3D-Illustration zu Retouren, Weihnachtsshopping, KI-Beratung und Black Friday im E-Commerce
© Black Forest Labs / Flux

Retouren, Weihnachten, Fressnapf, KI-Beratung, Black Friday, Tiktok Shop, Onbuy, Debenhams, KI-Rendite, Personalisierung

Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen. Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen die Redaktion von Etailment.de. AI meets Loyalty: Das Ende.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
7 Min.· Aktualisiert am
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AI meets Loyalty: Das Ende klassischer Loyalty-Programme – oder der Anfang von etwas Neuem?
Rabatte allein reichen nicht mehr: KI, Agentik und Communities verändern Loyalty im Handel grundlegend. Im kostenlosen Webinar am 26.11. um 10 Uhr zeigen die Loyalty-Experten von KNISTR mit Dussmann, vit:bikes, Bloomreach und Marilyn Repp, wie moderne Kundenbindung funktioniert. Dabei zeigt KI, was heute möglich ist: Sie erkennt Bedürfnisse, reagiert in Echtzeit und verwandelt Daten in Beziehungen. Jetzt zum Experten-Talk anmelden!


HANDEL NATIONAL

Retouren ruinieren Rentabilität im E-Commerce
Ein großes Hindernis für die Rentabilität des E-Commerce bleiben Retouren, so eine Umfrage des EHI Retail Institute. Im Textilhandel klagten 12,5 Prozent der Befragten über Retourenquoten von über 50 Prozent; fünf Prozent der Elektronikhändler erhielten jedes vierte Paket zurück. Über die Hälfte aller Online-Händler kalkuliere mit bis zu zehn Euro pro Rücksendung, allerdings könnten mehr als ein Viertel die Kosten nicht einmal benennen. 80 Prozent glaubten nicht, dass die Zahl der Retouren künftig sinken werde, 17 Prozent rechneten sogar mit einer Verschlechterung der Situation.

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Handel zweifelt am Weihnachtswunder
Nur etwa jeder zehnte deutsche Einzelhändler blickt optimistisch auf das Weihnachtsgeschäft, wie eine Umfrage des Ifo-Instituts zeigt. Im Vergleich zum Vorjahr fielen die Erwartungen deutlich düsterer aus: Fast die Hälfte rechne mit durchschnittlichen Umsätzen, rund ein Viertel erwarte sogar ein schlechtes Geschäft. Während im Buchhandel trotzdem optimistische Stimmen überwögen, zeigten sich ausgerechnet Spielwarenhändler – traditionell ein starkes Segment – besonders skeptisch. Etwa jeder zweite erwarte hier ein schlechteres Ergebnis.

Deutschland feiert Weihnachten für 200 Euro
Die Hälfte der Deutschen plant, zu Weihnachten maximal 200 Euro auszugeben, zeigt eine Studie von Shopfully. Am ehesten werde bei Freizeitaktivitäten (25 Prozent) und Dekoration (20 Prozent) gespart, während das Festessen sakrosankt bleibe. Um die Geschenke hätten sich bereits 37 Prozent gekümmert, 27 Prozent erledigten dies im Dezember, nur ein Prozent warte bis zum 22. Dezember. Eingekauft werde von sechs Prozent ausschließlich online, bei 61 Prozent zusätzlich auch stationär. Die Hälfte lehne eine Beratung durch KI ab, jeder Zehnte vergleiche damit Preise und Angebote.

Fressnapf monetarisiert Kundendaten
Fressnapf etabliert ein Retail-Media-Geschäft und implementiert dafür den Adserver des Berliner Anbieters Retailmediatools, berichtet Retail-News.de. Der Heimtierbedarfshändler wolle damit gesammelte Daten über Tiere und Halter nutzen, um Werbung zielgerichteter auszusteuern. Markenpartner erhielten Zugang zu Sponsored Product Ads und Display Ads samt verbessertem Reporting. Die technische Integration solle bis zum ersten Quartal 2026 abgeschlossen sein; erste Pilotkampagnen seien für das zweite Quartal geplant.

Händlerbund bietet Mitgliedern KI-Beratungspaket
Der Händlerbund hat laut Pressemitteilung sein Leistungsangebot um Beratung für den rechtssicheren KI-Einsatz erweitert. Mitglieder erhielten ab sofort Zugang zu einer rechtlichen KI-Kompetenz-Schulung, in der sie praxisorientiertes Wissen erwerben und individuelle Unternehmensfälle einbringen könnten. Die Juristen des Verbands berieten zudem zu Kennzeichnungspflichten und – ab der Unlimited-Mitgliedschaft – zu Marken-, Daten- und Urheberrecht im KI-Kontext. Das Paket umfasse außerdem geprüfte Datenschutz-Klauseln, eine Mustervorlage für betriebliche KI-Richtlinien sowie eine Checkliste zur datenschutzkonformen Verwendung personenbezogener Daten.

BLACK FRIDAY

EHI bietet kostenfreies Dossier zum Black Friday
Das EHI Retail Institute hat ein Datenpaket rund um den Black Friday zusammengestellt: Umsätze, Budgets, beliebteste Warengruppen und weitere Kennzahlen für den deutschen Handel. Das Dossier kann auf Handelsdaten.de heruntergeladen werden. Bis zum 6. Dezember funktioniert das kostenlos, bei Registrierung und Eingabe des Codes EHIBlackFridayDossier25. Danach kostet es 199 Euro.

Ihr Leitfaden für Amazon Ads während der Haupt-Shopping-Saison
Die Feiertags-Shopping-Saison rückt näher und Amazon Ads bietet Lösungen an, die dazu beitragen können, dass deutsche Unternehmen aller Größen zu diesen Haupt-Shopping-Zeiten Kunden erreichen. Shopping-Events in der Feiertagssaison wie Black Friday und Cyber Monday eröffnen Werbetreibenden wertvolle Chancen, Kunden zu erreichen, die aktiv einkaufen und bereit sind, neue Marken zu entdecken. Mehr

Händler verlieren 144 Mio. Euro am Black Friday
US-Zölle auf asiatische Importe lenken elf Prozent zusätzliche Ware nach Europa um, was deutschen Händlern zur Black Week einen Gewinneinbruch von 144 Mio. Euro beschere, so eine Analyse von Kearney und 7Learnings. Verschärfend wirke sich auch die aggressive Expansion chinesischer Plattformen wie Temu und Shein aus, die ihre digitalen Werbebudgets seit Frühjahr um durchschnittlich 30 Prozent pro Monat aufstockten. Lokale Händler sähen sich gezwungen, mit eigenen Promotions gegenzuhalten, was die Margen weiter drücke. Die höchsten Einbrüche – 106 Mio. Euro – würden Mode und Unterhaltungselektronik verbuchen müssen.


HANDEL INTERNATIONAL Bargeld ohne Einkauf: Neue EU-Regeln für EinzelhandelNeue EU-Regeln verändern das Bezahlen im Einzelhandel, berichtet Spiegel.de. So müssten Online-Plattformen künftig gegenüber Banken für deren Entschädigungszahlungen an betrogene Kunden haften – sofern die Plattformen über betrügerische Inhalte informiert worden seien und diese nicht entfernt hätten. Zahlungsdienstleister müssten bei Identitätsbetrug voll erstatten und würden bei Versagen in der Betrugsprävention haftbar. Zudem müssten Einzelhändler Barabhebungen zwischen 100 und 150 Euro ohne Kaufpflicht ermöglichen – gedacht vor allem für besseren Bargeld-Zugang im ländlichen Raum.Disney und Samsung ziehen bei Tiktok Shop einGroße Marken wie Samsung, Ralph Lauren und Disney verkaufen seit dem 20. November über Tiktok Shop, berichtet Businessinsider.com. Die erst 2023 in den USA gestartete Plattform habe bislang vor allem mit kleineren Unternehmen gearbeitet, ziehe nun aber multinationale Konzerne an. Das erhöhe den Konkurrenzdruck hinter dem Display: Marken böten drastische Rabatte – L’Oréal beispielsweise 60 Prozent –, Verkäufer müssten verstärkt in Werbung investieren, was wiederum die Provisionen der Influencer senke.Onbuy wächst auf dem Kontinent 30 Prozent im MonatDer britische Marktplatz Onbuy verzeichnet nach seinem „Europa-Launch“ ein monatliches Wachstum von 30 Prozent, berichtet Channelx.world. In nur neun Monaten habe die Plattform 20 neue europäische Marktplätze eröffnet und dadurch 50 Mio. Pfund an zusätzlichem Handelsvolumen generiert. CEO Cas Paton habe bewusst kurzfristige Gewinne in 2025 geopfert, um langfristiges Wachstum ab 2026 vorzubereiten. Bemerkenswert sei die selbstfinanzierte Expansion ohne frisches Investorenkapital – Onbuy wirtschafte weiterhin profitabel.Debenhams: Schulden und Umsatz sinkenDie Debenhams Group, ehemals Boohoo Group, hat ihre Verluste im ersten Halbjahr um 93,6 Prozent auf 8,8 Mio. Pfund gesenkt, berichtet Drapersonline.com. Der Gesamtumsatz sei allerdings um 23 Prozent auf 296,9 Mio. Pfund gefallen, trotzdem habe sich die Verschuldung halbiert. Um die Sanierung voranzutreiben, habe das Unternehmen ein Vergütungsprogramm aufgelegt, das CEO Dan Finley bei Erfolg 148 Mio. Pfund einbringen könne – ohne Zustimmung der Aktionäre.

TRENDS & TECHNOLOGIE


KI zahlt sich aus – das Datenmanagement versagt
Unternehmen investieren durchschnittlich 26 Mio. Dollar jährlich in künstliche Intelligenz und erzielen damit Renditen von 16 Prozent, die in zwei Jahren auf 31 Prozent steigen könnten, wie eine Studie von SAP und Oxford Economics laut Heise.de zeigt. Allerdings verfolge nur jedes elfte Unternehmen einen strategischen Ansatz; 44 Prozent würden ihre Vorgehensweise als „Stückwerk“ charakterisieren. Drei Viertel kämpften mit unvollständigen oder inkonsistenten Daten, 55 Prozent bezweifelten das verantwortungsvolle Teilen von Daten über Abteilungsgrenzen hinweg. Zusätzlich nutzten Mitarbeiter in 64 Prozent der Firmen nicht genehmigte KI-Tools – mit entsprechenden Sicherheitsrisiken.

Tante-Emma-Gefühl statt Rabatt-Stress
Personalisierung übertrifft Preis und Markenvertrauen, so die Google-Studie „Personalization in German Retail“. Demnach hielten 32 Prozent der Befragten einen Händler für einzigartig, wenn sie sich persönlich verstanden fühlten – was Markenvertrauen (22 Prozent) oder klassische Faktoren wie Qualität und Auswahl (18 Prozent) überwiege. Allerdings würden nur 17 Prozent der deutschen Händler diesen Grad an Personalisierung bieten. So hielten z. B. 89 Prozent der Händler Rabatte in Apps für hilfreich, aber nur 60 Prozent der Kunden. Diese wünschten sich vor allem Zeitersparnis und kontextbasierte Empfehlungen statt eine Ansprache, die nur auf Demografie basiere.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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