3D-Illustration zu Gewährleistung, Payment, Sneaker-Trend und Handel im E-Commerce
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Gewährleistungslabel, Mediamarkt + Wero, Tiktok, Temu, London Sneaker School, Korean Wave, Südafrika, Kardvin, Volksbanken + Bitcoin

Aktuelle E-Commerce-News: Gewährleistungslabel, Mediamarkt + Wero, Tiktok, Temu, London Sneaker School, Korean Wave und weitere Themen im Überblick.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

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HANDEL NATIONAL

Gewährleistungslabel wird 2026 im Online-Shop Pflicht
Ab September 2026 müssen Online-Händler ein einheitliches EU-Label für Gewährleistung und Garantie einbinden, wie Onlinehaendler-News.de berichtet. Das Piktogramm solle die zweijährige Mindestgewährleistung, Verbraucherrechte bei Mängeln und einen QR-Code zu EU-Informationsseiten enthalten. Die farbige Darstellung müsse hervorgehoben vor Vertragsabschluss erfolgen. Es dürften nur die vorgegebenen EU-Vorlagen verwendet werden, keine eigenen Formulierungen. Für Online-Händler bedeute dies zusätzlichen technischen Aufwand und neue Abmahnrisiken.

Ebay: Das Weihnachtsgeschäft startet schon
Die Hochsaison im E-Commerce startet nicht erst zur Cyber Week, denn 38 Prozent der Deutschen fangen schon bis Oktober mit dem Weihnachts-Shopping an, zeigt das Ebay „Peak-Season Playbook“. 72 Prozent der Verbraucher wollten dafür ihr Budget halten oder erhöhen. Besonders in fünf Kategorien gebe es deutliche Peaks: Elektronik, Fashion, Sammeln & Spielzeug, Haus & Garten sowie Automobiles. So würden sich beispielsweise Ende September Audio-Komplettsets (+ 215 Prozent), Anfang Oktober Ritterburgen (+ 90 Prozent), Ende Oktober Festplattentaschen (+ 45 Prozent) und im November Badebomben (+ 55 Prozent) besonders gut verkaufen.

Mediamarkt-Saturn testet Wero im E-Commerce
Das europäische Bezahlsystem Wero startet ab Oktober bei ersten deutschen Online-Händlern, berichtet Watson.de. Mediamarkt-Saturn plane den Einsatz; Otto und Rossmann würden auch mit dem Echtzeitzahlungssystem liebäugeln. In Deutschland hätten sich bereits 1,8 Mio. Nutzer registriert, europaweit seien es 43 Mio. Ab nächstem Jahr plane Wero überdies Zahlungen per NFC-Chip oder QR-Code an den Kassen des stationären Handels.


HANDEL INTERNATIONAL

Tiktok: USA kündigen Einigung mit China an
Die US-Regierung hat eine Einigung mit China verkündet, die den Verkauf von Tiktok an ein amerikanisches Unternehmen ermöglichen solle, berichtet Spiegel.de. Die ursprüngliche Frist für das Verbot der chinesischen Plattform in den USA wäre eigentlich morgen abgelaufen, werde aber laut US-Handelsbeauftragtem Jamieson Greer wohl verlängert. Alle weiteren Details blieben unklar – weder interessierte Käufer noch Zeitpläne seien genannt worden. Am Freitag wolle Präsident Trump mit Chinas Staatschef Xi Jinping telefonieren.

Temu in Frankreich unter den Fashion-Top-Ten
Temu hat seinen Marktanteil im französischen Online-Modehandel innerhalb eines Jahres von 0,5 auf 3,1 Prozent ausgebaut und erreicht die Top Ten, berichtet Retail-News.de. Zalando halte mit 7,4 Prozent die Spitze, gefolgt von Vinted mit 7,1 Prozent. Amazon rutsche von 7,4 auf 6,5 Prozent ab. Der Markt polarisiere sich weiter: 67,3 Prozent aller Online-Modeausgaben entfielen mittlerweile auf nur 20 Plattformen. In den Nischen könnten sich nur noch wenige Anbieter wie Nike (4,1  Prozent) oder Decathlon (2,1  Prozent) halten.

Temu lädt Schweizer Online-Händler ein
Temu startet sein „Local-to-Local“-Programm in der Schweiz und ermöglicht Online-Händlern den direkten Verkauf auf der chinesischen Plattform, meldet Swissinfo.ch. Schweizer Unternehmen könnten zunächst ausschließlich innerhalb der Landesgrenzen verkaufen und versenden, doch eine spätere Expansion in weitere Märkte sei geplant. In Deutschland und anderen europäischen Ländern laufe die Initiative bereits erfolgreich.

London Sneaker School startet Schuh-Design-Plattform
Die London Sneaker School startet die Plattform „Kickback“, die jedem ermöglichen soll, Schuhe zu designen und zu verkaufen, berichtet Fashionunited.com. Durch die Unterstützung eines Schuhs erhalten Unterstützer „Kickbacks“, wie Prämien, frühen Zugang zu neuen Modellen und Mitspracherecht bei der Weiterentwicklung. Die erste Kollektion „SKL“ fungiere mit frei verfügbaren Open-Source-Schnittmustern gleichzeitig als Lehrmittel. In der Alpha-Phase kooperiere Kickback mit etablierten Kreativen, um neue Wege der kollektiven Markenentwicklung zu testen.

Die „Korean Wave“ schwappt in den Wiederverkaufsmarkt
Die koreanische Second-Hand-Plattform Bunjang Global verzeichnet einen explosiven Nutzerzuwachs von 260 Prozent auf über eine Million monatlich aktive User, berichtet Kedglobal.com. Der Handelsumsatz sei um 333 Prozent geklettert, während sich die Anzahl der Verkäufe um 345 Prozent gesteigert habe. Auch internationale Plattformen wie Carousell und Vinted würden die „Korean Wave“ rund um K-Pop-Merchandise und koreanische Kulturprodukte mit eigenen Kategorien befeuern. Experten sehen koreanische Wiederverkaufsplattformen zwar als künftige Exportschlager, fordern dafür jedoch nötige Steuerreformen.

Südafrika: E-Commerce-Boom löst Arbeitsplatzangst aus
Südafrikas Online-Handel wächst bis Ende des Jahres auf sieben Mrd. Dollar und erreicht erstmals zehn Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes, berichtet Businessinsider.com. Das rasante Wachstum von 38 Prozent habe jedoch bereits 8.100 lokale Arbeitsplätze durch internationale Konkurrenten wie Shein und Temu gekostet. Bis 2030 seien weitere 34.000 Jobs bedroht. Während die Regierung Zollregeln verschärfe, bleibe die Durchsetzung noch lückenhaft. Gleichzeitig hemmt die digitale Kluft das Potenzial: 65 Prozent der Subsahara-Afrikaner bleiben offline, da Smartphones bis zu 16 Prozent des Monatseinkommens kosten.


Kardvin holt Läden ins Metaverse
Kardvin, beheimatet in San Francisco, hat seine E-Commerce-Plattform gestartet, um den stationären Handel mit dem digitalen Metaverse zu verschmelzen, berichtet Techbullion.com. Die Blockchain-basierte Lösung verwandle reale Produkte in digitale Kopien und ermögliche Kunden über virtuelle Avatare das „Anprobieren“ von Kleidung in realistischen, aber virtuellen Shopping-Malls. Das einheitliche Zahlungssystem „Kardvin Pay“ funktioniere in beiden Welten, virtuelle Käufe landeten per geplantem globalem Liefernetzwerk an der Haustür. Sportgiganten wie Adidas und Nike hätten bereits Standorte in den virtuellen Einkaufszentren reserviert.

Jedes dritte Unternehmen nutzt KI
Jedes dritte deutsche Unternehmen nutzt inzwischen Künstliche Intelligenz – fast doppelt so viele wie vor einem Jahr, zeigt eine Bitkom-Studie. Weitere 47 Prozent planten oder diskutierten den Einsatz; nur noch 17 Prozent betrachteten KI als irrelevant. Acht von zehn Firmen sähen KI als wichtigste Zukunftstechnologie, 51 Prozent glaubten sogar, Unternehmen ohne KI hätten keine Zukunft. Hauptsächlich komme die Technologie im Kundenkontakt (88 Prozent) und bei Kommunikation & Marketing (57 Prozent) zum Einsatz. 93 Prozent würden einen deutschen KI-Anbieter bevorzugen, chinesische Modelle kämen nur für 18 Prozent in Frage, russische für keinen der Befragten.

Volksbanken entdecken Bitcoin für sich
Deutschlands Volksbanken wärmen sich zunehmend für Bitcoin und andere Kryptowährungen auf, berichtet Heise.de. Eine Genoverband-Umfrage zeige, dass mittlerweile 71 Prozent der Institute Kryptohandel anbieten wollten – ein Drittel plane die Einführung in den nächsten fünf Monaten. Die technische Plattform der DZ Bank stehe bereit, nachdem eine Pilotphase mit sechs Volksbanken erfolgreich abgeschlossen worden sei. Auch Sparkassen arbeiteten an einem entsprechenden Angebot über die Dekabank.

Jeder Siebte manipuliert seine Arbeitszeit
Jeder siebte Arbeitnehmer erfasst seine Arbeitszeit regelmäßig nicht korrekt; 72 Prozent erledigen Privates während der Arbeitszeit, berichtet Manager-Magazin.de. Fast ein Drittel der befragten Unternehmen taxiere die wirtschaftlichen Schäden durch manipulierte Zeiterfassung auf über zehn Prozent ihres Umsatzes. Als Hauptmotiv gälten unbezahlte Überstunden – von jährlich rund einer Milliarde geleisteten Mehrarbeitsstunden in Deutschland bleibe etwa die Hälfte unbezahlt. Die häufigste Betrugsform seien verlängerte Pausenzeiten, die 38 Prozent der Befragten bei ihren Kollegen beobachtet hätten.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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