Temu, Faxgeräte, EM + Tourismus, Walmart, In The Style + Tesco, Indien, Almondnet + Amazon, Telekom, Zentrada, Greenwashing, Otto

Temu, Faxgeräte, EM + Tourismus, Walmart, In The Style + Tesco, Indien, Almondnet + Amazon, Telekom, Zentrada, Greenwashing, Otto

Aktuelle E-Commerce-News: Temu, Faxgeräte, EM + Tourismus, Walmart, In The Style + Tesco, Indien, Almondnet + Amazon und weitere Themen im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

6 Kriterien für die richtige Wahl des Paketdienstleisters
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HANDEL NATIONAL

Die drei Schwächen von Temu – und wie deutsche Händler sie für sich nutzen
Die Werbekraft der chinesischen Shopping-Plattform Temu scheint schier endlos, und viele kleinere Händler fragen sich, wie sie da mithalten sollen. Was hinter dem Mobile-only-Ansatz von Temu steckt und wie deutsche E-Commerce-Unternehmen sich Temus Schwachpunkte zunutze machen können, erklärt Alexander Boecker von der Digitalagentur Nerds in einem Etailment-Gastbeitrag.

Existenzgründungen um drei Prozent gestiegen
Im Jahr 2023 ist die Zahl der Existenzgründungen auf 568.000 gestiegen, zitiert Lebensmittelzeitung.net den KfW-Gründungsmonitor. Das entspricht einem Plus von drei Prozent. Allerdings gab es acht Prozent weniger Gründungen im Vollerwerb, während die Nebenerwerbsgründungen um elf Prozent zulegten. Der Dienstleistungssektor führt mit knapp 70 Prozent der Gründungen, gefolgt vom Handel mit 22 Prozent, während digitale und internetbasierte Gründungen rund ein Fünftel ausmachen.

Deutsche Firmen in China fordern mehr Unterstützung
Laut einer Umfrage der Auslandshandelskammer sehen sich 61 Prozent der deutschen Unternehmen in China aufgrund des intensiven Wettbewerbs und der schwachen Nachfrage einem zu hohen Preisdruck ausgesetzt. Vor dem China-Besuch von Wirtschaftsminister Habeck fordern sie laut Wallstreet-Online.de mehr Unterstützung aus Berlin, insbesondere bei der Gleichbehandlung chinesischer und ausländischer Unternehmen, da sie seit langem über unfaire Wettbewerbsbedingungen und einen erschwerten Marktzugang klagen.

Deutsche Firmen lassen das Faxen nicht
In 77 Prozent der deutschen Unternehmen wird noch gefaxt, ein Viertel nutzt diese Technologie sogar häufig oder sehr häufig, berichtet die Bitkom. Während 72 Prozent den modernen digitalen Standard nutzen, setzen 66 Prozent (auch) auf den älteren Standard mit Ausdruck. Als Gründe werden vor allem die Kommunikation mit Behörden (56 Prozent), Sicherheitsaspekte (43 Prozent) und etablierte Prozesse (35 Prozent) genannt. Das gute alte Fax bietet im Vergleich zur Standard-E-Mail eine Empfangsbestätigung, ist weniger fälschungsanfällig und rechtssicher.


EM 2024

Touristen bleiben wegen der EM zu Hause
Die Fußball-Europameisterschaft belebt das Geschäft in Österreich: Gastronomen profitieren vom Public Viewing und der Handel verzeichnet eine erhöhte Nachfrage nach Fanartikeln und Lebensmitteln, zitiert ORF.at die Wirtschaftskammer Kärnten. Allerdings bleiben auch viele deutsche Gäste wegen der EM im eigenen Land aus, weshalb die Kärnten-Werbung im Juli und August eine Kampagne unter dem Motto „Dein Sommer beginnt jetzt“ startet.

Streik österreichischer Essenslieferanten während EM-Spiel
Die Gewerkschaft Vida hat für heute von 17.30 bis 22.00 Uhr vor und während des EM-Fußballspiels Österreich – Frankreich Streikaktionen der Essenszusteller in Wien, Graz, Salzburg und Klagenfurt angekündigt, berichtet ORF.at. Die Verhandlungen über einen neuen Kollektivvertrag für die Zusteller sind seit Monaten festgefahren. Die Gewerkschaft fordert 8,7 Prozent mehr Lohn, das Angebot der Arbeitgeber lag zuletzt bei 5,8 Prozent. Lieferando und Foodora rechnen aber nicht mit einer hohen Streikbeteiligung und daher auch nicht mit größeren Einschränkungen bei der Essenslieferung.

Beim Fußball muss es nicht so nachhaltig sein
Bei Sportveranstaltungen machen die Deutschen eine Ausnahme und achten nicht so sehr auf Umweltauswirkungen wie beim Einkaufen oder Reisen, zitiert Textilwirtschaft.de eine Umfrage von Commerce-Media. Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland hier hinterher: Während in Frankreich und Südkorea jeweils 20 Prozent der Befragten bereit sind, ihre Gewohnheiten für mehr Nachhaltigkeit zu ändern, sind es in Deutschland nur 14 Prozent der 1021 Befragten.


HANDEL INTERNATIONAL

Walmart teilt seine Nutzerdaten mit Lieferanten
Walmart Data Ventures hat die Beta-Version einer Recherche-Lösung namens „Digital Landscapes“ gestartet, die es Lieferanten ermöglicht, das Online-Verhalten von Käufern vor einem Kauf zu verfolgen, wie Retaildive.com berichtet. Das betrifft Suchanfragen auf Walmart.com, in der Walmart-App, in Suchmaschinen und sozialen Plattformen. So können Anbieter erfahren, wie Kunden ihre Produkte im Internet finden, wie viel Zeit sie vor dem Kauf verbringen und wann sie am ehesten online einkaufen. Solche Tracking- und Targeting-Lösungen könnten deutlich an Bedeutung gewinnen, wenn Google wirklich Drittanbieter-Cookies abschafft.

In The Style jetzt bei Tesco
Der Fast-Fashion-Onlinehändler In The Style hat laut Fashionunited.com eine Partnerschaft mit F&F, der Bekleidungsmarke des britischen Supermarktriesen Tesco, bekannt gegeben. Die Zusammenarbeit umfasst eine Kollektion mit 22 Teilen, die ab dem 20. Juni online oder in der App von In The Style sowie gleichzeitig in 300 Tesco-Filialen landesweit erhältlich sein wird.

Indiens Onlinekundschaft zahlt digital
Der Anteil alternativer Zahlungsmethoden im indischen Online-Handel ist von 20,4 Prozent im Jahr 2018 auf 58,1 Prozent im Jahr 2023 gestiegen. Dieser signifikante Anstieg ist vor allem auf die Nutzung digitaler Geldbörsen zurückzuführen, die durch UPI („Unified Payments Interface“) und QR-Code-Zahlungen vorangetrieben wird. In der APAC-Region verdrängen alternative Zahlungslösungen wie digitale Geldbörsen zunehmend die traditionellen Zahlungsmethoden im E-Commerce, zitiert Indiatimes.com einen Bericht von Globaldata. In China werden bereits zwei Drittel aller Zahlungen auf diese Weise abgewickelt.

Almondnet gewinnt Patentstreit gegen Amazon
Das New Yorker Adtech-Unternehmen Almondnet hat einen Patentstreit gegen Amazon gewonnen und erhält laut einem Urteil eines US-Bundesgerichts in Texas rund 122 Mio. Dollar Schadenersatz, berichtet Siliconrepublic.com. Die Klage stammt aus dem Jahr 2021 und bezieht sich auf die von Amazon genutzten Werbebörsen und Targeting-Dienste, die wohl gegen Almondnets Patente verstoßen. Das Unternehmen ist auch in Rechtsstreitigkeiten mit Meta, Samsung und Oracle wegen ähnlicher Patentverletzungen verwickelt.


Einkäufernetzwerk warnt vor Temu und Shein
Das europäische Einkäufernetzwerk Zentrada.Europe mit über 400.000 aktiven Händlern warnt vor Temu und Shein, die den europäischen Einzelhandel durch Umgehung von EU-Regeln, Zöllen und Steuern gefährden. In einer Petition fordert der Handel faire Wettbewerbsbedingungen, die Abschaffung von Subventionen und schlägt die Einführung einer Paketgebühr für Sendungen aus Nicht-EU-Ländern vor. Die gesammelten Unterschriften sollen laut Onlinehaendler-News.de der EU-Kommissarin Ursula von der Leyen übergeben werden.

Die Telekom will Bitcoin minen
Ein Vertreter der Deutschen Telekom hat auf einer Kryptowährungskonferenz in Prag angekündigt, dass das Unternehmen in das Mining der Kryptowährung Bitcoin einsteigen will, berichtet Golem.de. Die Telekom betreibt bereits seit vergangenem Jahr einen Knoten im Bitcoin-Netzwerk, ist seit 2021 Teil der Polkadot-Blockchain und seit vergangenem Jahr Validator für die Polygon-Blockchain. Das rechenintensive Mining von Bitcoin steht wegen des hohen Energiebedarfs in der Kritik.


NACHHALTIGKEIT

Greenwashing wird schwieriger
Die EU verschärft die Regeln zum Ökomarketing durch die „EU-Richtlinie zur Stärkung der Verbraucher für den ökologischen Wandel“, die bis Frühjahr 2026 in nationales Recht umgesetzt werden muss, berichtet Lebensmittelzeitung.net. Allgemeine Umweltaussagen wie „umweltfreundlich“ oder „ökologisch“ werden ohne entsprechenden Nachweis unzulässig, Nachhaltigkeitssiegel müssen auf Zertifizierungssystemen beruhen und Begriffe wie „klimaneutral“ sind im Fall von CO2-Kompensationen verboten. Marketingabteilungen haben somit bis zum 27. September 2026 Zeit, um zu erarbeiten, wo die Kommunikation angepasst werden muss.

Otto präsentiert nachhaltige Kollektion
Otto hat eine nachhaltige Modekollektion namens „Circular Collection“ vorgestellt, die laut Pressemitteilung aus zeitlosen Basics besteht. Jedes Kleidungsstück verfügt über einen digitalen Produktpass, die „Circularity.ID“, also einen eingenähten NFC-Tag mit Informationen zu Material, Produktion und dem richtigen Rückgabekanal, so dass Alttextilverwerter die Kleidungsstücke und ihre Bestandteile genau identifizieren, wiederverwenden oder hochwertig recyceln können. Bis spätestens 2030 will Otto klimaneutral sein.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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