
Swash Group, Instafreight, Shopee, Alibaba + Lazada, Amazon, Rewe KI, Apian + NHS + Zipline, Mehrwegverpackungen
Aktuelle E-Commerce-News: Swash Group, Instafreight, Shopee, Alibaba + Lazada, Amazon, Rewe KI, Apian + NHS + Zipline und weitere Themen im Überblick.
David WöllensteinRedakteurDas müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
HANDEL NATIONAL
Megabad + Le Monde du Bain = Swash
Der deutsche Onlineshop Megabad aus Kerpen schließt sich mit dem französischen Konkurrenten Le Monde du Bain zur gemeinsamen „Swash Group“ zusammen, wie das neu gegründete Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt gibt. Während Megabad in der DACH-Region zu den wichtigsten Anbietern rund ums Badezimmer zählen dürfte, ist Le Monde du Bain neben Frankreich auch in Spanien und Italien vertreten. Durch den Zusammenschluss verfügt die Swash Group über mehr als 300 Mitarbeitende und kann über 100.000 Produkte anbieten.
Ab dem 14. Februar 2024 startet die Durchführung des englischsprachigen CAS in International Retail Management! Hochkarätige Referenten aus Forschung und Praxis vermitteln das Rüstzeug, um Ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Das flagship Programm orientiert sich an aktuellen Managementherausforderungen im Handel und fördert den informellen Austausch zwischen Branchenkollegen:innen. Weitere Details und Anmeldung bis 15. Dezember 2023
Instafreight meldet Insolvenz an
Die Berliner Speditionsplattform Instafreight musste laut Businessinsider.de Mitte Dezember Insolvenz anmelden. Das Unternehmen war 2016 mit dem Ziel gestartet, die Lieferkette für Geschäftskunden durch Digitalisierung zu verkürzen und konnte lange Zeit ein beeindruckendes Umsatzwachstum verzeichnen. Noch Anfang 2022 brachte eine Serie-B-Finanzierung Investitionen in Höhe von 40 Mio. Euro, doch nach dem Absprung eines wichtigen Investors in der nächsten Runde rutschte das Unternehmen in die Überschuldung.
HANDEL INTERNATIONAL
Shopee baut Präsenz in Brasilien aus
Die E-Commerce-Plattform Shopee, ein Tochterunternehmen von Sea Limited aus Singapur, hat das lokale Kreditgeschäft des brasilianischen Fintech-Unternehmens Blu übernommen, wie aus offiziellen Dokumenten hervorgeht. Wie IT-Times.de berichtet, hat Shopee seit seinem Markteintritt in Brasilien bereits neun große Distributionszentren aufgebaut und kann mit der Übernahme nun direkt Kredite an Kunden in der größten Volkswirtschaft Lateinamerikas anbieten, da die brasilianische Zentralbank bereits grünes Licht gegeben hat. Brasilien ist die erste Expansion des Unternehmens außerhalb Asiens.
Der Vorteil einer Standortpartnerschaft? Eine Fläche, doppelter Nutzen.
Das Thema E-Mobilität ist das Thema der Stunde: In Deutschland sollen bis 2030 mindestens 15 MillionenE-Fahrzeuge auf die Straßen gebracht werden. Dieses Ziel kann nur mit einer stark ausgebauten Ladeinfrastruktur erreicht werden. An verkehrsgünstigen Orten wird deshalb in den nächsten Jahren verstärkt in Ladeinfrastruktur investiert werden. Mehr lesen
Alibaba investiert offenbar weiter 634 Mio. Dollar in Lazada
Wie IT-Times.de berichtet, ist die Alibaba Group offenbar bereit, weitere 634 Millionen Dollar in ihre Tochter Lazada zu investieren, womit sich die Gesamtinvestitionen in diesem Jahr auf über 1,8 Mrd. Dollar belaufen. Lazada, dessen Geschichte als Berliner Start-up begann, ist mittlerweile der drittgrößte E-Commerce-Anbieter in Südostasien, nach Shopee aus Singapur und Tokopedia aus Indonesien.
Amazon will in Sportübertragungen investieren
Nach Informationen von N-TV.de verhandelt Amazon mit dem US-Sportprogrammanbieter Diamond Sports über den Erwerb der Streaming-Rechte für die Übertragungen von mehr als 40 wichtigen Sportteams der NBA, NHL und MLB (Basketball, Hockey, Baseball). Diamond Sports hatte Anfang des Jahres Insolvenz anmelden müssen, da sein Geschäftsmodell auf Kabelfernsehen basierte, das zunehmend durch Streaming ersetzt wird. Selbst wenn es zu einer Einigung zwischen dem Unternehmen und Amazon käme, müsste diese noch vom Insolvenzgericht genehmigt werden.
Die Schweizer sparen an Weihnachtsgeschenken
40 Prozent der Schweizer wollen weniger Geld für Weihnachtsgeschenke und Spenden ausgeben. Pech für die Kinder: Während 2022 die Rekordsumme von 500 Franken für Spielwaren ausgegeben wurde, werden es dieses Jahr voraussichtlich nur 411 Franken sein, so eine Studie von GfK.com. Der Anteil der Konsumenten, die Spielwaren online kaufen, hat sich nicht verändert, aber die Spielwarengeschäfte werden um acht Prozent seltener besucht als im Vorjahr. Auch für das kommende Jahr haben die Schweizer Sparpläne: Mehr als ein Viertel will vermehrt Second-Hand-Produkte kaufen und 22 Prozent wollen statt neuer Elektronik lieber auf generalüberholte Gebrauchtmodelle zurückgreifen.
TRENDS & TECH
Rewe rollt eigene KI aus
Nach einer intensiven Testphase rollt die Rewe Group ihr „Rewe Group GTP“ aus, das zunächst tausenden Mitarbeitenden in der Verwaltung von Rewe, Penny, Toom und der Holding zur Verfügung steht. Wie CTO Christoph Eltze auf Linkedin erklärt, soll die KI technische und organisatorische Prozesse beschleunigen und den Mitarbeitenden einen sicheren Rahmen für die optimale Nutzung bieten. Die Projektgruppe „GenAI@Rewe Group“ entwickelt die Technologie in einer „Exploration Platform“ anhand neuer Anwendungsfälle weiter.
Fragmentierung bremst Wachstum – Retail Media-Markt braucht Einheitlichkeit
Das steile Wachstum des Retail Media ist zugleich seine größte Herausforderung: im fragmentierten Markt fehlen Standards und Transparenz. Das Commerce Media-Unternehmen Criteo gibt einen Überblick über Auswirkungen, nächste Schritte und technologische Lösungen für einen einheitlichen Markt und gemeinsames ungebremstes Wachstum. Mehr lesen
Apian liefert für die NHS per Drohne
Das britische Start-up Apian, der National Health Service und Zipline wollen gemeinsam die Versorgung von Krankenhäusern und Hausärzten in Northumbria durch den Einsatz von Drohnen schneller und effizienter machen. Laut Thenextweb.com stellt Apian die Software-Plattform zur Verfügung, auf der die Lieferaufträge des NHS eingehen, während Zipline seine bewährten Drohnen beisteuert, mit denen bereits 3.000 Krankenhäuser weltweit versorgt werden. Wenn das Projekt von der Luftfahrtbehörde genehmigt wird, könnte es die Versorgung von mehr als 500.000 Menschen in Northumbria und North Tyneside erheblich verbessern.
NACHHALTIGKEIT
Verbraucher begrüßen Mehrwegverpackungen statt Kartons
Fast die Hälfte aller Online-Shopper würde laut einer Civey-Umfrage im Auftrag des BEVH Mehrwegverpackungen den heute üblichen Einwegkartons vorziehen: 36 Prozent der 1.016 Befragten sogar „eindeutig“, 13 Prozent „eher“ - während im Vergleich dazu nur 11 Prozent „eindeutig“ und 13 Prozent „eher“ die bewährten Kartons bevorzugen würden. Gut ein Viertel zeigte sich unentschieden, heißt es in der Pressemitteilung. Die Akzeptanz für das Modell, das die EU-Verpackungsverordnung voraussichtlich vorschreiben wird, wonach ab 2040 50 Prozent der Verpackungen wiederverwendbar sein müssen, sei also vorhanden. Das Einsparpotenzial ist hoch: 98 Prozent der CO2-Emissionen beim Transport könnten vermieden werden, wenn Verpackungen mehr als 20 Mal verwendet werden könnten.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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