de. Mehr als 99 Prozent dieser Emissionen stammen aus der Lieferkette. Mit einer täglichen Produktion von bis zu 100.000 Kleidungsstücken verschärft Shein zudem die Probleme beim Recycling, da die verwendeten Materialmischungen oft schwer aufzubereiten sind.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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