Grünfuchs, Weltbild, Kleinanzeigen, Bettermile, Airbnb, Buy on Google, Tiktok in London, Sendcloud + Tracey, Big Commerce, Verpackung

Grünfuchs, Weltbild, Kleinanzeigen, Bettermile, Airbnb, Buy on Google, Tiktok in London, Sendcloud + Tracey, Big Commerce, Verpackung

E-Commerce kompakt: Aktuelle News zu Grünfuchs, Weltbild, Kleinanzeigen, Bettermile, Airbnb, Buy on Google, Tiktok in London und weiteren Themen des Tages.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Schneller als Amazon: Wie ein Göttinger Start-up lokale Händler stärken will
Das Start-up Grünfuchs will den innerstädtischen Einzelhandel stärken, indem es Kunden die Ware nach dem Einkauf nach Hause liefert. So soll der Stadtbummel bequemer und auch für ältere Menschen wieder attraktiv werden. Auch Bestellungen per Telefon, E-Mail oder Onlineshop werden spätestens am Folgetag ausgeliefert. Eine Ausweitung des Göttinger Pilotprojektes auf andere Städte ist bereits in Planung. Etailment hat mit Grünfuchs-Gründer Felix Dossmann gesprochen.

girocard mit neuen Funktionen
Die girocard ist mit Abstand die beliebteste bargeldlose Zahlungsmethode in Deutschland. Damit das so bleibt, wird sie umfangreich weiterentwickelt. Händler können über eine Umfrage ihre Ideen dazu äußern. Mehr lesen

Weltbild verhindert Grounding von EOD Groundies
Der Handelskonzern und E-Commerce-Spezialist Weltbild D2C Group übernimmt EOD. Der Schuhanbieter aus Freiburg im Breisgau war zuletzt trotz 20 Mio. Euro Jahresumsatz in die Insolvenz gerutscht. Ihm gehört die Barfußschuhmarke Groundies, deren Zukunft nun gesichert ist. Gesundheit, Nachhaltigkeit und sinnhafte Mode seien große gesellschaftliche Trends, sagt laut einem Bericht von Fashiontrends.de Weltbild-CEO Christian Seiler. „Groundies passt perfekt zu unserem Portfolio.“

Wie geht es weiter bei Kleinanzeigen?
Endgültig emanzipiert von den Anfängen als Ebay-Tochter? Was sagen die Kunden zur Namensänderung in Kleinanzeigen? Die Umbenennung ging gemäß Internetworld.de reibungslos vonstatten, trotz des großen technischen Aufwands und begleitet von einer deutschlandweiten Werbekampagne. Im Podcast „Touch Point“ verrät CEO Paul Heimann, was ihm wirklich Sorgen macht: Online-Betrug. Daher führe Kleinanzeigen gerade unter anderem eine Zwei-Faktor-Authentifizierung ein.

Studie: Paketverfolgung weckt Emotionen
Eine Befragung von Customer Code unter 1.310 Paketempfängern zeigt: Radikal user-zentrierte Geschäftsmodelle wie bei Wolt oder Uber haben sich auf die Erwartungen an die Paketzustellung übertragen. Empfänger möchten vor allem wissen, wann genau ihr Paket ankommt. Dementsprechend werde die Echtzeitverfolgung für 64 Prozent zum Standard und beeinflusst die Tagesplanung von 77 Prozent der Nutzer. Auftraggeber der Studie ist Bettermile, Anbieter einer KI-basierten Software für die Zustellung auf der letzten Meile. Für ihn wohl nicht überraschend, dass dabei auch Emotionen im Spiel sind. Bei 62 Prozent der Befragten steigerten Echtzeit-Tracking die Vorfreude. Dennoch schnitten die Systeme von Start-ups im Test schlechter ab als jene von großen Zustellunternehmen.

Hamburg hartnäckig: Wer bezahlt seine Airbnb-Steuern nicht?
Wohnung gegen Geld vermieten, darüber sollte sich der Fiskus freuen. Eigentlich. Nun dürften einige Vermieter nicht länger ruhig schlafen. Die Hamburger Finanzbehörde hat laut Deutscher Presse-Agentur „bei einem internationalen Vermittlungsportal“ für Unterkünfte nach den Finanzdaten von 56.000 Nutzern aus ganz Deutschland gefragt. Der Nachrichtenagentur zufolge geht es um Airbnb.com. Der Umsatz soll über eine Mrd. Euro betragen. Die Finanzbehörde wolle die Daten an die Länder weiterleiten. Bereits 2020 habe Hamburg auf diesem Wege zusätzliche Steuereinnahmen von vier Mio. Euro erzielt.


HANDEL INTERNATIONAL

Google schließt Shopping-Marktplatz
Google gibt die kommissionsfreie Option „Buy on Google“ auf. Das berichtet Konsider.ch unter Berufung auf Marketplacepulse.com. Die Browser-Option in Chrome – ein virtueller Marktplatz – habe auf ihrem Höhepunkt vor zwei Jahren 8.000 Händler gezählt. Dem Artikel zufolge ist einer der Gründe für die Schließung, dass die Shoppingfunktion nie Alleinstellungsmerkmale gehabt habe. Damit hätten andere bekannte Marktplätze einen potenziell mächtigen Konkurrenten weniger zu beobachten.

Das Geheimnis des Tiktok-Ladens an der Oxford Street
Nur auf Einladung, ganz geheimnisvoll: der neue stationäre Tiktok-Shop in London. ChannelX.world durfte rein und berichtet über das neue Konzept des Social-Media-Stars. Es handele sich um „den ersten Pop-up-Tiktok-Shop in Großbritannien“, der die Vielfalt der Marken und Kreatoren auf der Plattform in einem realen Kontext präsentiere. Thematisch fokussiere sich das Angebot auf Technologie, Haus und Wohnen sowie auf Bücher. Die Creators streamten von der Ladentheke. Käufer müssten sich bei Tiktok Live anmelden. Marken und Händler jeder Größe seien vertreten. „Community-Commerce“ nennt sich das, eine Mischung aus Gemeinschaft, Unterhaltung und Einkauf.


Sendcloud kauft KI-Start-up Tracey für präzisere Lieferungen
Sendcloud, Anbieter einer Versandsoftware, kauft laut einem Bericht von Ecommercenews.eu den KI-Sendungsverfolger Tracey. So soll sich nach eigenen Angaben ein drängendes Kundenproblem lösen: Neun Prozent der Verbraucher erhielten ihr Paket nicht zum geplanten Datum. 20 Prozent müssten zudem nach der ersten Versandstatus-Benachrichtigung die Lieferzeit oder den Lieferort ändern. Außerdem müssten mehr als ein Drittel der Empfänger nachfragen, wo das Paket bleibt. Kurz: Je mehr Carrier zum Einsatz kommen, desto komplexer sei die Paketverfolgung. Tracey ermögliche nun KI-gesteuerte Prognosen. So könnten Verbraucher über den Lieferstatus informiert werden. Kunden könnten Tracey alleine oder in Kombination mit Sendcloud-Angeboten nutzen.

Big Commerce kann jetzt auch lokal
E-Commerce-System-Anbieter Big Commerce erweitert seine Multi-Storefront-(MSF)-Funktionalität um Lokalisierungen zur Überwindung von Sprach-, Währungs- und kulturellen Unterschieden. Das berichtet ChannelX.world. Zu den neuen Funktionen gehörten unter anderem die Anpassung von Inhalten im gesamten Produktkatalog und in allen weiteren Berührungspunkten mit Kunden. Außerdem ließen sich Preise, Coupons und Promotionen für einzelne Storefront-Seiten erstellen. Auch die SEO-Strategie lasse sich nun lokalisieren.


NACHHALTIGKEIT

Deutsche wollen Lieferungen ohne zusätzliche Verpackung
57 Prozent der 2.000 Deutschen, die Amazon befragt hat, wollen keine zusätzlichen Verpackungen. Tierfutter, Toilettenpapier und Gartenwerkzeug könnten der Umfrage zufolge gerne in ihren Original-Kartons ankommen. Hygieneartikel wie Kondome oder Bikiniwachsstreifen sowie Hochpreisiges, etwa Notebooks, hingegen sollten extra verpackt sein. Gemäß Medienmitteilung hat Amazon seit 2021 in Deutschland den Anteil an Paketen ohne zusätzliche Verpackung mehr als verdoppelt.
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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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