
Neue Spitze für Ceconomy, Alibaba, Vedes, ANWR, Marley Spoon, Otto, ROSE Bikes, Lego, Snapchat, Startbase
Liebe Leserin, lieber Leser, angesichts unseres 7. Geburtstags habe ich ein wenig nostalgisch im Archiv, nunja, geklickt. Und beispielsweise einen Satz von Zooplus-Chef Cornelius Patt aus 2012 wieder entdeckt: “Facebook-Werbung macht sich nicht bezahlt”. Damals dachte ich: Steile These. Heute, etliche Werbe-Euro und Facebook-Skandale später, denke ich: Kluger Kopf. Themenwechsel und zurück ins Heute. Eine neue Gelegenheit für andere Irrtümer.
Vedes spielt mit Wenn man sich erinnert, dass dem traditionellen Spielwarenhändler für die weiteren Aussichten bestenfalls ein "Mensch ärgere dich nicht" mit auf den Weg gegeben wurde, darf man die Vedes-Bilanz schon ein wenig erstaunlich finden. Vedes puzzelt sich nämlich mit 122 Millionen Euro und einem Plus von 3,1 Prozent sowie einem Online-Wachstum von 8,4 Prozent ganz ordentlich durch. Das Jahresergebnis vor Steuern stieg zudem um 3,1 Prozent auf eine halbe Million Euro.
Marley Spoon mit Löchern im Löffel
Während bei Kochboxen-Versender HelloFresh nach den jüngsten Zahlen der Erfolg Chefkoch zu sein scheint, ist beim Berliner Rivalen Marley Spoon eher Schmalhans der Küchenmeister. Minus 36 Millionen Euro stehen am Ende des Jahres beim Ebit, heißt es bei Gründerszene. Nicht gerade eine kleine Beilage bei wohl 92 Millionen Euro Umsatz in 2018 (plus 78 Prozent zu 2017).
ANWR gut besohlt
Die Verbundgruppe ANWR (Schuhe, Leder, Sport) hat ihr Geschäftsvolumen 2018 um 6 Prozent auf 9,5 Mrd. Euro gesteigert. Das Abrechnungsvolumen stieg um knapp 2 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro. Da darf man eigentlich schon ein bisschen jubeln, so wie der Mittelstand gerade gebeutelt wird. Vielleicht muss ANWR sich für die Zukunft für seine nüchternen Meldungen mal ein bisschen mehr "Bäääm" von anderen Playern abgucken. Zumindest für ein "Bääämchen" reicht es ja schon mal.
Neuer Logistikstandort für Otto
Die höchste Hürde im E-Commerce ist vielleicht nicht die Technologie, sondern das Fulfillment und die letzte Meile. 300 Millionen Euro lässt sich Otto jedenfalls für den nächsten Sprung, einen neuen Logistikstandort (90.000m²) im hessischen Gießen kosten. Eröffnung ist 2020.
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INTERNATIONAL
Alibaba - oder wenn Milliardengewinne enttäuschend sind Das Wirtschaftswachstum in China schwächelt und bremst auch den Online-Riesen Alibaba. Der Umsatz stieg zwar im Weihnachtsquartal um rund 41 Prozent auf 15 Milliarden Euro. Für Alibaba (pdf) ist das aber ein unterdurchschnittliches Ergebnis. Schöner sieht es auf der Gewinnseite aus. Die lag mit umgerechnet rund vier Milliarden Euro unerwartet hoch. Alizilla liefert das Zahlenwerk als Infografik.
TRENDS & FAKTEN
Startbase will Start-ups zeigen
Die neue Online-Plattform Startbase will deutsche Start-ups ab Sommer für Investoren sichtbarer machen. Die sollen sich dort mit einem Profil zeigen. Hinter dem Projekt stehen unter anderem Florian Nöll, Vorsitzender des Bundesverbands Deutsche Startups und die Börse Stuttgart.
Lego Wear verkauft via Snapchat
Auf Snapchat zu verkaufen - und sei es auch nur aus PR- und Imagegründen und für limitierte Artikel, ist grad "en vogue". So wollen denn auch Lego und Lizenznehmer Kabooki für Lego Wear, erste limitierte Edition an Streetwear-Bekleidung für Erwachsene, per Snapchat in einen Augmented-Reality-Pop-up-Store lotsen. Besucher, die via Snapchat die Boutique betreten, können die auf Lego-Schaufensterpuppen dekorierte Kollektion durchblättern und über die integrierte Funktion „Jetzt kaufen“ direkt online bestellen, weiß die Fachpresse.
Start-up des Tages
Das Ziel: Jede Art von E-Commerce profitabler machen. Der Weg: Die Preisgestaltung von E-Commerce-Unternehmen mit Hilfe von AI optimieren. Leisten will das das Start-up AristanderAI.
Favorit der Leser am Vortag
Kostenlos wie bei Picnic, mit unterschiedlichen Preisen in unterschiedlichen Slots wie bei Rewe, Festpreis oder eine ganz individuelle Lösung - der Lebensmittelhandel kalkuliert die Liefergebühren höchst unterschiedlich. Die Gründe beleuchtet Handelsexperte Matthias Schu.
Schon gewusst? OR - den Podcast von etailment rund um E-Commerce, Transformation, digitales Leben und Arbeiten - gibt es auch bei iTunes, bei Spotify und Soundcloud - kostenlos. Unser Tipp: Den Podcast abonnieren und keine Folge verpassen. Danke, dass Sie den Podcast liken und abonnieren.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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