Picnic, Mädchenflohmarkt, Lloyd, RMC, Channelengine, Österreich, Temu, Influencer, Tiktok, Start-ups, Apple, Faherty

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Nun ist es so weit, Rewe sagt „Tschüss Werbeprospekt“. Gut ein Jahr nach der Ankündigung verabschiedet sich der Handelskonzern von der gedruckten Werbung und unternimmt den finalen Schritt in die digitale Welt. Vom 1. Juli an gehört der Papierprospekt der Vergangenheit an, Rewe feierte den Abschied am vergangenen Wochenende. Am 23. Juni erhielt Leif Miller, Bundesgeschäftsführer des Nabu (Naturschutzbund Deutschland e.V.), ein Exemplar der letzten Ausgabe, in der #umdenkbar Galerie in Berlin ...

WMWolfram MarxRedakteur
7 Min.· Aktualisiert am
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HANDEL NATIONAL

Picnic präsentiert Wachstumspläne
Der niederländische Online-Supermarkt Picnic will sein Wachstumstempo in Deutschland erhöhen. Das Liefergebiet soll auf bis zu 80 Städte anwachsen, für den Umsatz strebt die Plattform eine Steigerung von 275 auf rund 400 Millionen Euro an, berichtet Retail Detail. Für die Verteilungszentren sei eine Erweiterung von derzeit 34 auf 59 geplant. Von dort sollen dann rund 1.400 Elektrofahrzeuge zu den Lieferungen starten. Picnic arbeite mit festen Routen, die nur bei einer ausreichenden Kundenzahl um neue Strecken ergänzt würden.

Insolvenzverwalter auf der Suche nach einem Investor für Mädchenflohmarkt
Der Insolvenzverwalter des Secondhand-Onlineshops Mädchenflohmarkt, Ilkin Bananyarli von der Pluta Rechtsanwalts GmbH in Stuttgart, sucht einen Investor. Die Plattform hatte am 7. Juni Insolvenz beim Amtsgericht Stuttgart angemeldet, der Geschäftsbetrieb läuft nach Angaben des Verwalters uneingeschränkt weiter. Bezahlung und Lieferung der Ware, die nach dem 7. Juni gekauft wurde, seien sichergestellt, dies gelte auch für Löhne und Gehälter der Mitarbeiter. Der neue Investor solle dazu bereit sein, das Geschäftsmodell eines Marktplatzes für gebrauchte Mode fortzuführen und weiterzuentwickeln. Es gehe um eine Lösung zur Sicherung der Plattform.

Lloyd zieht es ins Ausland
Der deutsche Online-Schuhhändler Lloyd Shoes baut eine Online-Plattform, den World Shop, für den weltweiten Vertrieb auf. Neben den EU-Ländern stehen insgesamt 37 weitere Märkte auf der Liste, insgesamt sollen es schließlich 63 sein, berichtet Shoez. Die Preise im Online-Shop würden in der Landeswährung angezeigt, Zahlung und Check-out erfolgten in der Landessprache, die Lieferung liege bei Global-E. Gestaltung und Layout des Online-Shops sei auf den vor einem Jahr gestarteten neuen Markenauftritt angepasst.

Der Retail Media Circle präsentiert eine strukturierte Übersicht des Werbeportfolios
Der Retail Media Circle (RMC) des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) hat wenige Wochen nach seiner Gründung eine Übersicht für das Werbeportfolio des Handels vorgelegt. Der Arbeitskreis will in dem 360° Retail Media Portfolio mit einer einheitlichen Beschreibung der Werbemöglichkeiten für mehr Transparenz sorgen und einen Überblick schaffen. Das Portfolio setzt sich zusammen aus den Segmenten Advertising, Insights, Content und Partner Programs.


HANDEL INTERNATIONAL

Channelengine übernimmt Vendiro
In den Niederlanden gibt es bei Management-Unternehmen für den Online-Handel eine Übernahme. Vendiro, das den Zugang zu rund 70 Online-Marktplätzen anbietet, geht an Channelengine, das die Anbindung zu mehr als 700 Plattformen weltweit im Programm hat. Die beiden Unternehmen wollen den Kunden durch die Verknüpfung ihrer unterschiedlichen Strategien individualisierte und angepasste Produkt anbieten, meldet Tech.eu. Die Unternehmen hätten den Anspruch, dass die Zusammenarbeit dem Online-Vertrieb modernste Lösungen anbiete.

Schlechte Stimmung im österreichischen Handel
Die österreichischen Händler erwarten für dieses Jahr keine Besserung der Situation und rechnen mit einem Umsatzrückgang von zehn Prozent. 46 Prozent gehen von einem Verlust aus. Nach den Ergebnissen einer Blitzumfrage des österreichischen Handelsverbands haben 53 Prozent ihre Investitionen gestoppt, 48 Prozent verringerten ihre Werbeausgaben, berichtet Leadersnet Österreich. Für 17 Prozent könnte der Mangel an Fachpersonal zu einem eingeschränkten Betrieb führen. Schwierigkeiten gebe es bei den staatlichen Unterstützungsleistungen in Folge von Corona, die 32 Prozent noch nicht vollumfänglich erhalten hätten. Ausschlaggebend für die getrübten Erwartungen sei auch das zurückhaltende Kaufverhalten der Verbraucher. 21 Prozent von ihnen beschränkten sich auf lebensnotwendige Produkte.

Erneut Fragen der Zwangsarbeit bei Produkten von Temu und Shein
In den USA gibt es erneut Fragen wegen möglicher Zwangsarbeit bei der Produktion von Ware bei Temu und Shein. Die beiden Fast-Fashion-Plattformen sind wegen der geringen Preise ihrer Produkte bei einem Warenwert von unter 800 US-Dollar meist von der Zahlung von Zöllen und Abgaben befreit, heißt es bei Business Insider. Da die Preise der Produkte so niedrig seien, werde die Einhaltung der Arbeitsgesetze in vielen Fällen nicht überprüft und es bestehe die Gefahr, dass sie in China in der Region Xinjiang von Uiguren in Zwangsarbeit erstellt worden seien. Shein habe mehrfach erklärt, dass es keine Zusammenarbeit mit Produzenten aus Xinjiang gebe. Die Vorgaben bei Temu schlössen die Kooperation mit Anbietern aus, die Zwangsarbeit einsetzten, aber nicht die Nutzung von Ware aus dieser Region innerhalb der Produktion.


Influencer haben großen Einfluss auf ihre Follower
Die Bedeutung der Influencer für das Marketing der Unternehmen wird durch ihren starken Einfluss auf die Follower weiter zunehmen. Basis für diese Entwicklung ist das Vertrauen, das die Follower den Influencern entgegen bringen, so die Einschätzung von Get App nach den Ergebnissen der Studie "Live Commerce & Influencer Trust". Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Deutschen hätten angegeben, dass sie genau wüssten, was das Konzept der Influencer sei. Für 61 Prozent führe die Kooperation von Influencern mit besonderen Marken zu einer höheren Wahrscheinlichkeit des Kaufs, für 19 Prozent zu einer geringeren. 40 Prozent wählten beim Einkauf die entsprechenden Kleidermarken aus, für 36 Prozent gelte dies bei Lebensmitteln und für 32 Prozent bei Kosmetika.

Tiktok startet das Project S
Tiktok will mit Hilfe des Project S die Aktivitäten im E-Commerce ausbauen. Zum Projekt gehört Trendy Beat, in dem die im Trend liegenden Produkte aus dem Konzern Byte Dance in Videos innerhalb der App von Tiktok präsentiert werden, berichtet Tech Crunch. Byte Dance habe die Kapazitäten, die entsprechenden Produkte zu kaufen oder herzustellen. Dabei handele es sich primär um Bekleidung und Schuhe. Project S sei nicht als Online-Marktplatz aufgebaut, sondern liege auf einer Ebene mit Amazon Basics. Tiktok habe die Entwicklung von Project S bestätigt, aber keine weiteren Angaben gemacht. Ein Test von Trendy Beat laufe derzeit in Großbritannien.

Modeanbieter gehören zu den Gewinnern der Start-ups der Etailment Top 100
Die Start-ups der Etailment Top 100 glänzen im Scheinwerferlicht – und die Rangliste des zweiten Quartals bringt wieder spannende Gewinner aus der Fashion-Szene. Das Berliner Start-up Panaprium kämpft sich als Top Aufsteiger hoch auf Platz 27. Die Online-Plattform hilft Verbrauchern, nachhaltige und ethische Modemarken zu entdecken. Und ein Newcomer auf Platz 34: Schon bei der Höhle der Löwen überzeugte Gründerin Miriam Weilmünster mit den wasser- und schweißfesten Nippelcover. Das Produkt namens Nippli verspricht eine dünne und angenehme Oberfläche, dabei aber trotzdem blickdicht und mehrfach verwendbar zu sein.

Apple will Apple Pay in Indien einführen
Apple hat in Indien Gespräche mit den dortigen Behörden über die Einführung von Apple Pay geführt, nun sollen die Verhandlungen mit der National Payments Corporation of India, die den Betrieb der Zahlungssystem kontrolliert, für den Start von Apple Pay beginnen. Apple arbeitet an der Entwicklung einer an den indischen Markt angepassten Version, schreibt Tech Crunch und beruft sich dabei auf zwei mit dem Prozess vertraute Personen. Zu den Zielen gehöre, dass Iphone-Nutzer in Zukunft QR-Codes einscannen könnten und Zahlungen über das indische Zahlungssystem, Unified Payments Interface, möglich würden.


NACHHALTIGKEIT

Faherty startet ein Wiederverkaufsprogramm
Das nächste Wiederverkaufsprogramm im Bekleidungshandel läuft. Nun bietet auch die Faherty-Marke DTC einen Marktplatz für gebrauchte Ware aus dem Haus Faherty. Zur Wahl stehen laut eines Berichts von Retail Dive bei Second Wave auch reparierte und wieder hergestellte Faherty-Produkte. Technologiepartner sei Archive, Spezialist für Entwicklung und Aufbau von Wiederverkaufsprogrammen. Das Programm gehöre zum Engagement von Faherty für eine Verringerung des Umwelteinflusses. Dazu gehörten auch der Einsatz von Verpackung ohne Kunststoff, die Möglichkeit der kostenfreien Reparatur und der Einsatz von erneuerbaren Energien.

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WM
Geschrieben vonWolfram Marx

Redakteur

Wolfram Marx ist Journalist und schreibt für etailment unter anderem das Morning Briefing mit den täglichen Nachrichten aus Handel und E-Commerce. Seine Beiträge erschienen zudem in weiteren Fachtiteln der dfv Mediengruppe wie TextilWirtschaft, ahgz und Food Service sowie in der Rheinischen Post und im Reisefachmedium Travel ONE.

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