Jimdo, Airbnb, Muttertag, Tiktok Shop, Cross-Border-Handel, Ebay, Doordash, UMG, Google SGE, Uber, OpenAI, Microsoft

Jimdo, Airbnb, Muttertag, Tiktok Shop, Cross-Border-Handel, Ebay, Doordash, UMG, Google SGE, Uber, OpenAI, Microsoft

Aktuelle E-Commerce-News: Jimdo, Airbnb, Muttertag, Tiktok Shop, Cross-Border-Handel, Ebay, Doordash, UMG, Google SGE und weitere Themen im Überblick.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
7 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Jimdo-Gründer kaufen ihr Unternehmen zurück
Das mittlerweile 17 Jahre alte Start-up Jimdo, das Baukästen für Webseiten und Onlineshops anbietet, ist laut Businessinsider.de wieder in den Händen der drei Gründer. Nach einer Fokussierung auf das Produktangebot im Jahr 2022 und einer Verkleinerung des Teams auf rund 240 Mitarbeiter arbeitet das Unternehmen profitabel. Neben dem Baukasten bietet Jimdo Selbstständigen Tools wie ein Kundenverwaltungssystem, ein Buchungssystem, einen Onlineshop und die Erstellung von abmahnsicheren Rechtstexten.

Airbnb & Co. vermitteln 46 Mio. Übernachtungen in Deutschland
Über die vier großen Online-Buchungsplattformen Airbnb, Booking.com, Expedia und Trip Advisor wurden 2023 laut Statistischem Bundesamt 46 Mio. Übernachtungen in Ferienhäusern und -wohnungen vermittelt. Das ist nicht nur ein Plus von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, sondern übertrifft auch das Vor-Corona-Niveau: 2019 gab es 37,2 Millionen Buchungen. 95 Prozent der Buchungen fanden in Betrieben mit weniger als zehn angebotenen Betten statt und tauchen daher nicht in der amtlichen Tourismusstatistik auf. Diese weist für das vergangene Jahr insgesamt 487,1 Mio. Übernachtungen aus, davon 95,2 Mio. in Ferienhäusern und -wohnungen.

Muttertag in Deutschland
Die Deutschen sind fünf Prozent spendabler als 2023 und wollen für ihre Mütter dieses Jahr eine Mrd. Euro ausgeben, meldet Einzelhandel.de. Der Blumenhandel darf sich auf über 623 Mio. Euro Umsatz freuen, die Lebensmittelmärkte auf 371 Mio. Euro, während die Töchter und Söhne zusätzlich Kosmetikprodukte im Wert von 242 Mio. Euro shoppen. Falls Blumen, Pralinen und Antifaltencreme als Geschenk zu abgedroschen oder zu riskant sind, tut es auch ein Warengutschein. Dafür entscheidet sich 21,5 Prozent des Nachwuchses.


HANDEL INTERNATIONAL

Muttertag in Österreich
Die Österreicher geben heuer 220 Mio. Euro für ihre Mütter aus und sind damit pro Kopf deutlich großzügiger als ihre nördlichen Nachbarn. Der Handelsverband.at hat die Mütter sogar nach ihren Wünschen gefragt: 39 Prozent möchten Blumen, 38 Prozent immaterielle Geschenke wie z.B. Ausflüge, 24 Prozent geben sich mit Gutscheinen zufrieden, aber 22 Prozent bestehen auf selbstgemachten Geschenken. Ein Geheimtipp in Österreich ist ein gutes Buch: 18 Prozent der Mütter würden sich darüber freuen, aber nur sechs Prozent der Kinder verschenken es. 22 Prozent der Österreicher kaufen zum Muttertag online ein.

15 Mio. Verkäufer weltweit auf Tiktok Shop Tiktok Shop hat laut Scmp.com gemeldet, dass weltweit über 15 Mio. Verkäufer auf der Plattform ihre Produkte anbieten, wovon sechs Mio. im zweiten Halbjahr 2023 gewonnen werden konnten. Besonders beeindruckend war das Wachstum in den USA. Dort startete das Unternehmen am 12. September 2023 und verzeichnete Ende Dezember schon eine halbe Mio. Drittanbieter. Man habe außerdem im letzten Jahr zwei Mio Verkäufer nicht auf der App zugelassen, weil sie die Richtlinien nicht erfüllten, und eine weitere Mio. aus den gleichen Gründen wieder entfernt.

Cross-Border-Handel erreicht in Europa 237 Mrd. Euro
Der grenzüberschreitende Online-Handel erreichte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 237 Mrd. Euro, was laut Ecommercenews.eu einer Steigerung von 32 Prozent entspricht. Deutsche Online-Shops konnten um 28 Prozent zulegen, französische um 30 Prozent, niederländische um 45 Prozent und spanische sogar um 50 Prozent. In Großbritannien gingen die Umsätze dagegen um 1,8 Prozent zurück. Die Nummer eins unter den europäischen Cross-Border-Shops ist Ikea mit einem grenzüberschreitenden Umsatz von 5,2 Mrd. Euro. Es folgen Zalando, H&M, Lego, Zara, JYSK, Lidl, Decathlon, Adidas und Notino.

Schweizer kommen nicht in Kauflaune
Der GfK-Markt-Monitor für den Schweizer Einzelhandel liegt im ersten Quartal, bei einer Inflationsrate von einem Prozent, nur um 1,7 Prozent höher als im ersten Quartal des Vorjahres, berichtet Konsider.ch. Der moderate Anstieg ist dem Food- und Nearfood-Bereich zu verdanken, der um 4,2 Prozent zulegen konnte; im Nonfood-Bereich bleibt unter dem Strich ein Minus von 2,6 Prozent. Wachstumssignale kommen hier vor allem aus den Segmenten DIY, Reisen, Sport und Spielwaren.

Ebay wächst ein wenig und prognostiziert verhalten
Ebay hat laut Pressemitteilung im ersten Quartal seinen Umsatz um zwei Prozent auf 2,56 Mrd. Dollar gesteigert und damit die Erwartungen der Analysten um 30 Mio. Dollar übertroffen. Das Bruttowarenvolumen stieg allerdings nur um ein Prozent, während der Nettogewinn nach Steuern um 23 Prozent auf 439 Mio. Dollar einbrach. Die positivsten Nachrichten kamen aus dem Werbegeschäft, das um 30 Prozent auf 379 Mio. Dollar zulegte. Der Ausblick für das zweite Quartal liegt zwischen 2,49 und 2,54 Mrd. Dollar. Die Börse ist davon nicht begeistert, die Aktie verliert drei Prozent an Wert.

Doordash gegen Mindestlohn in Seattle und New York
Doordash, der Marktführer unter den Lebensmittel-Lieferdiensten in den USA, meldet für das erste Quartal einen Umsatz von 2,5 Mrd. Dollar, 23 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Die Zahl der Bestellungen stieg um 21 Prozent auf 620 Mio Dollar, trotzdem steht am Ende ein Nettoverlust von 25 Mio. Dollar. Im Gespräch mit Geekwire betonte CEO Tony Xu, wie negativ sich die Mindestlohnregelungen in Seattle und New York auf das lokale Geschäft ausgewirkt hätten. In beiden Städten hatte Doordash auf die neue Regelung mit einer Pauschalgebühr von fünf Dollar pro Bestellung reagiert.


Google SGE im E-Commerce: So sichern Onlinehändler Sichtbarkeit und Reichweite
Mit der „Search Generative Experience“ (SGE) will Google von der Such- zur Antwortmaschine werden. SGE verspricht, eine der disruptivsten Veränderungen der Google-Suche seit dem Launch vor mehr als 25 Jahren zu werden, sagt Daniel Niedermayer vom KI-Spezialisten Retresco. Was Onlinehändler bei der Content-Erstellung beachten müssen, um in der Google-Suche auch künftig noch Sichtbarkeit und Reichweite zu erzielen, erklärt er in einem Gastbeitrag für Etailment.

Taylor Swift singt wieder auf Tiktok
Im Rechtsstreit zwischen der Universal Music Group und Tiktok konnte laut Pressemitteilung eine Einigung erzielt werden. In Zukunft werden also Taylor Swift, Harry Styles, Adele, Billie Eilish oder Sir Elton John wieder auf der App zu hören sein. Wie Insider vermuten, ist die Kurzvideo-Plattform dem Musikkonzern sowohl bei den Lizenzzahlungen als auch beim Schutz der Titel vor der Nutzung durch KI entgegengekommen.

11.000 Londoner Taxifahrer klagen gegen Uber
In einer Sammelklage von 11.000 Londoner Taxifahrern soll Uber zur Zahlung von mehr als 250 Mio. Pfund Schadenersatz verurteilt werden, berichtet BBC.com. Das Unternehmen habe die Stadtverwaltung 2012 bewusst über die Funktion der App getäuscht, als es eine offizielle Lizenz von „Transport for London“ erhielt. Ähnliche Verfahren in Australien und Frankreich führten zu unterschiedlichen Ergebnissen: Während Uber in Australien in einem Vergleich 271,8 Mio. australische Dollar zahlte, fiel das Urteil in Paris gegen die 2.500 Taxifahrer zugunsten von Uber aus.

Neun US-Verlage klagen gegen Microsoft und OpenAI
Neun namhafte amerikanische Verlage – darunter die New York Times, die Daily News oder die Chicago Tribune – klagen gegen Microsoft und OpenAI, weil ihre Publikationen ohne Gegenleistung und ohne Erlaubnis zum Training künstlicher Intelligenz verwendet wurden. OpenAI ist sich der Problematik durchaus bewusst, zahlt es doch beispielsweise dem Axel Springer Verlag, der Nachrichtenagentur AP oder der Financial Times Millionenbeträge, um deren Inhalte nutzen zu dürfen. Welche technischen Konsequenzen ein Urteil gegen die beklagten Unternehmen hätte, ist unklar. Einzelne Artikel aus bestehenden großen Sprachmodellen zu löschen, ist schlicht nicht möglich, wie Heise.de ausführt.


NACHHALTIGKEIT

Microsoft investiert mehr als elf Mrd. Dollar in erneuerbare Energien
Microsoft hat zugestimmt, die Entwicklung neuer Projekte für erneuerbare Energie auf der ganzen Welt zu unterstützen, um so 10,5 Gigawatt seines Energieverbrauchs ausgleichen zu können. Die geschätzten Kosten liegen wahrscheinlich zwischen elf und 17 Mrd. Dollar, berichtet Theverge.com. Das Unternehmen hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu sein, was durch den massiven Ausbau künstlicher Intelligenz immer schwieriger wird. Die internationale Energiebehörde geht davon aus, das der Stromverbrauch für KI im Jahr 2026 zehn Mal so hoch liegen wird wie noch 2023.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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