3D-Illustration zu Picnic, Vinted, Black Friday, Google, digitalem Euro und Cloudmarkt im E-Commerce
© Black Forest Labs / Flux

Picnic, Vinted + DHL, Black Friday wird erwachsen, Google, Meta, digitaler Euro, Cloudmarkt, Schatten-IT, KI-Suche

Aktuelle E-Commerce-News: Picnic, Vinted + DHL, Black Friday wird erwachsen, Google, Meta, digitaler Euro, Cloudmarkt und weitere Themen im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
7 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

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HANDEL NATIONAL

Picnic sammelt 430 Mio. Euro für Deutschland-Expansion
Der niederländische Online-Lebensmittelhändler Picnic hat 430 Mio. Euro von Bestandsinvestoren eingesammelt, darunter beispielsweise Edeka und die Bill and Melinda Gates Foundation, berichtet Tech.eu. Der Großteil der Finanzierung fließe in den Ausbau des Deutschland-Geschäfts, wo sich das Unternehmen als Marktführer sehe. Außerdem plane Picnic den Eintritt in weitere, noch nicht benannte Märkte. Das 2015 gegründete Unternehmen beliefere mittlerweile zwei Mio. Kunden an 200 Standorten in den Niederlanden, Deutschland und Frankreich mit Elektrofahrzeugen. Im Vorjahr habe Picnic bereits 355 Mio. Euro aufgenommen.

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Vinted bietet trackbare DHL-Päckchen für 1,99 Euro
Der Online-Marktplatz Vinted bietet neuerdings DHL-Päckchen mit Sendungsverfolgung an, wie Onlinehaendler-News.de berichtet. Die Option koste lediglich 1,99 Euro – ein Drittel des Preises für ein reguläres DHL-Paket mit 6,19 Euro. Branchenexperten vermuten, Vinted subventioniere den Versand. Das Tracking funktioniere ausschließlich innerhalb der Vinted-App und liefere nur rudimentäre Informationen ohne detaillierte Standortangaben. DHL werde die Sendungsverfolgung für Päckchen vermutlich nicht standardmäßig einführen, allerdings könnten weitere Online-Händler ähnliche Kooperationen anstreben.

DIY.com öffnet sich für deutsche Händler
Der britische Baumarkt B&Q öffnet seinen Marktplatz DIY.com für deutsche Händler, wie Channelx.world berichtet. Das erst drei Jahre alte digitale Angebot sei im Halbjahresvergleich um 45,4 Prozent auf ein Handelsvolumen von 228 Mio. Pfund gewachsen und trage bereits sieben Mio. Pfund zum Gesamtgewinn der Kette bei. Neben Deutschland könnten auch Verkäufer aus Irland, Italien, Polen, den Niederlanden und Spanien auf der Plattform aktiv werden.

Biorasierer und Anti-Diebstahl-Bademode überzeugen Alibaba-Jury
Drei deutsche Start-ups gehörten zu den zehn Gewinnern beim „Cocreate Pitch“ von Alibaba in London, berichtet Retail-News.de. „Garados Swimwear“ habe mit Bademode punkten können, die durch wasserfeste Taschen Diebstahlschutz biete, Razeco mit Einwegrasierern aus 99 Prozent biobasiertem Material und Trinom mit einem multifunktionalen Trainingsgerät aus Holz. Jedes der drei Unternehmen erhalte ein Paket im Wert von rund 18.000 Euro. Den Hauptpreis über 184.000 Euro gewann ein 15-jähriger Brite mit einem Kühlhandtuch. Alibaba hob hervor, bei den deutschen Teilnehmern seien besonders technisches Denken und Umsetzungsstärke erkennbar gewesen.

Existenzängste deutscher Unternehmen steigen weiter
Mittlerweile sehen 8,1 Prozent der deutschen Unternehmen ihre wirtschaftliche Existenz akut bedroht, wie das Ifo-Institut ermittelte. Im Oktober seien es noch 7,3 Prozent gewesen. Besonders dramatisch entwickele sich die Lage im Einzelhandel, wo bereits 15 Prozent der Betriebe von tiefgreifenden Problemen berichten – Vorjahr: 13,8 Prozent. Auch Dienstleister gerieten verstärkt unter Druck: 7,6 Prozent fürchteten um ihre Existenz. Hauptgründe seien Auftragsmangel, schwache Nachfrage und der internationale Wettbewerb.


BLACK FRIDAY

Emotionen schlagen Prozente: Black Friday wird erwachsen
Beim Black Friday 2025 verschieben sich die Prioritäten deutscher Käufer deutlich, berichtet Onlinemarketing.de. Experten betonten, Storytelling und Haltung überträfen mittlerweile die Bedeutung von Rabatten, während KI-Tools zur Shopping-Erleichterung an Relevanz gewännen. Eine Studie von Mobiloud positioniere Deutschland überraschend nur auf Platz sieben der europäischen „Online-Shopping-Obsession“ – mit 1.654 Euro Jahresumsatz pro Person deutlich hinter z. B. Großbritannien, den Niederlanden und Norwegen.

Ihr Leitfaden für Amazon Ads während der Haupt-Shopping-Saison
Die Feiertags-Shopping-Saison rückt näher und Amazon Ads bietet Lösungen an, die dazu beitragen können, dass deutsche Unternehmen aller Größen zu diesen Haupt-Shopping-Zeiten Kunden erreichen. Shopping-Events in der Feiertagssaison wie Black Friday und Cyber Monday eröffnen Werbetreibenden wertvolle Chancen, Kunden zu erreichen, die aktiv einkaufen und bereit sind, neue Marken zu entdecken.


HANDEL INTERNATIONAL

Fast alle E-Commerce-Unternehmen rechnen 2026 mit Wachstum
Fast alle E-Commerce-Unternehmen erwarten 2026 steigende internationale Verkaufszahlen, wie ABC17news.com eine Studie von Passport und Drive Research zitiert. 98 Prozent rechneten laut der Befragung mit wachsenden Bestellvolumina, über die Hälfte prognostiziere ein bis zehn Prozent Zuwachs. Priorität hätten vor allem schnellere Lieferungen, neue Märkte und Kostensenkung. Drei Viertel sorgten sich allerdings um volatile Zölle. Während 84 Prozent KI bereits für Marketing nutzten, setze nur ein Drittel die Technologie in Logistik oder Compliance ein – ausgerechnet dort, wo Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit entschieden würden.

Google schaltet erste Werbung in KI-Suchergebnissen
Google zeigt erstmals Werbeanzeigen in seinem KI-Modus, berichtet Golem.de. Die gesponserten Inhalte würden am Ende der KI-generierten Antworten erscheinen und seien deutlich gekennzeichnet, ähnlich der Strategie bei den KI-Überblicken. Der Rollout gehe bereits über die experimentelle Labs-Oberfläche hinaus, die Testphase sei wahrscheinlich beendet. Bereits im August habe Google Werbepartner über die für das vierte Quartal geplante Einführung informiert. Offen bleibe, ob weitere Anzeigenplatzierungen folgen und welches Preismodell greife.

Gerichtsdokumente: Meta stoppte kritische Gesundheitsstudie
Meta stoppte 2020 eine eigene Studie, die psychische Vorteile einer Social-Media-Pause belegte, berichtet Businessinsider.de unter Berufung auf Gerichtsdokumente. Das Projekt „Mercury“ habe gezeigt, dass Nutzer nach einer Woche ohne Facebook und Instagram von weniger Depression, Angst und Einsamkeit berichteten. Die Ergebnisse seien nie veröffentlicht worden – Meta begründe dies mit methodischen Mängeln. Die Dokumente seien Teil einer Sammelklage US-amerikanischer Schulbezirke, die dem Konzern vorwerfen, Jugendschutz zugunsten von Nutzerwachstum vernachlässigt zu haben. Eine Anhörung sei für den 26. Januar angesetzt.


Sparkassen-Chef warnt eindringlich vor digitalem Euro
Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, Ulrich Reuter, attackiert den geplanten digitalen Euro als trojanisches Pferd für Big-Tech-Konzerne wie Apple oder Google, berichtet Heise.de. Die bisherige Konzeption öffne außereuropäischen Anbietern den Zugang zu europäischen Kunden und deren Daten; die Europäische Zentralbank riskiere zudem, dem Finanzsystem Einlagen zu entziehen und die Kreditvergabe zu schwächen, obwohl der Euro bereits digital auf jedem Bankkonto existiere. Die EZB selber habe aber über Jahre hinweg die Entwicklungskapazitäten heimischer Payment-Anbieter blockiert. Als marktorientierte Alternative favorisiere Reuter die europäische Zahlungslösung Wero.

AWS verliert Boden, Azure und Google holen auf
Amazons AWS-Sparte verliert allmählich Marktanteile an Microsoft Azure und Google Cloud, meldet Heise.de unter Berufung auf die Beratungsgesellschaft Synergy Research Group. Die Amazon-Tochter halte zwar mit 29 Prozent noch die Spitzenposition, sei aber von 32 Prozent im Jahr 2021 geschrumpft. Azure liege bei 20 Prozent, Google Cloud bei 13 Prozent. Gemeinsam dominierten die drei US-Konzerne mit 63 Prozent den globalen Cloudmarkt. Größter Verlierer sei IBM, dessen Anteil sich von fünf Prozent Ende 2020 praktisch halbiert habe.

Drei von vier MINT-Fachkräften umgehen KI-Verbote
Drei von vier MINT-Fachkräfte in Deutschland nutzen KI-Tools wie ChatGPT oder Google Gemini ohne Genehmigung ihrer Arbeitgeber, berichtet Spiegel.de unter Berufung auf eine Sthree-Umfrage. Diese „Schatten-IT“ berge erhebliche Risiken: Mitarbeiter könnten sensible Kunden- oder Unternehmensdaten unbemerkt hochladen, die Anbieter dann möglicherweise für Trainingszwecke speicherten. Experten warnten vor Verstößen gegen die DSGVO und Geheimhaltungsverträge, die hohe Bußgelder nach sich ziehen könnten. Zudem würden durch ungetestete KI-Systeme Fehlentscheidungen im Betriebsablauf drohen.

Jeder Zweite sucht inzwischen per KI-Chat
Die Hälfte der Internetnutzer setzt inzwischen zumindest gelegentlich auf KI-Chats statt auf klassische Suchmaschinen, so eine Bitkom-Befragung. Bei den 16- bis 29-Jährigen seien es sogar zwei Drittel, nur noch 30 Prozent dieser Altersgruppe würden ausschließlich herkömmliche Suchmaschinen nutzen. Die Ergebnisse offenbarten allerdings ein Dilemma: 42 Prozent der KI-Nutzer hätten bereits falsche oder erfundene Informationen erhalten, doch nur 57 Prozent prüften die Antworten vor der Verwendung. Zudem fänden nur 36 Prozent, dass die KI ihre Aussagen ausreichend mit Quellen belege.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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