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Aktuelle E-Commerce-News: Kaufland, Temu, Außenhandel, Ebay, Dienstleistung, Einzelhandel, KI, Uber Eats, Smartphones und weitere Themen im Überblick.
Thomas RehmRedakteurDas müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
HANDEL NATIONAL
Kaufland expandiert nach Polen und Österreich
Der im vergangenen Jahr bereits in Tschechien und der Slowakei gestartete Online-Marktplatz von Kaufland will bis zum Spätsommer auch nach Polen und Österreich expandieren, berichtet Onlinehaendler-News.de. In Polen ist Kaufland bereits mit 245 stationären Filialen vertreten, in Österreich bieten sich Chancen, da es im Vergleich relativ wenige dedizierte Online-Marktplätze gibt. Im Jahr 2022 startete das Unternehmen mit dem Kaufland Global Marketplace eine All-in-One-Lösung: Mit einer einzigen Registrierung können Händler sowohl in Deutschland als auch in allen angeschlossenen Ländern auf allen Kaufland-Marktplätzen verkaufen.
Regierung fordert Vorgehen gegen Temu
Die Verbraucherschutz-Staatssekretärin Christiane Rohleder stellt sich hinter die von der Verbraucherzentrale veröffentlichte Mängelliste zum Geschäftsgebaren von Temu, berichtet Sueddeutsche.de. „Spiele, Glücksräder, Rabatt-Countdowns et cetera suggerieren unglaubliche Rabatte und Schnäppchen“, so Rohleder. Da im Digitalen Dienste-Gesetz der EU die manipulative Gestaltung von Online-Plattformen verboten wurde, prüft die Verbraucherzentrale rechtliche Schritte gegen die Low-Cost-App.
Online verkaufen sich Schuhe, Blumen und Lebensmittel am besten
Der Online-Umsatz mit Schuhen stieg im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent auf 860 Mio. Euro, der mit Lebensmitteln um 1,6 Prozent auf 913 Mio. Euro, so eine Statistik des BEVH. Branchenprimus ist jedoch der Bereich „DIY & Blumen“, der in den ersten drei Monaten um 7,1 Prozent auf 652 Mio. Euro zulegen konnte. Zu den Verlierern gehörten Schmuck & Uhren (minus neun Prozent), Haus- und Heimtextilien (minus 8,1 Prozent) und der Bereich Drogerie mit einem Minus von 7,3 Prozent.
Rekord-Außenhandelsüberschuss in Deutschland wahrscheinlich
In den ersten beiden Monaten dieses Jahres lag der deutsche Außenhandelsüberschuss bereits bei 49 Mrd. Euro und damit doppelt so hoch wie 2022, berichtet Businessinsider.de. Im Februar wurden Waren im Wert von 133,9 Mrd. Euro exportiert und Waren im Wert von 109,2 Mrd. Euro importiert. Das sind zwei Prozent weniger Exporte als im Vormonat und sogar 4,4 Prozent weniger als 2023. Die Importe stiegen im Februar zwar um 3,2 Prozent, liegen aber immer noch 8,7 Prozent unter den Vorjahreswerten.
HANDEL INTERNATIONAL
Verkauf von Bekleidung auf Ebay UK kostenlos
Ab sofort ist der Verkauf von Kleidung auf Ebay in Großbritannien für private Verkäufer kostenlos, meldet ChannelX.world. Dies gilt auch rückwirkend für Artikel, die vor dem 8. April eingestellt wurden. Für Käufer von Modeartikeln bei Ebay fallen schon seit einiger Zeit keine Gebühren mehr an. Nach Angaben der Second-Hand-Plattform verkaufen nur 25 Prozent der Briten Kleidung, die sie nicht mehr tragen, obwohl laut einer Studie 70 Prozent weniger als die Hälfte ihrer Garderobe benutzen. Insgesamt sind das Textilien im Wert von 16,3 Mrd. Pfund, die durch den Verkauf in die Kreislaufwirtschaft zurückgeführt werden könnten.
Dienstleistungssektor in der EU wächst 4,1 Prozent
Der Dienstleistungssektor in der EU ist im Januar 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Prozent gewachsen, meldet Eurostat. Die größten Zuwächse gab es im Bereich Information und Kommunikation mit 6,5 Prozent und im Bereich wissenschaftliche und technische Dienstleistungen mit 4,2 Prozent. Am wenigsten betroffen waren Beherbergung und Verpflegung mit nur 1,2 Prozent Wachstum. Die höchsten jährlichen Zuwächse verzeichneten Litauen (19,5 Prozent), Griechenland (9,8 Prozent) und Dänemark (7,4 Prozent). Die stärksten Rückgänge gab es in Estland (minus 5,1 Prozent), Ungarn (minus 4,8 Prozent) und der Slowakei (minus 4,7 Prozent).
Umsätze im Einzelhandel sinken
Die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone sind im Februar im Vergleich zum Januar um 0,5 Prozent gesunken, Volkswirte hatten laut Lebensmittelzeitung.net nur ein Minus von 0,4 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres betrug das Minus 0,7 Prozent. Betroffen waren sowohl der Food- als auch der Nonfood-Bereich, besonders deutlich der Handel mit Kraftstoffen. Die stärksten monatlichen Rückgänge wurden in Deutschland, Belgien und Zypern verzeichnet.
KI bei den Herausforderungen nur Platz fünf
Eine neue globale Studie von Relex Solutions zeigt laut Pressemitteilung, dass 57 Prozent der 285 befragten Führungskräfte aus dem Einzel- und Großhandel sowie der Konsumgüterindustrie in den nächsten fünf Jahren in KI investieren wollen. Auf der Liste der künftigen Herausforderungen rangierte die künstliche Intelligenz jedoch nur an fünfter Stelle. Als wichtiger wurden die Optimierung von E-Commerce-Funktionen, die Verbesserung der Bestandsverwaltung, Bedarfsprognosen und die bessere Nutzung von Datenanalysen angesehen.
TRENDS & TECH
Uber Eats startet eigenes Kurzvideo-Angebot
Uber Eats führt in New York, San Francisco und Toronto testweise ein neues Kurzvideoformat ein, das sich am Erfolg von Tiktok orientiert, berichtet Techcrunch.com. Nutzer können in der App auf die Videos klicken, die genau wie die Fotos der teilnehmenden Restaurants verlinkt sind, und sehen dann ein vertikale Darstellung. Von dort aus können sie zu weiteren kurzen Videos swipen, die andere Gastronomen in der Nähe hochgeladen haben. Uber Eats reiht sich somit in eine lange Liste von Tiktok-Nachahmern wie Instagram, Youtube, Snapchat und seit kurzem Netflix ein.
Zehn Prozent geben ihr Smartphone nie aus den Händen
Zehn Prozent der 769 von Bitkom befragten Smartphone-Besitzer würden ihr Smartphone niemandem anderen überlassen. Mehr als ein Drittel hat es aber schon mit dem Partner geteilt, 41 Prozent der Frauen und 35 Prozent der Männer. Und 27 Prozent haben ihr Handy schon einmal den eigenen Kindern geliehen, 23 Prozent guten Freunden und jeder Fünfte seinen Eltern. 78 Prozent würden ihr Handy nicht dem eigenem Arzt und 87 Prozent nicht ihrem Anwalt überlassen.
Spotify erstellt mit KI Playlists durch Texteingabe
Nutzer von Spotify können sich jetzt Playlisten erstellen lassen, die auf ihren Textvorschlägen basieren, berichtet Golem.de. Prompts wie „Lieder, um meiner Katze ein Ständchen zu bringen“ erzeugen Playlists, die mit weiteren Eingaben wie „schneller im Tempo“ oder „mehr Pop“ bearbeitet werden können. Im Hintergrund arbeiten laut Spotify mehrere große Sprachmodelle, die auf den im Nutzerprofil hinterlegten Vorlieben basieren. Das Unternehmen betont, dass es sich bei den Videos nicht um Anzeigen handelt, die Wiedergabe ist für die Anbieter kostenlos. Die Funktion steht vorerst nur Premiumkunden in Großbritannien und Australien zur Verfügung.
NACHHALTIGKEIT
Coca-Cola-Flaschen in Hongkong aus recyceltem Kunststoff
Nach Kanada, den Philippinen und Myanmar produziert Coca-Cola seine Halbliterflaschen nun auch in Hongkong zu 100 Prozent aus recyceltem Polyethylenterephthalat (PET), so Scmp.com. In der Millionenstadt fallen täglich 2.300 Tonnen Plastikmüll an, vier Prozent davon – also mehr als hundert Tonnen – sind Plastikflaschen. Coca-Cola hat außerdem in Hongkong in sein Nachbarschafts-Sammelprogramm „Drink Without Waste“ 380.000 Dollar investiert, um das avisierte Ziel zu erreichen, bis 2030 jede Flasche und jede Dose, die es produziert, zu sammeln und zu recyceln.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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