Scayle, HDE + Google, BND, Online-Jugendschutz, Anti-Fast-Fashion-Gesetz, Australien, B2B-Einkauf, Alibaba, Luxus-Shopping, Iphones

Scayle, HDE + Google, BND, Online-Jugendschutz, Anti-Fast-Fashion-Gesetz, Australien, B2B-Einkauf, Alibaba, Luxus-Shopping, Iphones

Handels-News des Tages: Aktuelles zu Scayle, HDE + Google, BND, Online-Jugendschutz, Anti-Fast-Fashion-Gesetz, Australien und weiteren Themen im Überblick.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

Fließende Einkaufserlebnisse – Optimierte Omnichannel-Strategien schaffen Mehrwerte für Kunden und Unternehmen
Mit einer durchdachten Omnichannel-Strategie holen Sie Ihre Kunden dort ab, wo diese einkaufen. Die dafür essenzielle ganzheitliche Sicht auf den Kunden steigert Ihre Wettbewerbsfähigkeit und lässt Sie flexibel auf die Anforderungen und Chancen von heute und morgen reagieren. Lesen Sie hier, wie Sie nahtlose Shopping-Erlebnisse schaffen, die begeistern.

HANDEL NATIONAL

Scayle beschleunigt um 82 Prozent
Scayle präsentiert laut Retail-News.de über 60 neue Features im Release „Enterprise Evolutions“. Die Shop-Tech-Tochter von About you habe ihren mobilen Checkout komplett überarbeitet und erreiche nun eine um 82 Prozent schnellere Performance. Die Headless-Architektur ermögliche flexiblere Anpassungen ohne zusätzliche Entwicklerbelastung, während der Checkout bereits vollständig an den „European Accessibility Act“ angepasst sei. Smart Sorting sortiere Produkte künftig verhaltensbasiert in Echtzeit, die neue Storefront-Lösung beschleunige Markenrollouts und integriere Identity-Provider wie Apple oder Google.

HDE und Google starten KI-Schulung für Mittelstand
Der Handelsverband Deutschland startet eine KI-Partnerschaft mit Google, um kleine und mittelständische Unternehmen zu schulen, berichtet Lebensmittelzeitung.net. Beide Partner böten gemeinsam Lizenzen für „Google Career Certificates“ an, ein Weiterbildungsprogramm, das Teilnehmern binnen weniger Wochen Prompting-Kenntnisse vermittle. Die Kooperation plane eine Bedarfsanalyse und wolle KI-Unterstützung regional maßschneidern – zunächst mit Fokus auf Nordrhein-Westfalen.

Willkommen im E-Commerce, Bundesnachrichtendienst
Der Bundesnachrichtendienst betreibt seit Montag einen eigenen Online-Shop mit Fanartikeln, berichtet Heise.de. Unter dem Slogan „Privat besitzen, was sonst ein Staatsgeheimnis ist“ verkaufe die Behörde rund zwanzig Produkte wie Socken, T-Shirts und Thermobecher mit BND-Logo, erkläre Sprecher Martin Heinemann. Die Nachfrage sei gewaltig gewesen. Der Geheimdienst wolle damit vor allem junge Menschen für eine Laufbahn beim BND begeistern. Das Sortiment werde bei anhaltend hoher Nachfrage erweitert. Diese Nachricht zerstört sich möglicherweise in fünf Sekunden.

VZBV attackiert EU-Leitlinien zum Online-Jugendschutz
Der Verbraucherzentrale Bundesverband kritisiert in einer Pressemitteilung die neuen EU-Leitlinien zum Schutz Minderjähriger auf Online-Plattformen als unzureichend. Die Organisation fordere schärfere Regeln, da Kinder und Jugendliche täglich erheblichen Risiken ausgesetzt seien. Vorständin Ramona Pop betone, mentale Gesundheit müsse über Profitinteressen stehen. Reine Altersverifikation reiche nicht aus und berge Datenschutzrisiken. Stattdessen sollten manipulative Designelemente wie endloses Scrollen, automatische Wiedergabe und Push-Benachrichtigungen grundsätzlich deaktiviert sein. Empfehlungssysteme müssten ausgeschaltet und Accounts standardmäßig privat eingestellt werden.

Trump-Zölle bedrohen deutsche Industrie
Die deutsche Industrie könnte durch neue Trump-Zölle um 2,8 Prozent schrumpfen, warnt das Ifo-Institut. Eine Simulation zeige, dass nach Ende der Zollpause am 9. Juli geplante Abgaben von 50 Prozent auf EU-Importe die deutschen USA-Exporte um 38,5 Prozent einbrechen lassen würden. Besonders dramatisch träfe es Autobauer mit sechs Prozent Wertschöpfungsverlusten und die Pharmaindustrie mit bis zu neun Prozent Einbußen.


HANDEL INTERNATIONAL

Auch Österreichs Handelsverband fordert Anti-Fast-Fashion-Gesetz
Der österreichische Handelsverband fordert ein Anti-Ultra-Fast-Fashion-Gesetz nach französischem Vorbild gegen Plattformen wie Shein und Temu. Geplant seien ein fünf Euro Strafzuschlag für umweltschädliche Produkte, Werbeverbote und zwei Euro Paketabgabe. Während Temu in den USA nach Abschaffung der De-Minimis-Regel um 36 Prozent schrumpfte, explodierte das Wachstum in Europa um 63 Prozent – auch Shein legte um 19 Prozent zu. Rund 90 Prozent der Fernost-Produkte entsprächen nicht europäischen Normen, weshalb außerdem eine Plattformhaftung für korrekte Warendeklaration angebracht sei.

Österreichs Online-Shops verlangen 26 Prozent Aufschlag
Markenlebensmittel kosten österreichische Online-Shopper durchschnittlich 26 Prozent mehr als deutsche Kunden, zeige eine aktuelle Preiserhebung der Arbeiterkammer Tirol laut Meinbezirk.at. Der identische 63-Artikel-Warenkorb koste in Österreich 262,58 Euro, in Deutschland nur 208,34 Euro. Besonders drastisch falle der Unterschied bei Eskimo Cremissimo aus: Während Deutsche 1,79 Euro zahlten, verlangten österreichische Anbieter 5,99 Euro – ein Aufschlag von 235 Prozent. Lediglich sieben der verglichenen Produkte seien in Österreich günstiger gewesen.

Australien will Digitalmärkte reformieren
Die australische Wettbewerbs- und Verbraucherkommission habe nach fünfjähriger Untersuchung enthüllt, dass 72 Prozent der Online-Nutzer bereits unfairen Praktiken wie intransparenten Gebühren oder manipulativen Oberflächen begegnet seien, meldet Retail-News.de. Außerdem wünschten sich 82 Prozent eine unabhängige Schlichtungsstelle für Plattform-Konflikte. Dominante Tech-Konzerne würden durch Selbstbevorzugung und exklusive Verträge den Wettbewerb verzerren, was zu höheren Preisen führe. Besonders kritisch bewerte die Behörde die Marktmacht von Cloud-Anbietern wie Amazon, Google und Microsoft bei KI-Entwicklungen. Gefordert wäre also eine umfassende Reform der Digitalmarkt-Regulierungen.

Nur 18 Prozent der B2B-Einkäufer bleiben analog
B2B-Einkäufer vollziehen die Digitalwende – nur noch 18 Prozent verzichten komplett auf Online-Einkäufe, wie Channelx.world meldet. Im Bereich Elektro, Heizungs- und Klimatechnik und im Industriebereich würden mittlerweile 62,3 Prozent rein digital bestellen – eine Steigerung von 702 Prozent seit 2018. Sie erwarteten zunehmend schnelle Self-Service-Lösungen via Websites, Apps oder SMS. Blieben diese aus, wanderten viele schnell zur digitalen Konkurrenz ab.

Alibaba verschmilzt Delivery und Travel
Alibaba fusioniert seine Lieferplattform Ele.me und Reiseagentur Fliggy in die E-Commerce-Gruppe, wie Scmp.com berichtet. CEO Eddie Wu bezeichne dies als „strategisches Upgrade von einer E-Commerce- zu einer umfassenden Konsumentenplattform“. Die Umstrukturierung solle Synergien zwischen den verbraucherorientierten Geschäftsbereichen schaffen und den Fokus auf Künstliche Intelligenz schärfen.


Luxus-Appetit schrumpft: US-Kunden werden sparsamer
US-Luxuskonsumenten blicken zunehmend pessimistisch in die Zukunft, zeigt die aktuelle Umfrage „Saks Global Luxury Pulse“ laut Fashionunited.de. Nur 47 Prozent planten in den kommenden drei Monaten gleich hohe oder steigende Luxusausgaben – der niedrigste Wert seit Erhebungsbeginn und ein Rückgang um elf Prozentpunkte. Besonders drastisch falle der Schwund bei Spitzenverdienern mit über 200.000 Dollar Jahreseinkommen aus: Hier zeigten nur noch 48 Prozent Konsumbereitschaft, 15 Prozentpunkte weniger als zuvor. Als Hauptbremsen nannten Befragte politische Spannungen, Rezessionsängste und Aktienmarkt-Turbulenzen.

Iphones: Kaputte Displays schlagen Apple Intelligence
Iphone-Nutzer ersetzen ihre Geräte hauptsächlich wegen praktischer Probleme statt wegen neuer Funktionen, zitiert T3N.de eine Analyse der „Consumer Intelligence Research Partners“. Rund 40 Prozent würden ihr Iphone wegen langsamer Performance, beschädigter Displays oder schwacher Batterien austauschen. Weitere 27 Prozent kauften Ersatz für komplett defekte, verlorene oder gestohlene Geräte. Lediglich 13 Prozent upgraden gezielt wegen verbesserter Kameras, Displays oder Apple Intelligence.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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