Paradigmenwechsel im Modehandel?, Douglas digital dufte, Zalando, Amazon, Bonprix, Picnic, Salesforce

Paradigmenwechsel im Modehandel?, Douglas digital dufte, Zalando, Amazon, Bonprix, Picnic, Salesforce

Das Mantra von der Kundenorientierung beherrschen einige Händler richtig gut. Die ganz besonders erfolgreichen Unternehmen wissen aber nicht nur um die dafür nötigen Elemente, sondern sie behandeln auch ihre Mitarbeiter wie Kunden. Denn auch Mitarbeiter sollen ja am Montag gerne wiederkommen. Schönes Wochenende.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
4 Min.· Aktualisiert am
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HANDEL NATIONAL


Douglas online dufte
Die Parfümeriekette Douglas holt inzwischen fast 30% der Umsätze aus dem Onlinegeschäft bei douglas.de und Parfumdreams. Das sagen die aktuellen Quartalszahlen, die online ein Plus von über 40% aufzeichnen. "Wir werden in diesem Jahr erstmals mehr als eine halbe Milliarde Euro online umsetzen", verspricht Konzernchefin Tina Müller. Douglas steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten um 5,1% auf rund 2,7 Milliarden Euro. Nach einem deutlichen Verlust im Vorjahreszeitraum bleiben diesmal unter dem Strich knapp 60 Millionen Euro. Demnächst will Douglas auch ins Marktplatz-Geschäft einsteigen und könnte dann auch Mode anbieten.

Zalando stellt neue Roboter ein Nach ersten Tests mit dem Logistikroboter TORU von Magazino, wird es für den neuen Kollegen im Lager von Zalando nun langsam ernst. Der Test mit dem mobilen Pick-Roboter soll nun echte Kundenbestellungen bearbeiten und erhält dabei Unterstützung von sechs weiteren TORUs. Das Besondere: Im Gegensatz zu anderen Automatisierungstechnologien, bei denen nur ganze Ladungsträger wie Paletten oder Kisten bewegt werden können, können die mobilen TORU-Roboter dank Künstlicher Intelligenz sowie 3D-Kameratechnik einzelne Objekte erkennen, greifen sowie transportieren und sind damit in der chaotischen Lagerung einsetzbar.
Bonprix schön nachhaltig Falls Sie noch einen Beleg brauchen, wie wichtig Nachhaltigkeit im Mode-Massenmarkt ist: Bonprix, Deutschlands zweitumsatzstärkster Online-Fashionshop, launcht schon seine zweite „Sustainable Collection“, die nachhaltigere Materialien und Verfahrensweisen in der Produktion nutzt.

INTERNATIONAL

Abo-Start-up kauft Filialkette
Paradigmenwechsel im Modehandel? Die US-Filialkette Lord & Taylor geht an das Start-up Le Tote. Das vermietet eigentlich Fashion für Frauen im Abo. Die Kette gehörte der schlingernden Hudson’s Bay Company (HBC), die sich damit mit rund 100 Mio Dollar die schlechte Bilanz aufpolstert.


Amazon bietet virtuelles Wohnzimmer Amazon bietet jetzt eine Art virtuellen Showroom für sein Möbel-Sortiment. In das digitalisierte Standard- Wohnzimmer kann man Möbel und Deko integrieren sowie die Wand- und Bodengestaltung ändern. Irgendwie ein virtueller Test, der in den 80er Jahren hipp gewesen wird, aber bei Amazon nun wie aus der Zeit gefallen wirkt. Aber vielleicht wissen die Amazon-Daten einfach mehr über Möbel-Kunden. Das Feature erweitert allerdings auch die bisherigen und moderneren Shopping-Optionen Discover und AR View.
Wo Picnic Salesforce nutzt
Falls Sie sich für die technischen Geheimnisse des Online-Supermarktes Picnic interessieren und vor lustigen Worten wie FuzzyWuzzy nicht zurückschrecken, verrät ihnen dieser (englischsprachige) Beitrag von Picnic so einiges darüber, wie Picnic ähnliche Produkte identifiziert. Ein Learning: Picnic nutzt Salesforce für sein Product-Information-Management-System (PIM).
Events des Tages
Shopping-Konzepte, Influencer Modelle, Mobile und überhaupt all die Innovationspotentiale für den digitalen Handel stehen im Fokus auf der "E-Ccommerce Future" am 31. Oktober in Köln. Mit dabei sind unter anderem "E-Commerce Rockstar" Michael Atug, Ruppert Bodmeier von disrooptive und Jochen Krisch von Exciting Commerce. Ans Eingemachte geht es dagegen beim MultichannelDay am 26. September. Der will aus der Plattform-Abhängigkeit von Amazon helfen und Alternativen und Ergänzungen aufzeigen. Da sind da auch Händler und Plattform-Manager mit dabei, die ihre Erfahrungen schildern

Zahl des Tages 92% der Deutschen erwarten die Möglichkeit zur Kartenzahlung im Laden. Das sagt eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die - hoppla - Mastercard veröffentlicht hat. Doch was nutzt einem Manager (dem Kunden, dem Dienstleister) diese Zahl heute, wenn das nächste Revirement der Kassensysteme erst in vier Jahren wieder ansteht? Außer einem schlechten Gewissen, wieder spät dran zu sein?
Favorit der Leser
Jede Transformation muss mit dem Kundenproblem und seinen Lösungen beginnen. Geradezu manisch kundenfixierte Unternehmen machen das vor. Sie haben eine Reihe von Gewohnheiten etabliert, um dem Mantra von der Kundenorientierung tatsächlich Wucht zu verschaffen. Welche sind das?
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92 Prozent der Deutschen erwarten die Möglichkeit zur Kartenzahlung

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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