Kleinanzeigen, Mister Spex, Shopware, Fake-Shops, Airbnb, Boohoo, Shopify, Uber + Instacart, Microsoft, Tiktok, Amazon, S.Oliver

Kleinanzeigen, Mister Spex, Shopware, Fake-Shops, Airbnb, Boohoo, Shopify, Uber + Instacart, Microsoft, Tiktok, Amazon, S.Oliver

Aktuelle E-Commerce-News: Kleinanzeigen, Mister Spex, Shopware, Fake-Shops, Airbnb, Boohoo, Shopify, Uber + Instacart und weitere Themen im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
7 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Verdi und HDE einigen sich in Hamburg
Im Hamburger Tarifstreit haben sich die Arbeitgeber des Einzelhandels und die Gewerkschaft Verdi auf einen ersten Kompromiss geeinigt, berichtet Lebensmittelzeitung.de. Die Gehälter werden in drei Stufen angehoben, so dass sich unter Berücksichtigung aller Maßnahmen für das Verkäufer-Eckgehalt von 2832 Euro ein Plus von 13,7 Prozent oder 387 Euro im Monat ergibt. Beide Seiten zeigten sich mit dem Ergebnis zufrieden. Es ist zu erwarten, dass dieser Abschluss als Pilotabschluss auch von anderen Tarifbezirken in ähnlicher Weise übernommen wird.

E-Commerce-Herausforderungen in der Modebranche
Die Modebranche steht im E-Commerce vor einer Vielzahl von Herausforderungen, die von Logistikmanagern und KEP-Dienstleistern gleichermaßen bewältigt werden müssen. Die permanente Verfügbarkeit von Produkten und ein nahtloser Betrieb über verschiedene Vertriebskanäle hinweg sind entscheidend. Der Trend zum Omnichannel, der sowohl den stationären Handel als auch den Direktversand an Endkunden umfasst, verstärkt diese Anforderungen noch. Der Intralogistikexperte SSI Schäfer unterstützt Unternehmen mit skalierbaren und flexiblen Systemen dabei, die Herausforderungen des E-Commerce zu meistern und die Logistikprozesse zu optimieren. Mehr

Frühjahrsputz bei Kleinanzeigen
Nach zwei Jahren unter dem Namen „Kleinanzeigen“ ohne den Zusatz „Ebay“ kündigt die C2C-E-Commerce-Plattform in einer Mitteilung eine umfassende Überarbeitung an. So wurden die Preisvorschläge und Suchergebnisse verbessert, eine KI kann bei Kleidung das unaufgeräumte Wohnzimmer im Hintergrund entfernen, die Anzahl der Anzeigen und deren Laufzeit sind nicht mehr begrenzt, die Bewertungen sollen aussagekräftiger sowie Käufer und Verkäufer besser geschützt werden. Außerdem gibt es jetzt für fast alle Kategorien die Option „Direkt kaufen“.

31 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen
Im Februar gab es 31,1 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen als im Vorjahresmonat, teilt das Statistische Bundesamt mit. Die Forderungen der Gläubiger beliefen sich auf 4,1 Mrd. Euro – im Februar 2023 waren es nur 3,2 Mrd. Euro. Bezogen auf 10.000 Unternehmen wären 5,2 betroffen – umgerechnet also 0,052 Prozent. Der Anstieg aller Regelinsolvenzen im April beträgt nach vorläufigen Schätzungen 28,5 Prozent.

IWD prognostiziert null Prozent Wachstum
Das Institut der deutschen Wirtschaft prognostiziert in einer Pressemitteilung für das laufende Jahr ein Wachstum von null Prozent. Obwohl der Welthandel voraussichtlich um ein Prozent wachsen werde, könne Deutschland davon nicht profitieren. Zwar könne der private Konsum die Konjunktur mit einem halben Prozent stützen, aber insgesamt sei der Standort Deutschland zu teuer und die dringend benötigten Investitionen der Unternehmen in die Wirtschaft würden in diesem Jahr sogar um 1,5 Prozent zurückgehen.

Bei Mister Spex wächst der Umsatz, das Ergebnis sinkt
Der Online-Optiker Mister Spex meldet für das erste Quartal ein Plus von zwei Prozent auf 51,1 Mio. Euro Umsatz. Das bereinigte Ebitda sank laut Pressemitteilung im gleichen Zeitraum, ähnlich wie im Vorjahresquartal, um 3,2 Prozent. Für das Gesamtjahr werde ein Umsatzwachstum und eine Profitabilität im einstelligen Prozentbereich erwartet. Ziel sei es, das Geschäftsmodell der Stores zu optimieren und die eigene EyeD-Technologie weiterzuentwickeln, die erlaubt mittels 3D-Scan und 3D-Druck individuell angepasste Brillen herzustellen.

Shopware und Factfinder kooperieren
Das in Deutschland entwickelte modulare Onlineshop-System Shopware integriert künftig für B2B-Kunden im DACH-Raum die Lösungen der Conversion Engine von Factfinder in sein Angebot, meldet Onlinemarktplatz.de. Durch die KI-gestützte Suchtechnologie von Factfinder werden die Ergebnisse in Shopware-B2B-Onlineshops schneller gefunden, sind inhaltlich relevanter und können durch personalisierte Empfehlungen ergänzt werden.


HANDEL INTERNATIONAL

Chinesisches Netzwerk hinter 76.000 Fake-Shops
Ein chinesisches Netzwerk hat seit 2015 mehr als 76.000 gefälschte Webseiten betrieben, die vorgaben, reduzierte Waren von Dior, Nike, Lacoste, Hugo Boss, Versace und anderen Premiummarken zu verkaufen, berichtet Theguardian.com. Mehr als 800.000 Menschen, vor allem in Europa und den USA, gaben ihre E-Mail-Adressen weiter, 476.000 sogar ihre Debit- und Kreditkartendaten einschließlich der Sicherheitsnummern. In den letzten drei Jahren wurden auf diese Weise mehr als eine Million „Bestellungen“ abgewickelt und vermutlich bis zu 50 Mio. Euro eingenommen. Aufgedeckt wurde der Betrug von der deutschen Cybersicherheitsberatung Security Research Labs.

Airbnb trotz guter Zahlen mit verhaltenem Ausblick Airbnb konnte im ersten Quartal seinen Umsatz um 18 Prozent auf 2,1 Mrd. Dollar steigern und den Gewinn von 117 Mio. Dollar auf 264 Mio. Dollar erhöhen, berichtet Handelszeitung.ch. Allerdings lag der Ausblick für das laufende Quartal mit 2,68 bis 2,74 Mrd. Dollar unter den Erwartungen der Börse, der Kurs fiel zwischenzeitlich um sieben Prozent. Relevant für diese Zahlen dürfte sein, dass Ostern – und damit die entsprechenden Ferienübernachtungen – in diesem Jahr ins erste Quartal gefallen sind.

Boohoo bricht drastisch ein
Die Boohoo Group, die mit Marken wie Boohoo, Pretty Little Thing, Warehouse oder Debenhams auf den Online-Verkauf von Fast Fashion spezialisiert ist, enttäuschte mit ihren Ergebnissen für das im Februar abgelaufene Geschäftsjahr, berichtet Textilwirtschaft.de. Der Umsatz sank um 17 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro, der Vorsteuerverlust stieg von 105 Mio. Euro auf 186 Mio. Euro, das Warenvolumen ging um 13 Prozent zurück und die Verschuldung stieg von 6,8 Mio. Euro auf 110 Mio. Euro. Dennoch zeigte sich Konzernchef Lyttle zuversichtlich, im laufenden Geschäftsjahr eine Ebitda-Marge von sechs bis sieben Prozent zu erreichen, indem die Gruppe bis zu 145 Mio. Euro einspart.

Shopify verliert 20 Prozent an Börsenwert
Der kanadische E-Commerce-Softwareentwickler Shopify hat für das erste Quartal einen Nettoverlust von 273 Mio. Dollar ausgewiesen, berichtet Businessinsider.com. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Umsatz zwar um 23 Prozent auf 1,9 Mrd. Dollar gesteigert werden, unter dem Strich stand damals aber noch ein Plus von 68 Mio. Dollar. Der Börsenkurs brach um 20 Prozent ein und vernichtete rund 20 Mrd. Dollar Marktkapitalisierung des Unternehmens, dessen Wert vorher noch bei ca. 80 Mrd. Dollar lag.

Uber und Instacart verbünden sich gegen Doordash
Instacart bietet seinen Nutzern in den USA dank einer Kooperation mit Uber nun auch Lieferungen aus Restaurants an, berichtet Businessinsider.com. Inhaber eines Instacart-Plus-Abonnements zahlen bei Bestellungen über 35 Dollar keine Liefergebühren. „Man kann sagen, dass wir eine Bedrohung für Doordash sind, sowohl unabhängig als auch im Team“, zitiert Bloomberg Uber-CEO Dara Khosrowshahi.


Microsoft: 78 Prozent der KI-Nutzer verwenden eigene Tools
75 Prozent der „Wissensarbeiter“ (Knowledge Worker) nutzen KI in ihrer täglichen Arbeit, und von dieser Gruppe verwenden 78 Prozent ihre eigenen Tools, weil 60 Prozent glauben, dass es ihrem Unternehmen an Visionen mangelt, so eine von Microsoft und Linkedin durchgeführte Umfrage unter 31.000 Arbeitnehmern in 31 Ländern. Dennoch würden zwei Drittel der Arbeitgeber niemanden ohne KI-Kenntnisse einstellen, obwohl nur 39 Prozent der Mitarbeiter von ihren Unternehmen geschult werden. Gleichzeitig haben 55 Prozent der Unternehmen Schwierigkeiten, Fachkräfte zu finden, insbesondere in den Bereichen Cybersicherheit, Technik und Design. Zu recht: 46 Prozent dieser Fachkräfte erwägen eine Kündigung, um sich nach besseren Angeboten umzusehen – sie bilden sich selbst zu KI-Fachkräften weiter. Im vergangenen Jahr haben 146-mal mehr Linkedin-Mitglieder KI-Fähigkeiten zu ihrem Profil hinzugefügt als 2022.

Tiktok labelt KI-erzeugte Bilder und Videos
Tiktok hat angekündigt, künftig alle hochgeladenen Bilder und Videos, die mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt wurden, mit einem digitalen Wasserzeichen zu versehen, wie es die Plattform schon für in der App erzeugte KI-Inhalte macht, berichtet Reuters.com. Das soll vor Missbrauch schützen, insbesondere während der diesjährigen Wahlen. Zum Einsatz kommt die offene „Content Credential“-Technologie, die von Microsoft, Adobe und anderen Unternehmen initiiert wurde. Sie basiert allerdings auf einer freiwilligen Selbstauskunft der Ersteller von KI-generierten Inhalten.

Anzeigen bei Prime Video bald noch aufdringlicher
Nachdem ein werbefreies Abonnement von Prime Video den Nutzer mittlerweile 2,99 Euro im Monat zusätzlich kostet, kündigte das Unternehmen laut Theverge.com die Einführung von drei neuen Werbeformaten an. Bilderkarussells, die in Werbepausen eingeblendet werden, verweisen dann direkt auf Produkte bei Amazon. Ebenso wie die neuen interaktiven Werbeeinblendungen in Form von Quizfragen verlängert natürlich jede Interaktion die Werbeunterbrechung. Drückt man während der Wiedergabe eines Films oder einer Serie auf „Pause“, wird – voraussichtlich ab September – auch Werbung gezeigt werden.


NACHHALTIGKEIT

S.Oliver startet neues Nachhaltigkeits-Tracing
S.Oliver hat in einer Pressemitteilung seine neuen Tracing-Funktionen vorgestellt, die im Onlineshop bereits für zwei Kollektionen verfügbar sind. In der Artikelansicht zeigen fünf Symbole an, dass spezifische Informationen zur Transparenz der Lieferkette, zu fairen Arbeitsbedingungen, zum sozialen Engagement, zur Nachhaltigkeit der Materialien und zur Vermeidung gefährlicher Chemikalien abrufbar sind. Die Funktion wurde in Zusammenarbeit mit dem Technologiepartner Retraced entwickelt und soll in Zukunft auf weitere Kollektionen ausgeweitet werden.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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