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Aktuelle E-Commerce-News zu Penny, Lieferando, DHL, E-Mail-Sicherheit, Pattern, China, Joybuy, Onlyfans und weiteren Themen des Tages im Überblick.
Thomas RehmRedakteurDas müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
Webinar: Wie digitale Kassenbons die personalisierte Ansprache verbessern
Wie lässt sich der digitale Kassenbon gezielt zur personalisierten Kundenansprache im stationären Handel nutzen? Individuell zugeschnittene Werbung hat großen Einfluss auf Kaufentscheidungen. REMIRA zeigt, wie aus der Filiale heraus App-Downloads, Newsletter-Anmeldungen & Co. Messbar gesteigert und mit Kampagnen verknüpft werden. Jetzt kostenlos anmelden
HANDEL NATIONAL
Penny beerdigt deutschen Lieferdienst
Penny stellt seinen Online-Lieferservice in Deutschland komplett ein, wie Lebensmittelzeitung.net berichtet. CEO Stefan Görgens habe entschieden, die E-Commerce-Pläne ad acta zu legen und alle Kooperationen mit Zustellpartnern zu beenden. Das Interesse der Kunden sei nach Corona deutlich gesunken, die Discount-Kundschaft kehre zum klassischen Einkaufsverhalten zurück. Hohe Lieferkosten, das dichte Filialnetz und lange Öffnungszeiten machten den Service überflüssig. 2021 sei Penny mit seinem Lieferdienst Bringoo noch als Pionier im Quick Commerce angetreten.
eBay OPEN 2025 – Insights, Networking & mehr am 25.9. in Berlin
Am 25. September 2025 ist es wieder soweit: eBay Deutschland lädt zur eBay OPEN 2025 – dem größten Community-Event des Jahres für gewerbliche Verkäufer*innen. In diesem Jahr findet das Event im BrewDog DogTap Berlin statt – einem einzigartigen Veranstaltungsort, der wie gemacht ist für Austausch, Wissenstransfer und Feierstimmung. Von 9:30 bis 22:00 Uhr erwartet die Teilnehmenden ein inspirierender Tag voller Impulse, Vernetzung und spannender Einblicke in die Zukunft des E-Commerce.
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Lieferando-Streiks weiten sich aus
Die Proteste gegen Lieferandos Stellenabbau weiten sich auf Hannover, Braunschweig und Göttingen aus, berichtet Zeit.de. Mitarbeiter des Lieferdienstes hätten für 24 Stunden die Arbeit niedergelegt. Hintergrund sei die geplante Entlassung von 2.000 Beschäftigten zum Jahresende – 20 Prozent der Flotte. Lieferando wolle stattdessen verstärkt mit Subunternehmern zusammenarbeiten. Die Gewerkschaft NGG warne vor den Folgen: geringere Löhne, weniger Sicherheit und schwindende Mitbestimmung.
DHL liefert keine Geschäftspakete in die USA
Seit dem 22. August befördert DHL keine Geschäftskunden-Pakete mehr in die Vereinigten Staaten, berichtet Tagesschau.de. Nur Privatleute könnten noch Geschenke bis 100 Dollar als normale Sendungen verschicken; teurere Pakete liefen ausschließlich über den kostspieligen Express-Service. Durch die Abschaffung der De-minimis-Regel ab 29. August würden künftig Zölle zwischen 80 und 200 Dollar pro Artikel fällig. Auch österreichische, belgische und skandinavische Postfirmen hätten bereits ähnliche Beschränkungen verhängt.
150 E-Mail-Sicherheitspioniere in der „Hall of Fame“
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zeichnet gemeinsam mit Eco und Bitkom laut Pressemitteilung 150 Unternehmen in einer „Hall of Fame der E-Mail-Sicherheit“ aus. Die Initiatoren würdigen damit Firmen, die sich zur Umsetzung zweier BSI-Richtlinien verpflichtet hätten: TR-03108 sorge für verschlüsselte E-Mail-Übertragung, TR-03182 erkenne gefälschte Absenderadressen. Die Auszeichnung sei Teil des „E-Mail-Sicherheitsjahres 2025“. Parallel starte das BSI einen E-Mail-Checker, mit dem Nutzer prüfen könnten, ob ihr Anbieter die Sicherheitskriterien erfülle.
HANDEL INTERNATIONAL
Pattern steigert Umsatz und geht an die Börse
Die Pattern Group steigerte ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2025 um 35 Prozent auf 1,14 Mrd. Dollar und reichte zeitgleich Unterlagen für den US-Börsengang ein, berichtet Yahoo.com. Der Nettogewinn des E-Commerce-Aggregators aus Utah kletterte auf 47 Mio. Dollar. Das Unternehmen helfe Marken beim Wachstum auf globalen Marktplätzen wie Amazon, Walmart oder Tiktok Shop – wobei 90 Prozent der Erlöse von Amazon kommen. Prominente Mitbewerber wie Thrasio, Benitago oder Sellerx haben nach einem Boom des Geschäftsmodells während der Pandemie das Feld mittlerweile weitgehend geräumt.
China verschärft Preisregeln für E-Commerce
China will E-Commerce-Plattformen in einem neuen Gesetzesentwurf zu einer neuen Preisregulierung verpflichten, meldet Devdiscourse.com. Plattformbetreiber und Händler müssten künftig standardisierte Preisvereinbarungen über Verträge treffen und Änderungen öffentlich kommunizieren. Die Maßnahmen reagieren auf wachsende Beschwerden über Preismanipulation und irreführende Preisangaben. Alibaba hatte bereits 2021 eine empfindliche Strafe von 2,75 Mrd. Dollar wegen Monopolverstößen kassiert. Die betroffenen Branchenakteure können nun einen Monat lang Feedback zu den geplanten Transparenzregeln einreichen.
Ochama heißt jetzt Joybuy
Nach dem Scheitern des Omnichannel-Angebots Ochama, das am 23. August die Pforten schloss, startet JD.com durch Umbenennung mit „Joybuy“ ein reines Online-Modell, berichtet Ecommercenews.eu. Gestartet sei die neue Plattform bereits in Großbritannien und Frankreich – Deutschland, die Niederlande, Belgien und Luxemburg sollen noch folgen, die anderen 19 Märkte von Ochama allerdings nicht. Joybuy sei in Europa von 2015 bis 2021 schon einmal an den Start gegangen, hätte aber damals, im direkten Vergleich zu Aliexpress, die Erwartungen enttäuscht.
Onlyfans wächst auf 7,2 Mrd. Dollar Umsatz
Die Paid-Content-Plattform Onlyfans konnte 2024 ihre Nutzerbasis um 24 Prozent auf 377,5 Mio. steigern und erreichte über ihre 4,6 Mio. Content-Creators ein Zahlungsvolumen von 7,2 Mrd. Dollar, meldet Businessinsider.de. Der ukrainischstämmige Eigentümer Leonid Radvinsky konnte 497 Mio. Dollar Dividenden einstreichen. Beim Erwerb 2018 lag der Gewinn der Abonnements-Plattform noch bei 1,9 Mio. Dollar – nun sind es 520 Mio. Dollar.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Interne Cyberangriffe gefährlicher als externe
Insider-Bedrohungen stellen mittlerweile ein größeres IT-Sicherheitsrisiko dar als externe Cyberangriffe, wie eine Exabeam-Studie mit über 1.000 Cybersicherheitsexperten laut Heise.de zeigt. 64 Prozent der Befragten sähen böswillige oder kompromittierte Insider als Hauptgefahr. Künstliche Intelligenz verstärke diese Entwicklung dramatisch: 76 Prozent der Unternehmen berichteten von unbefugter KI-Nutzung durch Mitarbeiter, 74 Prozent bestätigten die erhöhte Wirksamkeit interner Angriffe durch KI-Tools.
Hobbys: Online-Shopping vor dem Einkaufsbummel
Online-Shopping gewinnt als Freizeitbeschäftigung gegen den klassischen Einkaufsbummel an Terrain, zeigt der „Freizeitmonitor 2025“ der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen laut Textilwirtschaft.de. Ein Viertel der Deutschen bestelle mindestens wöchentlich im Netz, während nur 16 Prozent regelmäßig durch Geschäfte bummelten. Besonders Familien mit mittlerem Einkommen griffen häufig zur digitalen Variante: 44 Prozent der 25- bis 49-Jährigen shoppten jede Woche online. Parallel dazu erlebe die Freizeitgestaltung einen Wandel hin zu erlebnisorientierten Aktivitäten – so legten beispielsweise Tagesausflüge um 13 Prozentpunkte auf 38 Prozent zu.
Jeder dritte Deutsche fürchtet Jobverlust durch KI
34 Prozent der Deutschen befürchten den Verlust ihres Arbeitsplatzes durch Künstliche Intelligenz, zitiert Businessinsider.de eine YouGov-Umfrage der DPA. 62 Prozent der über 2.000 Befragten hätten sich allerdings unbesorgt gezeigt, fünf Prozent seien unentschlossen. Ähnlich zeige sich das Bild bei den Unternehmern: Hier würden 27 Prozent mit einem Stellenabbau rechnen, fünf Prozent mit neuen Jobs, während zwei Drittel von keiner Veränderung ausgingen.
ChatGPT-Traffic bricht um 52 Prozent ein
ChatGPT-Weiterleitungen auf klassische Marken-Websites ist seit Ende Juli um durchschnittlich 52 Prozent eingebrochen, meldet Onlinehaendler-News.de. Reddit hingegen verzeichne seit dem 23. Juli einen Sprung um 87 Prozent und Wikipedia lege um 62 Prozent zu. Gemeinsam mit Techradar kontrollierten die drei Plattformen fast ein Viertel aller ChatGPT-Verweise. Allerdings mache KI-generierter Traffic bisher nur rund einen Prozent des Gesamtvolumens aller Verweise aus.
Einmal Gemini fragen = neun Sekunden TV
Google beziffert den Stromverbrauch einer Textanfrage bei seiner KI-Software Gemini mit 0,24 Wattstunden – das entspreche knapp neun Sekunden Fernsehen, berichtet Spiegel.de. Zusätzlich verbrauche jede Anfrage fünf Tropfen Wasser zur Kühlung der Rechenzentren. Während Einzelanfragen durch effizientere Chip-Technologie tatsächlich weniger Energie benötigen würden, treibe die schiere Masse der Nutzung den Gesamtstromverbrauch von KI-Rechenzentren weiterhin rasant nach oben. Das stromintensive Training der KI-Modelle blende Google in seiner Rechnung ebenso aus.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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