Samsung, Plattform-Haftung, Aliexpress + Temu, Zalando, Ebay, Flaconi, Tiktok, X, Prime „Day“, Schweiz, KI-Shopping, Social Media

Samsung, Plattform-Haftung, Aliexpress + Temu, Zalando, Ebay, Flaconi, Tiktok, X, Prime „Day“, Schweiz, KI-Shopping, Social Media

Aktuelle E-Commerce-News: Samsung, Plattform-Haftung, Aliexpress + Temu, Zalando, Ebay, Flaconi, Tiktok, X, Prime „Day“ und weitere Themen im Überblick.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
7 Min.· Aktualisiert am
Teilen

Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

Wie Papier, nur digital: Das Samsung Color E-Paper
Deine Botschaft im Dauereinsatz! Entdecke das Samsung Color E-Paper EMDX für dein Unternehmen.
Diese innovative Lösung bietet dir eine energiesparende und flexible Möglichkeit, deine Inhalte zu präsentieren, egal ob in einem Café, einem Shop oder in deinem Bürogebäude. Bringe dein Unternehmen voran und lasse dich jetzt vom Samsung Color E-Paper überzeugen.

HANDEL NATIONAL

Online-Plattformen sollen für mangelhafte Produkte haften
Der Bundesrat verschärft laut Heise.de die Haftung von Online-Plattformen wie Amazon, Shein und Temu für mangelhafte Waren. Die Betreiber müssten künftig selber haften, sofern sie keinen verantwortlichen EU-Wirtschaftsakteur nachweisen könnten. Als ultima ratio drohe sogar die komplette Plattform-Sperrung. Zusätzlich bestehe vor Vertragsschluss Informationspflicht über Unternehmenssitz, Rücksendeadresse und anfallende Kosten. Die Länderkammer fordere außerdem die Aufhebung der EU-Zollfreigrenze von 150 Euro sowie verstärkte Kontrollen.

Von der Boutique zum Online-Business: eBay macht's möglich
Ob Boutique, Brand oder stationärer Einzelhandel – mit dem eBay Durchstarter-Programm gelingt der Einstieg in den Onlinehandel ganz ohne Risiko. Drei Monate lang zahlen gewerbliche Händler*innen weder Verkaufsprovision noch Einstellgebühr und profitieren von Profi-Tools, großer Reichweite und persönlichem Support. Jetzt informieren & anmelden

Amazon, Otto und Ebay unter Druck chinesischer Plattformen
Chinesische Online-Plattformen erobern den deutschen E-Commerce-Markt und setzen etablierte Anbieter unter Druck, zeigen Daten von Statista.com. Während Amazon trotz 77 Prozent Nutzeranteil kontinuierlich Marktanteile verliere, stagnierten auch Ebay mit 36 Prozent und Otto mit 24 Prozent. Aliexpress hingegen verdoppelte seinen Anteil seit 2022 auf 14 Prozent. Noch spektakulärer sei der Aufstieg von Temu, das bereits 27 Prozent der Befragten nutzten. Deutsche Konsumenten akzeptierten zunehmend längere Lieferzeiten und geringere Qualität für niedrigere Preise – eine strukturelle Veränderung im Online-Handel.

Zalando übernimmt About You – „langfristige Dual-Marken-Strategie“
Zalando vollzieht nach EU-Genehmigung die komplette Übernahme von About You für 1,2 Mrd. Euro, berichtet Investmentweek.com. Der Hamburger Online-Händler werde vollständig in den Zalando-Konzern integriert und verliere seine operative Eigenständigkeit. Der Deal verschärfe den Wettbewerb für Otto und kleinere Plattformen erheblich; Zalando positioniere sich mit dieser Konsolidierungsstrategie direkt gegen Amazon. Während die Website schreibt, die Marke About You solle mittelfristig verschwinden, wobei Synergien in IT, Logistik und Einkauf realisiert würden, widerspricht About You deutlich: „Die gemeinsame Strategie der Gruppe verfolgt ausdrücklich eine langfristige Dual-Marken-Strategie im B2C-Geschäft“, heißt es vom Unternehmen. Seit dem vollzogenen Zusammenschluss sei About You Teil der Zalando-Gruppe – „so wie wir zuvor zur Otto Group gehörten“. Es gebe „keine Entscheidung oder Plan“, das operative Geschäft von About You einzustellen. Hinweis: Wir haben das Statement von About You eingefügt und die Überschrift angepasst.

Ebay-Händler erhalten Newsletter-Tool
Ebay-Händler können ab sofort individuelle Shop-Newsletter versenden, berichtet Onlinehaendler-News.de. Die neue Funktion im Verkäufer-Cockpit biete verschiedene Vorlagen für Willkommensmails, Gutscheine und Sonderaktionen. Seller könnten zwischen unterschiedlichen Empfängerlisten wählen – von neuen Kunden bis hin zu Shop-Followern. Allerdings gelte die DSGVO-Einwilligung als Grundvoraussetzung, weshalb Newsletter nicht willkürlich an die komplette Kundschaft verschickt werden dürften. Zusätzlich beschränke Ebay den Versand auf alle zwei Wochen, um eine Nachrichtenüberflutung der Kunden zu vermeiden.

Flaconi vertieft Zusammenarbeit mit Nuvei
Flaconi steigerte durch die strategische Partnerschaft mit dem finnischen Zahlungsdienstleister Nuvei seinen Umsatz 2024 um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr, meldet das Unternehmen. Darum erweitere der Online-Händler für Kosmetik und Düfte nun die Kooperation, um das Wachstum in weiteren europäischen Märkten zu beschleunigen. In diesem Jahr habe Flaconi bereits in fünf neue Länder expandiert: Dänemark, Schweden, Finnland, Tschechische Republik und Italien. Nuvei ermögliche durch eine einzige Integration den Zugriff auf alternative Zahlungsmethoden in allen Märkten und optimiere durch fortschrittliche Betrugsprävention außerdem die Konversionsraten.


HANDEL INTERNATIONAL

Amerikanische Justiz prüft Suchtmechanismen bei Tiktok
Ein US-Richter in New Hampshire lässt eine Klage gegen Tiktok wegen mutmaßlicher Suchtmechanismen zu, berichtet Heise.de. Richter John Kissinger Jr. befand die Vorwürfe hinreichend genau, um die „angeblich schadhaften und gefährlichen Funktionen“ zu untersuchen. Die Staatsanwaltschaft werfe Tiktok unfaire Aktionen und täuschende Praktiken vor, besonders beim Schutz Minderjähriger. Das Unternehmen bestreite die Vorwürfe als bereits veraltet. Das Verfahren könne trotzdem richtungsweisend werden, da Tiktok laut unbestätigten Berichten bereits an einer USA-spezifischen App-Version arbeite.

Französische Justiz prüft Demokratiegefährdung durch X
Frankreich ermittelt laut Handelszeitung.ch gegen die Plattform X wegen mutmaßlicher algorithmischer Manipulation öffentlicher Debatten. Die am Mittwoch eingeleiteten Untersuchungen richteten sich gegen das Unternehmen und dessen Führung, ohne aber Elon Musk explizit zu benennen. Zwei Hinweise vom Januar hätten die Ermittlungen ausgelöst: Ein Abgeordneter meldete algorithmische Veränderungen seit der Twitter-Übernahme 2022 sowie schwindende Meinungsvielfalt. Ein Cybersicherheitsexperte berichtete von tiefgreifenden Algorithmus-Modifikationen, die hasserfüllte und diskriminierende Inhalte verstärkten. Diese Entwicklungen könnten den demokratischen Diskurs verzerren und die Demokratie gefährden.

Amazons Prime „Day“ dauerte 96 Stunden
Amazons Prime Day hat sich seit 2015 von einem 24-Stunden-Event zu einer fast viertägigen Rabattschlacht entwickelt, berichtet Statista.com. Das ursprünglich zum 20. Jubiläum gestartete Format sei inzwischen auf 96 Stunden angewachsen – von 30 Stunden 2017 über zwei Tage ab 2019 bis zur aktuellen Ausdehnung. Als Gründe nenne Amazon das eigene 30-jährige Jubiläum und zusätzliche Umsatzchancen. 2024 habe der Prime Day weltweit 14 Mrd. Dollar eingespielt, der durchschnittliche Bestellwert sei auf 58,89 Dollar gestiegen. Adobe prognostiziere für 2025 eine Steigerung auf 23,8 Mrd. Dollar.

Schweizer Konsumlaune steigt trotz Wirtschaftssorgen
Die Schweizer Konsumentenstimmung hellte sich im Juni weiter auf und kletterte um 4,4 Punkte auf minus 32,2 Punkte, meldet das Staatssekretariat für Wirtschaft laut Handelszeitung.ch. Nach dem dramatischen Absturz auf minus 42,4 Punkte im April durch die Handelsstreitigkeiten mit den USA zeige sich eine bemerkenswerte Erholung: Die Verbraucher bewerteten ihre finanzielle Situation optimistischer und sähen günstigere Zeitpunkte für größere Anschaffungen. Gleichzeitig trübten sich jedoch die Erwartungen zur allgemeinen Wirtschaftsentwicklung ein.

Brüssel opfert Digitalsteuer für besseren Handelsdeal
Die EU-Kommission streicht die geplante Digitalsteuer aus ihrem kommenden Budget – ein klarer Sieg für Trump und US-Tech-Riesen wie Apple und Meta, berichtet Politico.eu. Brüssel hoffe damit auf günstigere Handelsbedingungen mit den USA – Trump habe der EU am Samstag mit 30 Prozent Zöllen gedroht. Stattdessen schlage die Kommission drei Alternativsteuern vor: auf Elektroschrott, Tabakprodukte und Großkonzerne mit über 50 Mio. Euro Umsatz. Diese sollen 25 bis 30 Mrd. Euro jährlich für die Rückzahlung der Corona-Schulden generieren. Der Vorschlag erscheine am Mittwoch und benötige die Zustimmung aller 27 Mitgliedsstaaten.


KI-Browser verändern den Online-Handel komplett
Perplexity hat seinen KI-Browser „Comet“ für erste Nutzer gestartet, nachdem bereits The Browser Company mit „Dia“ und Opera mit „Neon“ ähnliche Lösungen präsentierten. OpenAI plane ebenfalls einen Browser-Launch in den kommenden Wochen. Die KI-Browser könnten standardisierte Webshops problemlos bedienen und sogar Warenkörbe automatisch befüllen. Kunden würden so die Händler-Websites nie zu Gesicht bekommen, warnt Neunetz.com. Der direkte Website-Traffic verschwände komplett, Konversions-Tracking und Web-Analytics wären hinfällig; Markenwahrnehmung sowie Up- und Cross-Selling würden unmöglich. Händler würden zu unsichtbaren „Ausführungs-Maschinen“ degradiert, bei denen nur noch Preis und Lieferservice zählten. Das Website-Design verlöre seine Bedeutung, hingegen würden Reputation und strukturierte Datenqualität für die KI-Auffindbarkeit entscheidend.

Europäer konsumieren Kultur online
Drei Viertel der EU-Internetnutzer schauten 2024 online TV oder Videos, wie Eurostat berichtet. Weitere beliebte Aktivitäten seien das Lesen von Online-Nachrichtenseiten gewesen (70 Prozent) sowie das Herunterladen von Musik (65 Prozent). Mehr als ein Drittel habe kulturelle Güter und Dienstleistungen online erworben. Streaming-Abonnements für Filme und Serien führten dabei mit 30 Prozent, gefolgt von Musik-Streaming-Diensten mit 21 Prozent. Event-Tickets kauften 25 Prozent der Nutzer digital, während gedruckte Bücher und Magazine mit 16 Prozent E-Books und Hörbücher (sieben Prozent) deutlich übertrafen.

Soziale Medien prägen die Urlaubsplanung
Jeder zweite deutsche Urlauber postet Bilder oder Videos seiner Reise in sozialen Netzwerken, wie eine Bitkom-Studie zeigt. Besonders die 30- bis 49-Jährigen seien mit 59 Prozent fleißige Poster, dicht gefolgt von den 16- bis 29-Jährigen mit 56 Prozent. Zwei Drittel der Befragten holten sich auch Inspiration für Ausflüge und Aktivitäten am Urlaubsort aus den sozialen Netzwerken. Allerdings sei fast die Hälfte bereits von Urlaubszielen enttäuscht gewesen, weil diese in der Realität weniger spektakulär ausgesehen hätten als online. Ein Drittel verbringe laut eigener Angabe im Urlaub zu viel Zeit mit Social Media.

Teilen
Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.