Picnic dehnt sich aus, Amazon bringt es in 30 Minuten, Zalando, Ikea, Tengelmann, Wish, Babymarkt, eBay, Snapchat, Tesla

Picnic dehnt sich aus, Amazon bringt es in 30 Minuten, Zalando, Ikea, Tengelmann, Wish, Babymarkt, eBay, Snapchat, Tesla

Liebe Leserin, lieber Leser, die Zukunft bietet uns mannigfaltige Möglichkeiten. Oft bietet sie ganz andere Realitäten als jene, an die wir gedacht haben. Bestseller-Autor Tom Hillenbrand schüttelt in seinen Science-Fiction-Thrillern innovative Ideen quasi aus dem Ärmel. Was Unternehmen davon haben, besprechen wir in unserer neuen Podcast-Folge. Hören sie doch mal rein - vor oder nachdem sie sich dem Heute, dem Tagesgeschäft und dem Morning Briefing - mit einigen überraschenden Neuigkeiten - ...

OKOlaf KolbrückChefredakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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Picnic dehnt sich aus:

Der im April im Kreis Neuss bei Düsseldorf gestartete Online-Supermarkt Picnic expandiert nun nach Mönchengladbach. Praktisch: das Lager in Viersen ist quasi in der Nachbarschaft. Bis 2019 will man hierzulande bis zu 20 Städte beliefern. 15 Millionen Euro stehen erstma lfür die Expansion bereit. Spannend an Picnic ist vor allem das Lieferkonzept: Feste Lieferrouten statt Wunschzeitfenster. Das senkt die Transportkosten. Muss es auch. Denn Picnic liefert kostenlos. Eigentlich ist das irrwitzig. Aber das war der kostenlose Versand und das Retourenversprechen von Zalando einst auch. Weshalb meiner einer (aber nicht nur deswegen) wettet, dass Picnic das Zeug hat, zum Zalando der Lebensmittelhändler zu werden.
Zumal Picnic etwas bietet, das weder Rewe noch Amazon derzeit leisten. Dort wechseln die Fahrer schneller als bei dem Wetter die Milch draußen sauer wird. Picnic aber setzt auf die Renaissance des "Milchmanns". In der Picnic-App sehen die Kunden sowohl den Namen und das Foto des Fahrers (der möglichst selten wechselt) als auch die aktuelle Position und den Routenverlauf des Fahrzeugs. Das schafft Vertrauen. In Marke, Service und Ware. Auch gut: Zu den Zulieferern zählen neben Edeka Rhein-Ruhr zahlreiche Bäckereien, Metzger, und Bauernhöfe aus der Region.

Tengelmann mischt bei Wish mit:

Der Venture-Arm von Tengelmann hat sich laut Jahresbericht (pdf) an Wish beteiligt. Die nicht unumstrittene Shopping-App Wish ist längst der Shooting-Star der internationalen E-Commerce-Szene. Die Shopping-App setzt auf Discount-Preise und eine Oberfläche, die ein wenig an Pinterest erinnert. Das US-Start-up ist nach eigener Aussage bereits das sechstgrößte E-Commerce-Unternehmen weltweit. etailment hat Wish erst kürzlich ausführlich vorgestellt.

10 Prozent Plus für Babymarkt:

Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz des Tengelmann-Unternehmens laut Geschäftsbericht (pdf) Babymarkt.de um mehr als 10 Prozent auf 134,3 Millionen Euro. babymarkt.de strebt die Online-Marktführerschaft in Europa an. Die Tengelmann-Tochter setzt aber zunehmend auch auf Filialen.

Ikea bastelt an neuem Onlineshop:

IKea will Anfang 2019 eine neue Version seinen Onlineshops einführen. Wegen mehr Einkaufserlebnis und so. Ob Ikea dann das Rätsel knackt, wie man den Teelichter-Mitnahme-Effekt aus den Läden online überträgt? Im Interview mit Internet World klingt Michael Mette, Deputy Retail Manager, eher, also mache man erst einmal für die Hygienefaktoren im Omnichannel Überstunden.

Zalando - Diese Zahlen lassen aufhorchen:

Nach unserer Blitzmeldung im Morning Briefing über die gestern frisch veröffentlichten Quartalszahlen lohnt der Hinweis auf ein paar Details: Es wird billiger gekauft. Der Durchschnittsumsatz pro Bestellung sank um rund vier Euro auf 60,40 Euro. Grund: Mehr Badehosen und Bikinis, statt Jacken und Westen landen im Warenkorb. Das Wetter. Sie wissen schon. Weitere Ursache: Es wird mehr mobil geshoppt (78 Prozent Mobile Site-Visits) und das dann billiger. Vorstand Rubin Ritter bejubelte ohnehin lieber das Partnerprogramm. Kann er auch. Die Marktplatzumsätze erreichen 10 Prozent des Umsatzes (GMV-Basis). Trotzdem: Zalando muss hoffen, dass das Beauty-Konzept punktet und mehr Lippenstifte im Paket landen. Denn mit steigenden Paketkosten ist zu rechnen. Die drücken schon jetzt zunehmend auf die Vertriebskosten.

ebay - Neue Regeln und Services:

Schluss mit Sonnenliege. eBay-Verkäufer müssen jetzt die ganzen Neuerungen durchforsten. Dazu gehören eigene Gutscheine im Verkäufer-Cockpit Pro, vereinfachte Rückgabeprozesse, Neuerungen im After Sales-Bereich, HTTPS-Pflicht und einiges mehr. Was dringend ist und was bis zum nächsten Regen warten kann, kann man bei eBay nachlesen.

INTERNATIONAL

Amazon bringt die Ware binnen 30 Minuten ans Auto:

Amazon hebt Click & Collect bei Whole Foods auf ein neues Tempo-Niveau. Bereits nach 30 Minuten sollen Kunden in einigen Testmärkten die Ware abholen können. Und: Das Einkaufspaket wird dem Kunden auf speziell reservierten Parkflächen direkt ans Auto gebracht. Das kleine Extra-Tempo kostet Prime-Kunden 4,99 Dollar.

Snapchat schrumpft:

Snapchat verliert binnen eines Quartals drei Millionen Nutzer auf 188 Millionen. Für Snapchat ein ungewohnter Schwund. Der Umsatz stieg jedoch im Jahresvergleich um über 44 Prozent auf 262 Millionen Dollar und übertraf die Erwartungen. Die Verluste reduzierten sich von 443 Millionen auf 353 Millionen Dollar.

Musk will Tesla von der Börse nehmen:

Elon Musk will Tesla womöglich von der Börse nehmen. Der Chef des Autobauers twitterte, er denke darüber nach, Tesla bei einem Aktienkurs von 420 Dollar zu privatisieren. Die Börse spielte prompt verrückt. Der Handel wurde ausgesetzt.

Start-up des Tages:

OrgOS will Recruiting, Onboarding und Abwesenheitsmanagement erleichtern. Im vergangenen Jahr gestartet, bietet das Start-up eine ganzheitliche Plattform für alle HR-Prozesse.

Beliebtester Beitrag am Vortag:

Wie irre wird die Zukunft? Der etailment Podcast mit Bestseller-Autor Tom Hillenbrand über Cyber-Crime, KI-Verbote, Bücher der Zukunft und der Frage, was Manager von Science Fiction lernen können.
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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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