
Tegut mit Amazon zufrieden, Basic verzichtet dagegen ganz, Otto verkauft Blue Yonder, momox, Pinduoduo, Lyft
Liebe Leserin, lieber Leser, Schade. Schnüff. Schnief. Die Medien (auch die sozialen) sind gerade übervoll mit Beileidsbekundungen über das Ende von DaWanda. Alles Kunden? Wohl kaum. Irgendwas stimmt da gerade nicht mit unserer Verteilung von Geld und Klicks sowie Sympathie und Werten. Denn zugleich ist die nicht unumstrittene Shopping-App Wish der derzeitige Shooting-Star. Schnäppchen aus China statt liebevoll Handgemachtes. Oder als Kompromiss: Amazon Handmade? Betrauern wir uns vielleicht ...
Otto verkauft Blue Yonder:
Der US-Softwarespezialist JDA kauft Blue Yonder, einer der führenden Anbieter für KI-Lösungen und Personalisierung. Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil damit die Otto Group, einer der Gründungsinvestoren, ihre Anteile verkauft. Blue Yonder wurde 2008 vom ehemaligen Cern-Forscher Prof. Dr. Michael Feindt in Karlsruhe gegründet. Die Software wird auch bei Otto eingesetzt. Neben der Otto Group hat auch das Private-Equity-Unternehmen Warburg Pincus seine Anteile verkauft.Tegut mit Amazon zufrieden - Basic verzichtet völlig:
Während andere Händler gerne einmal über Amazon meckern, ist der Lebensmittelhändler tegut auf die Kooperation gut zu sprechen. Auf Supermarktblog-Anfrage erklärt das Unternehmen: „Die Umsatzerwartungen haben sich erfüllt und tegut… ist mit der Zusammenarbeit zufrieden.“ Tegut ist mit 750 Produkten der Tegut-Eigenmarken bei Amazon Fresh und Prime Now gelistet. Beide müssen übrigens sehr glücklich miteinander sein. Denn sonst verordnet Amazon seine beteiligten Händlern gerne mal ein Schweigegelübde.Der Bio-Händler Basic, der sein Sortiment über die Amazon-Lieferdienste vertrieb, hat dagegen dem Online-Riesen schon im Januar einen (Teil-)Korb für Fresh gegeben. Jetzt ist Basic, laut etailment-Informationen, auch bei Prime Now verschwunden. Zudem haben nur Rossmann, Bienen-Apotheke, Kochhaus und Feneberg eigene Shops bei Prime Now. Die sind quasi alle seit den Anfangstagen dabei. Anders gesagt: Amazon konnte sonst niemanden mehr für einen Shop motivieren.
momox startet TV-Spots:
Die Re-Commerce-Plattform momox startete am 1. Juli mit einer neuen TV-Kampagne (Agentur: TryNoAgency) für ihre drei Marken momox.de, medimops.de und ubup.com. Die Erklär-Spots laufen unter anderem auf RTL, VOX, RTL II, Sixx und TV-Sendern.- ANZEIGE -
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INTERNATIONAL
Pinduoduo plant Milliarden-Börsengang:
Pinduoduo, ein chinesisches Shopping-Start-up des Ex-Google-Mitarbeiters Colin Huang, will mit einem Börsengang in New York bis zu eine Milliarde Dollar einnehmen. Die App bietet Kunden in einer Mischung aus Facebook- und Groupon-Mechaniken mit reichlich Gamificationen-Elementen günstige Produkte und gilt bereits als ernsthafter Verfolger von JD und Alibaba. Zu den bisherigen Investoren gehört der chinesische Tech-Riese Tencent (WeChat).Lyft kauft Bike-Sharing-Riesen:
Uber-Konkurrent Lyft steigt in den USA in den Wettbewerb der Bike-Sharing-Dienste ein, die auch nur bessere Fahrrad-Verleiher sind. Jedenfalls kauft Lyft mit Motivate einen der größten Anbieter in den USA. Uber hatte sich im Frühjahr einen Fahrrad-Verleih eingekauft.Promo für Prime bei Whole Foods:
Schwer aggressiv, oder höflich formuliert, sehr prominent rückt Amazon in den Filialen von Whole Foods sein Prime-Angebot in den Fokus. Promoter-Teams inklusive. Auch an der Kasse wird die Mitgliedschaft automatisch abgefragt, erzählt Business Insider.TRENDS & FAKTEN
Amazon kauft 100 eVito:
Amazon kauft 100 eVito von Mercedes-Benz. Der rein elektrische Transporter soll ab Ende 2019 die Lieferflotte verstärken.Start-up des Tages:
Fotoboxen sind in der Marketing-Welt sicherlich kein neues Instrument mehr. UpReach hat dem klassischen Bilderkasten ein Upgrade verpasst. Eine Fusion aus eleganter Hardware und cleverer Software schafft Brand Engagement und Social Media Reichweite inklusive Echtzeit-Überblick über alle wichtigen Ergebnisse.Beliebtester Beitrag am Vortag:
Ist ein Händler als „Seller“ auf dem Amazon-Marktplatz erfolgreich, lässt die Einladung ins „Vendor“-Programm nicht lange auf sich warten. Der Schritt zum Amazon-Lieferanten sollte wohlüberlegt sein. Der Onlineriese nimmt seinen Vendoren zwar viel Arbeit ab. Die begeben sich aber auch in eine Abhängigkeit. Viele bereuen den Schritt später. Welches Amazon-Konzept lohnt sich also?Schon gewusst? OR - den Podcast von etailment - gibt es auch bei iTunes, bei Spotify und Soundcloud - kostenlos. Unser Tipp: Den Podcast abonnieren und keine Folge verpassen.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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